Dienstag, 19. Mai 2020

Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. (Joh 16,7)

06 Woche der Osterzeit       Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 16,5-11

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? 

Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. 

Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. 

Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; 

Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 

Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; 

Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

 

 

Tagesimpuls:

 

Es ist gut für euch, dass ich fortgehe.  (Joh 16,7)

 

Ehrlich gesagt bin ich auch traurig über die Himmelfahrt Jesu. Warum kommt Jesus in die Welt, und nach so kurzer Zeit muss man ihn schon wieder loslassen? Ich kann die Trauer der Jünger gut verstehen. Aber in den langen Abschiedsreden versucht Jesus, die Jünger zu trösten. Er sagt: Ich gehe zum Vater, aber ich komme wieder (Joh 14,3). Er verspricht uns den Heiligen Geist, den Tröster, den Beistand. Durch den Heiligen Geist wird er immer bei uns sein, bis ans Ende der Welt.

 

Es ist gut für euch, dass ich fortgehe.

 

In den Worten Jesu liegt eine gewisse Enttäuschung: Keiner fragt mich, wohin ich gehe? Keiner interessiert sich für meinen Weg, für das, was mir wichtig ist? Alle denken nur an sich? Jesus hofft, dass wir uns mehr in seine Lage versetzen, uns für das interessieren, wohin er geht. Er geht in den Himmel, und das ist richtig so, das ist gut so. Jesus hatte ja versprochen, wieder zu uns zu kommen. Er will weiterhin bei uns sein. Aber wir sollen auch bei ihm sein, etwas mehr auf den Himmel ausgerichtet sein. Es geht nicht nur um die Erde, es geht auch um den Himmel! Es ist, als ob Jesus sagen wollte: Ich werde bei euch sein, aber versucht ihr bitte auch, bei mir zu sein!

 

Es ist gut für euch, dass ich fortgehe.

 

Nur wenn Jesus in den Himmel geht, kann er die Brücke sein zwischen Himmel und Erde. Er kann uns hochziehen in den Himmel. Es ist eine Einladung, dass wir uns auch hochziehen lassen, dass wir versuchen, auf den Himmel ausgerichtet zu leben.

 

Gebet:

Jesus, du willst, dass wir danach fragen, wohin du gehst. Wir sollen uns für dich interessieren, für deinen Weg, für den Himmel. Danke, dass du dennoch zu uns kommst und immer bei uns bist. Aber ich will mich auch bemühen, bei dir zu sein, auf den Himmel ausgerichtet.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, Deine Worte die DU sprichst, ich kann sie nur "schwer verstehen". Nur dann, wenn DU mir Gnade der Erkenntnis schenkst, die Kraft des Hl.Geistes, so kann ich lernen "glaubend zu verstehen" was DU mir sagen möchtest.
    Hl.Schutzengel ich bitte Dich, hilf mir mein Herz für Jesus zu öffnen, damit in mir die "Sehnsucht nach der Liebe Christi" spürbar wird - spürbar ist - und auch spürbar bleibt.
    Amen

    AntwortenLöschen