Donnerstag, 23. September 2021

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. (Lk 9,7)

25 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,7-9

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden.

Andere meinten: Elija ist wiedererschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden.

Herodes aber sagte: Johannes habe ich selbst enthaupten lassen. Wer ist dann dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn einmal zu sehen.



Tagesimpuls:

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte.   (Lk 9,7) 

Hier wird indirekt von den Machttaten Jesu gesprochen. Nicht die Worte Jesu haben Herodes neugierig gemacht, nicht irgendetwas Menschliches, was Jesus getan hat, sondern seine Wunder. Wenn wir das Evangelium lesen, kommen wir an den Wundern nicht vorbei, auch wenn eine große Strömung in der Bibelwissenschaft versucht, diese zu relativieren, als weniger bedeutend darzustellen, weil wir heute eben so wenig Wunder erleben, oder weil wir heute so wenig offen sind dafür. Unser Unglaube ist ein Problem. Aber dieses Problem dürfen wir nicht in die Bibel hineinlesen! Die Bibel bezeugt die Wunder, die Jesus getan hat, egal, ob wir heute Schwierigkeiten damit haben oder nicht. 

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. 

Es wäre schön, wenn unser Leben auch ungläubige Menschen wie Herodes neugierig machen würde. Es wäre schön, wenn auch einflussreiche Menschen wie z.B. die Regierenden aufmerksam und neugierig würden auf Jesus, weil sie von Machttaten gehört haben, die durch Jesus in der Kirche heute geschehen. Ich denke z.B. an das Kind des französischen Königs, das unheilbar krank war. Irgendwie erfuhren sie von Lourdes, und eine Frau brachte Lourdes Wasser mit, und das Kind wurde geheilt. 

In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes von allem, was durch Jesus geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. 

Wir müssen unseren Glauben so authentisch leben wie möglich, und dabei dürfen wir keine Dimension des Evangeliums ausklammern, auch nicht die Wunder. Wir können Wunder nicht machen, aber wir können offen für sie sein, daran glauben, dafür beten. Wenn wir unseren Glauben so leben, dann werden Menschen aufmerksam und neugierig, gleich ob es die kleinen Leute oder einflussreiche Personen sind. 

Gebet: 
Jesus, ich freue mich über dein Evangelium, über deine Machttaten, die dort berichtet sind. Auch wenn ich nicht so häufig Wunder von dir erlebe, so glaube ich doch daran, und ich bin sehr offen dafür. Ich bitte dich, uns zu helfen, dass unser Leben dem deinen immer ähnlicher wird, in allen Aspekten, und dass wir auch immer mehr deine Zeichen und Wunder erleben, damit viele Menschen auf dich aufmerksam werden. 


Pastor Roland Bohnen  
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Roland Bohnen
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Mittwoch, 22. September 2021

Nehmt nichts mit auf den Weg! (Lk 9,3)

25 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,1-6

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen.

Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.

Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.

Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.

Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.

Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall die Kranken.



Tagesimpuls:

Nehmt nichts mit auf den Weg!  (Lk 9,3) 

Wir sollen nichts mitnehmen, aber in der Realität haben wir sehr viel. Kann das der Grund sein, warum wir die Vollmacht nicht erleben, mit der die Jünger damals ausgestattet waren? Ich befürchte, dass es sich ausschließt: Entweder wir vertrauen voll auf Gott und haben keine menschlichen Ressourcen, oder wir gehen mit unseren menschlichen Ressourcen, aber dann erleben wir nicht die Kraft Gottes. Und wenn wir unsere Kirche heute betrachten, dann liegen wir eindeutig auf der Seite der menschlichen Ressourcen. Dafür spüren wir nicht sehr viel von der Kraft Gottes. 

Nehmt nichts mit auf den Weg!

Also müsste die Kirche ärmer werden. Aber wie kann man das machen? Wir können jeder in unserem Leben versuchen, so weit wie möglich von Gott abhängig zu werden. Wir machen uns von ihm abhängig, wenn wir Dinge wagen, die mit menschlichen Ressourcen unmöglich wären, die nur durch Gottes wunderbares Eingreifen möglich werden. Das sind Glaubensschritte, die wir unternehmen können, Schritte des Gottvertrauens. Ich denke zum Beispiel an die Entscheidung zum Zölibat. Menschlich betrachtet fehlt einem etwas, wenn man nicht heiratet. Dann aber vertraut man voll auf Gott, dass er alles im Leben schenken wird, so dass man glücklich leben kann. Und es gelingt! Das ist ein Vertrauen auf Gottes Eingreifen, statt auf menschliche Ressourcen zu vertrauen. 

Nehmt nichts mit auf den Weg!
 
Wo lädt Gott mich zu einem Glaubensschritt ein, wo ich nichts mitnehmen soll, wo ich ganz auf ihn vertrauen soll? Wo soll ich einen Weg gehen, den man normalerweise gar nicht gehen kann, der aber mit Gottes Hilfe möglich wird? Ich hoffe, dass wir alle wenigstens kleine Glaubensschritte machen können, die uns dem Ziel näherbringen, nicht auf menschliches zu vertrauen, sondern auf die Kraft Gottes. 

Gebet: 
Jesus, ich denke an mehrere Dinge, wo ich auf dich vertraue, vor allem an seelsorgliche Projekte, die aufgrund meiner menschlichen Erfahrung eigentlich nicht möglich wären, die du aber dennoch führst. Jesus, ich habe eine große Sehnsucht, mich dir mehr hinzugeben, mich mehr von dir führen zu lassen. Bitte hilf mir, dass ich immer mehr aus dem Übernatürlichen lebe, bewahre mich aber davor, mich verwirren zu lassen und falsche Wege einzuschlagen. 


Pastor Roland Bohnen  
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Dienstag, 21. September 2021

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. (Mt 9,12)

Heiliger Matthäus – Fest 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,9-13

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.

Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.

Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?

Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.



Tagesimpuls:

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.  (Mt 9,12) 

Vielleicht gibt es Menschen, die körperliche Krankheiten haben und durch dieses Wort getröstet werden. Jesus will unser Arzt sein. Ebenso ist es für Menschen, die psychische Leiden haben. Eigentlich kann man mit aller Art von Leiden zu Jesus kommen. Bei Matthäus war es weder körperlich noch psychisch, sondern bei ihm war es die Sünde. Er hielt sich nicht an die Gebote Gottes, er war ein öffentlicher Sünder. Wenn man in der Sünde gefangen ist, dann ist man auch krank, dann braucht man auch den Arzt. 

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Fragen wir uns: Wo ist mein größtes Leiden? Ist es körperlich, ist es seelisch, ist es eine Gefangenschaft, aus der ich nicht herauskomme? Oder ist es das Leiden anderer Menschen, dass mich so sehr trifft, dass es mich mit ihnen zu Boden wirft? Was es auch ist, wir sollen zu Jesus kommen, denn er ist unser Arzt. 

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

Jesus hält Mahl mit uns Sündern. Das ist ein Hinweis auf die Eucharistie, das Mahl Jesu mit den Sündern. Die Kirche ist sozusagen unser Krankenhaus, wo wir alle zusammenkommen, auch die selbstgerechten Pharisäer, deren Krankheit der Stolz ist. In der Kirche treffen wir uns, kommen wir zusammen und beten füreinander und Jesus ist unser Arzt. 

Gebet: 
Jesus, wir danken dir, dass du unser Arzt bist. Wir dürfen zu dir kommen mit unseren Krankheiten, welcher Natur sie auch immer sind. Jesus wir vertrauen auf dich. Du wirst uns heilen. Danke, dass du alle Sünder zum Mahl einlädst, sogar die Stolzen, die meinen, gesund zu sein. 



Pastor Roland Bohnen  
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Roland Bohnen
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Montag, 20. September 2021

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint. (Lk 8,18)

25 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,16-18

In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen.

Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt.

Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.



Tagesimpuls:

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.  (Lk 8,18) 

Der Zusammenhang ist das Gleichnis vom Sämann. Es geht um das Hören des Wortes Gottes und darum, dass man Frucht bringt. Hierbei geht es entweder bergauf oder bergab. Jesus erklärt: Wenn es nicht bergauf geht, dann geht es unweigerlich bergab, es gibt kein Stehenbleiben auf einem Niveau. 

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

Zunächst macht er uns Mut: Das Verborgene Samenkorn wird wachsen, es wird Frucht bringen, es bleibt nicht verborgen, es will leuchten. Dann fasst er die ganze Rede noch mal zusammen: „Gebt acht, wie ihr zuhört". Ja, um das Zuhören ging es die ganze Zeit. Wir hören das Wort Gottes, und entweder es geht beim einen Ohr herein und direkt beim anderen Ohr wieder heraus, oder es sinkt ein wenig ein, wird dann aber bald wieder unterdrückt oder verdrängt, oder es sinkt in guten Boden und bringt Frucht. Wer nicht gut zuhört, wer es nicht einsinken lässt, der wird auch das Wenige noch verlieren, was er zu haben scheint, d.h. bei ihm wird es weiter bergab gehen. 

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

Wir kennen das aus unserem Leben. Wenn man spürt, dass man umkehren muss, dann geht es bergab. Und wenn man umgekehrt ist, meist durch das Sakrament der Beichte, dann geht es wieder bergauf. Daher sollte man die Umkehr nicht hinausschieben. Wenn man einmal auf der Spirale nach unten ist, dann muss man so schnell wie möglich wieder umkehren. Wir können uns nicht auf einer Ebene der Kompromisse über Wasser halten. Wir werden immer mehr nach unten rutschen, bis wir wieder umkehren. Und dann wird uns wieder immer mehr gegeben, dann sind wir wieder im Wachstum. 

Gebet: 
Jesus, es ist gut, dass du so kompromisslos bist. Entweder wir sind im Wachstum, oder wir verlieren. Es gibt keinen Mittelweg. Jesus, ich will immer wieder zu dir umkehren. Hilf mir dabei. Ich will auf dieser Wachstumsstraße bleiben. Hilf mir, dass ich nicht zurückfalle in die Sünde und in falsche Wege. 


Pastor Roland Bohnen  
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Samstag, 18. September 2021

Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr. (Mk 9,30)

25 Sonntag im Jahreskreis   

Evangelium                                                                                                  Mk 9, 30–37

In jener Zeit
30 zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa.
Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr;
31denn er belehrte seine Jünger
und sagte zu ihnen:
Der Menschensohn
wird in die Hände von Menschen ausgeliefert
und sie werden ihn töten;
doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
32Aber sie verstanden das Wort nicht,
fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen.
33Sie kamen nach Kafárnaum.
Als er dann im Haus war,
fragte er sie: Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochen?
34Sie schwiegen,
denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen,
wer der Größte sei.
35Da setzte er sich,
rief die Zwölf
und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will,
soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
36Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
nahm es in seine Arme
und sagte zu ihnen:
37Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt,
der nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt,
der nimmt nicht nur mich auf,
sondern den, der mich gesandt hat.

Tagesimpuls:

Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr.  (Mk 9,30) 

Mir fällt auf, wie wichtig es Jesus ist, mit den Jüngern ungestört zu sein. Bei der ersten Leidensankündigung ging Jesus mit den Jüngern weit weg nach Cäsarea Philippi, um mit ihnen ungestört zu sein. Jetzt bleibt er zwar in Galiläa, achtet aber trotzdem darauf, dass sie ihre Ruhe haben, um über ein wichtiges Thema zu sprechen. Mir wird bewusst, wie wichtig solche Zeiten auch für uns sind. Wir brauchen alle diese Momente, wo wir ungestört mit Jesus sind, damit er uns wichtige Dinge offenbaren und erklären kann. 

Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr.

Ebenso wichtig ist das Gespräch. Wir sehen, wie sehr sich Jesus um dieses Gespräch bemüht, wie viele Schwierigkeiten aber die Jünger dabei haben. Die Jünger können ihre Fragen nicht stellen, sie trauen sich nicht. Später sucht Jesus von sich aus das Gespräch, aber die Jünger schweigen. So ist es heute auch vielfach. Ich habe immer wieder Menschen zu Glaubensseminaren eingeladen, bei denen auch Kleingruppengespräche eingeplant sind. Dann fragen mich Leute: „Muss man da was sagen? Dann gehe ich da nicht hin." Man wäre bereit, einen Vortrag anzuhören, aber man traut sich nicht, in einer Gruppe über den Glauben zu sprechen. Wenn es Jesus nicht wichtig wäre, hätte er das Gespräch nicht gesucht. Und wenn es Jesus wichtig ist, dann heißt das, dass es für uns wichtig ist. Wir brauchen Glaubensgespräche, um unseren Glauben zu festigen und zu vertiefen. 

Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr.

Es geht inhaltlich um das Leiden, das heißt um unsere Erprobung. Damit unser Glaube standhält, damit unser Glaube belastbar ist, dazu brauchen wir diese ungestörten Gespräche. Wer nur zur Messe geht, wer sich nie auf diese Gespräche einlässt, läuft Gefahr, dass sein Glaube nicht die Festigkeit bekommt, die er haben müsste, um in den stürmischen Zeiten, die auf uns zukommen, standhalten zu können. 

Gebet: 
Jesus, für mich ist es interessant, zu erkennen, wie wichtig dir diese Kleingruppengespräche sind. Du willst ungestört mit uns über das Leiden reden können, das uns allen bevorsteht. Du willst nicht, dass unser Glaube in der ersten Prüfung zusammenbröckelt. Jesus, ich will mich für diese ungestörten Zeiten mit dir in kleinen Gruppen öffnen, ich will entsprechende Angebote schaffen. Ich bitte dich, dass immer mehr Christen sich darauf einlassen können. 


Pastor Roland Bohnen  
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Freitag, 17. September 2021

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen. (Lk 8,3)

24 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,1-3

In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn,

außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren,

Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.



Tagesimpuls:

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen. (Lk 8,3) 

Männer und Frauen begleiten Jesus. Jeder unterstützt ihn auf seine Weise, mit dem, was er hat. Es ist sehr wichtig für uns, dass die Frauen hier ausdrücklich erwähnt werden. Es ist nicht so, dass sie nur eine Nebenrolle im Reich Gottes spielen würden. Denken wir an Maria. Sie hat neben Jesus sogar die Hauptrolle. Und so haben alle Frauen eine sehr wichtige Rolle. Es ist nicht die der Männer. Die Männer sind die Apostel, die späteren Bischöfe, Priester und Diakone. Sie repräsentieren Jesus Christus. So wie die Apostel die Rolle Christi in der Kirche weiter repräsentieren, so haben die Frauen eine sehr wichtige Rolle in Bezug auf den Heiligen Geist. Dies wird ausgeführt in einem Vortrag von Prof. Nina Heeremann, den sie vor kurzem bei einem Seminar bei uns gehalten hat.[1]

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

Wir sollen Jesus unterstützen mit dem, was wir besitzen. Das sind unsere Talente, auch unser finanzielles Vermögen. Jeder hat andere Begabungen. In der heutigen Zeit ist es auch wichtig, dass wir Jesus unsere Zeit schenken, z.B. für ein Ehrenamt in der Gemeinde. Viele halten sich an die Zehn-Prozent-Regel. Man schenkt Jesus zehn Prozent seines Einkommens. Man kann Jesus auch zehn Prozent seiner Zeit schenken, oder man könnte vielleicht besser sagen, einen bestimmten Prozentsatz, einen bestimmten Teil seiner Zeit. In Bezug auf die Kirche können wir uns nicht darauf verlassen, dass die anderen alles machen, und ich nur profitieren könnte. Die Kirche lebt nur, ja sie existiert nur, wenn Menschen sich einbringen und mitmachen. So könnte sich jeder prüfen: Unterstütze ich Jesus auch mit dem, was ich besitze? 

Gebet: 
Jesus, ich will dich unterstützen. Ich danke dir dafür, dass du mich so geschaffen hast, wie ich bin, als Mann oder als Frau. Ich danke dir, dass jeder seine eigene Art hat, dich zu unterstützen. Ich danke dir, dass du mich um Unterstützung bittest. Ich will dich unterstürzen, deine Kirche unterstützen, damit dein Leib lebendig sein kann, ein Ort, zu dem viele kommen können. 

Pastor Roland Bohnen  
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 [1]https://kirche-selfkant.de/die-berufung-der-frau-im-lichte-der-dreifaltigkeit/

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Donnerstag, 16. September 2021

Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. (Lk 7,47)

24 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,36-50

In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch.

Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl

und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.

Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist.

Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister!

Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.

Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?

Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht.

Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet.

Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst.

Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.

Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.

Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.

Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?

Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!



Tagesimpuls:

Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat.   (Lk 7,47) 

Weil der Sünderin mehr vergeben worden ist, liebt sie mehr. Weil sie mehr liebt, wird ihr vergeben. Ich vermute, Jesus will hier einen Kreislauf darstellen, von dem man nicht sagen kann, was am Beginn steht. Ich denke an die Frage, was eher war, das Huhn oder das Ei. Wer Jesus mehr liebt, dem wird mehr vergeben. Aber wem mehr vergeben wird, der liebt auch mehr. 

Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. 

Es ist wohl interessant, zu erkennen, dass man mehr oder weniger vergeben bekommen kann, ähnlich wie man mehr oder weniger stark lieben kann. Die Liebe ist der unendlichen Steigerung fähig, da gibt es nicht nur Ja oder Nein, sondern ein immer mehr. Und bei Vergebung scheint es ähnlich zu sein. Kann das der Grund sein, warum wir immer wieder beichten gehen, ohne das sich scheinbar viel ändert? Es gibt bei Reue, Liebe und Vergebung eine Steigerung. Man kann also sehr intensiv oder sehr oberflächlich Buße tun. 

Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. 

Wenn das so ist, dann müssten wir uns nicht nur eine intensive Liebe wünschen, sondern auch eine intensive Buße, eine intensive Reue, eine intensive Vergebung. Oft wird gesagt, beim Glauben würden die Gefühle keine Rolle spielen. Aber dieser Standpunkt scheint mir gefährlich zu sein. Wir wollen uns und unsere Mitchristen nicht zur Oberflächlichkeit ermutigen. Es ist etwas anderes, ob jemand unter Tränen eine Sünde beichtet, oder ob jemand – fast routinemäßig – zum Beichten geht, ganz zu schweigen davon, dass viele gar nicht sakramental beichten. In den Augen Jesu und auch in unserem eigenen Erleben gibt es da gewaltige Unterschiede. Geben wir uns nicht mit der Oberflächlichkeit zufrieden! 

Gebet: 
Jesus, bei mir läuft vieles viel zu oberflächlich. Ich finde mich sehr viel in dem Pharisäer wieder. Ich beichte nicht unter Tränen meine Sünden. Jesus, dein Heiliges Evangelium weckt in mir die Sehnsucht, tiefer zu gehen mit dir. Hilf mir, mehr zu lieben, mehr zu bereuen, intensiver umzukehren, so wie die Sünderin. 


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Mittwoch, 15. September 2021

Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. (Joh 19,27)

Gedächtnis der Schmerzen Mariens


EVANGELIUM

Joh 19, 25-27



In jener Zeit
25standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.
26Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!
27Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Tagesimpuls:

Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.  (Joh 19,27) 

Jesus schenkt uns seine Mutter, und wir sollen sie zu uns nehmen, in unser Haus, in unser Herz, in unser Leben. Johannes hat sie in sein Haus aufgenommen, so wie schon Josef sie zuvor aufgenommen hatte in sein Herz und in sein Leben. Josef hatte etwas gezögert, aber dann sprach Gott zu ihm: „Fürchte dich nicht, Maria aufzunehmen!" (Mt 1,20) Manche haben vielleicht auch erst noch gezögert, manche zögern vielleicht auch heute noch. Aber es ist seine Stimme, es ist der Herr, der ruft. Er gab sie Josef, er gab sie Johannes, und er gibt sie auch uns, jedem von uns. 

Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Pfingsten war Maria dabei. Sie ist die Braut des Heiligen Geistes. Sie ist vollkommen erfüllt mit Gnade. Sie hilft den Jüngern, sich auf den Empfang des Heiligen Geistes vorzubereiten. Ich glaube, dass Maria auch eine sehr wichtige Rolle spielt, uns als Kirche auf die Endzeit vorzubereiten. So wie sie unentbehrlich war beim ersten Kommen Jesu, so ist sie unentbehrlich bei seiner Wiederkunft. Maria wird uns helfen, eins zu werden, und sie wird uns helfen, den Heiligen Geist in seiner ganzen Fülle unter uns wirken zu lassen. Sie wird die Braut Christi zubereiten für den Tag seiner Wiederkunft. Sie ist selbst die Braut Christi, und mit ihr in Verbindung mit dem Wirken des Heiligen Geistes werden auch wir die Braut Christi. Diese Gedanken sind nicht von mir persönlich, sondern sinngemäß vom Heiligen Ludwig Maria Grignon von Montfort. 

Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Ich will Maria heute neu aufnehmen in mein Leben. Ich will an der Seite des Heiligen Josef Maria aufnehmen. Ich will an der Seite des Heiligen Johannes, mit allen Aposteln mit allen Jüngern Jesu Maria aufnehmen. 

Gebet: 
Jesus, du hast uns Maria geschenkt, sie ist Teil deiner Kirche, nicht mehr zu übertreffen an Heiligkeit. Sie stand dir am nächsten, gemeinsam mit dem Heiligen Josef. Ich will in ihre Schule gehen und gemeinsam mit dir dich anbeten, gemeinsam mit ihr erfüllt werden vom Heiligen Geist. Ich will von ihr lernen, mich ganz zu öffnen. Ich will von ihrer Reinheit empfangen, sozusagen abfärben. Ich will von ihrer glühenden Liebe zu dir und zum Heiligen Josef empfangen, so dass ich Gott und die Menschen lieben lerne, wie sie es getan hat. 


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Dienstag, 14. September 2021

So muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. (Joh 3,14f)

Kreuzerhöhung – Fest 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 3,13-17

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.

Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,

damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.



Tagesimpuls:

So muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.  (Joh 3,14f) 

Jesus ist am Kreuz erhöht, wir können zu ihm aufschauen. „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben", heißt es in Sacharja 12,10. Ja, wir sollen auf Jesus blicken, der erhöht am Kreuz ist. Wir sollen ihn anschauen, an ihn glauben und in ihm ewiges Leben geschenkt bekommen. 

So muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.

Wir können uns heute vornehmen, auf den Gekreuzigten zu schauen. Zum Glück gibt es in unserer Umgebung noch viele Kreuze, zuhause und auch in vielen Räumen und in der Öffentlichkeit. Schauen wir immer wieder auf das Kreuz, wenn möglich, verweilen wir beim Kreuz, um etwas länger auf Jesus zu schauen. 

So muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.

Wir können auch im Alltag aufs Kreuz schauen. Immer, wenn mich ein Schmerz trifft, kann ich auf Jesus schauen. Ich kann mit ihm sprechen: „Jesus, du hast einen ähnlichen Schmerz erlebt." Im Leben Jesu findet man fast jeden Schmerz, den wir auch erleben: Körperliche Schmerzen bei der Kreuzigung, im Stich gelassen werden, Unrecht erleiden usw. Man kann sich bei jedem Schmerz mit Jesus identifizieren und feststellen, dass Jesus diesen Schmerz auch kennt. Dann kann man seinen Schmerz an Jesus, der am Kreuz erhöht ist, abgegeben und unter das Kreuz legen. So können wir immer wieder auf den Gekreuzigten schauen. 

Gebet: 
Jesus, ich will heute auf dich schauen. Ich will dir nah sein unter deinem Kreuz. Ich will mich in deinen Wunden bergen. Ich will das ewige Leben empfangen, was du mir dort schenkst. Ich danke dir besonders für die Messe, in der ich deinem Kreuz ganz nah bin. 


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Montag, 13. September 2021

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. (Lk 7,7)

24 Woche im Jahreskreis    Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,1-10

In jener Zeit als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein.

Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte.

Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten.

Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst;

denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut.

Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst.

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden.

Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.

Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.

Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.



Tagesimpuls:

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen.  (Lk 7,7)

Hier ist ein sehr mächtiger und sehr wohlhabender Mann, der sich vor Jesus vollkommen verdemütigt. Für ihn ist Jesus eine große Respektsperson, und er selbst fühlt sich nicht würdig, Jesus zu bemühen oder zu belästigen. Jesus soll nur ein Machtwort sprechen, damit sein Diener geheilt wird. Diese Demut berührt mich, obwohl die Vernunft ja sagt, dass jeder zu Jesus kommen darf, dass jeder sich ihm nähern darf. 

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen.

Aber was ist es, dass diese Haltung des vornehmen Hauptmanns trotzdem so ansprechend, so berührend macht? Es ist die Tatsache, dass er Jesus anerkennt als der, der er ist, als Gott. Er glaubt an Jesus, und deshalb zeigt er Jesus so großen Respekt. Für ihn ist Jesus Gott, der höchste König, der der alle Macht hat. 

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen.

Wir haben in unserer Beziehung zu Jesus beide Elemente, nicht nur die Nähe, sondern auch den Respekt. Wir machen z.B. eine Kniebeuge, und wir nehmen seine Nähe nicht als selbstverständlich an, sondern als sein großes Geschenk. Das Gegenteil kann man auch beobachten. Mitunter haben Menschen keinen Respekt vor Jesus. Sie bitten ihn zwar um etwas, vor allem, wenn sie in Not sind. Aber es ist so, als würde es irgendwo etwas umsonst geben, dass man sich noch schnell mitnimmt. Darin steckt zwar ein Funke von anfanghaften Glauben, dass Jesus etwas bewirken könnte, aber es ist völlig respektlos. Jesus wird nicht als Gott und Herr anerkannt. Man will Jesus quasi nur ausnutzen. 

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen.

Lassen wir uns von der Demut des Hauptmanns ansprechen! Es ist gut, dass wir heute mehr die Nähe Jesu betonen. Er selbst sagte: „Kommt alle zu mir!" Er lässt sich berühren. Aber trotzdem sollten wir den Respekt behalten. Er ist Gott, und wenn er uns seine Nähe schenkt, dann ist das eben ein sehr großes Geschenk, und keine Selbstverständlichkeit. 

Gebet: 
Jesus, ich durfte deine Nähe kennenlernen. Vielleicht habe ich auch zu wenig Respekt. Ich nehme alles für selbstverständlich. Jesus, ich bewundere den Respekt des Hauptmanns. Er erkennt dich wirklich als Gott an, als den Allerhöchsten. So will ich dich auch anerkennen. Und ich will dir Zeichen des Respekts schenken, z.B. die Kniebeuge, ebenso wie Zeichen der Nähe. 


Pastor Roland Bohnen  
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Roland Bohnen
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Samstag, 11. September 2021

Tritt hinter mich. (Mk 8,33)

24 Sonntag im Jahreskreis  

Evangelium                                                                                Mk 8, 27–35

In jener Zeit
27ging Jesus mit seinen Jüngern
in die Dörfer bei Cäsaréa Philíppi.
Auf dem Weg fragte er die Jünger:
Für wen halten mich die Menschen?
28Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer,
andere für Elíja,
wieder andere für sonst einen von den Propheten.
29Da fragte er sie: Ihr aber,
für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus!
30Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen.
31Dann begann er, sie darüber zu belehren:
Der Menschensohn muss vieles erleiden
und von den Ältesten,
den Hohepriestern und den Schriftgelehrten
verworfen werden;
er muss getötet werden
und nach drei Tagen auferstehen.
32Und er redete mit Freimut darüber.
Da nahm ihn Petrus beiseite
und begann, ihn zurechtzuweisen.
33Jesus aber wandte sich um,
sah seine Jünger an
und wies Petrus mit den Worten zurecht:
Tritt hinter mich, du Satan!
Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will,
sondern was die Menschen wollen.
34Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich
und sagte:
Wenn einer hinter mir hergehen will,
verleugne er sich selbst,
nehme sein Kreuz auf sich
und folge mir nach.
35Denn wer sein Leben retten will,
wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen
und um des Evangeliums willen verliert,
wird es retten.

Tagesimpuls:

Tritt hinter mich.  (Mk 8,33) 

Wir sollen hinter Jesus hergehen, im nachfolgen. Wir haben viele eigene Ideen und Wünsche, wir machen viele Dinge, aber folgen wir Jesus nach? Gehen wir auf den Wegen, die er uns führen will? Tun wir die Dinge, die wir tun sollen vom ihm aus? Das kann man nur im Einzelfall entscheiden. Aber wir können eine grundsätzliche Entscheidung treffen: „Jesus, ich will dir nachfolgen. Ich will tun, was du willst. Ich will meinen eigenen Willen hinter deinen zurückstellen." 

Tritt hinter mich.

Das Gegenteil wäre: Ich lebe mein Leben, so wie ich es für richtig halte, suche aber immer wieder Gottes Segen. Gott soll mich segnen und meine Wünsche erfüllen. Er soll mein Leben begleiten, aber so, wie ich es will. Dr Unterschied ist: Wer hat zu sagen? Jesus oder ich selbst? Wenn man diese Grundentscheidung getroffen hat, dass man Jesu Jünger sein will, das er der Meister ist, dass er zu sagen hat, dann ist man zumindest bemüht, den Willen Gottes zu tun. Dann betet man nicht nur aus Tradition „dein Wille geschehe", sondern man meint es wirklich so. 

Tritt hinter mich.

Das heißt nicht, dass man dann immer den Willen Gottes tut. Wir bleiben Sünder, auch wenn wir eine Entscheidung getroffen haben, Jesus als unseren Meister anzunehmen. Aber wir bemühen uns. Wir stehen unter diesem Anspruch. Vor allem: Wir suchen seinen Willen. Für mich ist ein schönes Beispiel das Suchen einer Liebesbeziehung. Es ist ein Unterschied, ob jemand einfach jemanden kennenlernt und sich verliebt, oder ob jemand den Willen Gottes sucht. Wer den Willen Gottes sucht, der kann manchen Versuchungen widerstehen, der lässt sich nicht einfach von seinen Gefühlen treiben. So wie in diesem Beispiel, so kann man es auf alle Lebenssituationen übertragen. Gehe ich einfach intuitiv meinen Lebensweg, so wie es gerade auskommt, wie es sich entwickelt, wie mich meine Gefühle verleiten, oder suche ich den Willen Gottes? Wir sollten uns entscheiden, Jesu Jünger zu sein, hinter Jesus herzugehen, auch wenn es nicht immer der leichtere Weg ist. Jesus geht den Kreuzweg, und Petrus hat Probleme das zu akzeptieren. Genauso ist es bei uns. Wenn wir Jünger Jesu sind, dann müssen wir auch immer wieder Ja sagen zum schwereren Weg. 

Gebet: 
Jesus, ich habe eine Grundentscheidung getroffen, dass ich dein Jünger sein will, dass ich deinen Weg gehen will. Ich will nicht einfach spontan in den Tag hinein leben, sondern ich will nach deinem Willen fragen. Salomo wurde von Gott sehr gelobt, weil er um Weisheit gebetet hat, weil er den Willen Gottes kennenlernen wollte. Jesus hilf mir, dass ich den Willen Gottes immer wieder klar erkenne. Hilf mir aber auch, dass ich die Kraft finde, den Willen Gottes zu tun. Und bitte verzeih mir, dass ich trotz der Grundentscheidung für dich doch immer wieder gesündigt habe. 


Pastor Roland Bohnen  
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Freitag, 10. September 2021

Den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? (Lk 6,41)

23 Woche im Jahreskreis    Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 6,39-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?

Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein.

Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.



Tagesimpuls:

Den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?  (Lk 6,41) 

Hier muss ich wieder an die Menschen denken, die sagen, dass sie sich keiner Sünden bewusst sind. Wahrscheinlich sehen sie den Balken nicht. Ich sollte aber nicht über andere urteilen. Sehe ich meinen Balken? Ich sehe durchaus Sünden bei mir. Aber vielleicht gibt es dort auch noch Balken, die ich nicht sehe. Was können wir tun? 

Den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Ich denke, wir könnten Jesus um Sündenerkenntnis bitten. Paulus sagt einmal: „Die Liebe schuldet ihr einander immer" (Röm 13,8). Jesus wird uns offenbaren, wo wir zu wenig geliebt haben, wo wir noch wachsen könnten. Wenn ich wachsen will, wenn ich will, dass meine Liebe tiefer wird, dass ich mehr Jesus ähnlich werde, dann wird Jesus mir dabei helfen. Wenn ich Angst habe, wie der Diener, der sein Talent vergraben hat, wenn ich nur möchte, dass sich möglichst wenig ändert, wenn ich einfach nur will, dass nichts Schlimmes passiert und dass ich meine Ruhe habe, dann werde ich keine Sündenerkenntnis bekommen, dann werde ich nicht wachsen. Dann werde ich am Ende meines Lebens immer noch nur das eine Talent haben. 

Den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Vielleicht denkt einer auch, er hätte keine Sünden, weil er die kleinen Dinge nicht als Sünden betrachtet. Vielleicht ist es auch nicht richtig, dass ich von Sünden spreche, denn Jesus spricht ja vom Balken. Ob man es nun Sünde nennt oder nicht, es geht darum, ob ich offen dafür bin, in der Liebe zu wachsen, oder ob mein größtes Interesse darin besteht, dass alles so bleibt wie es ist. Wenn ich offen für Wachstum bin, dann wird Jesus mir zeigen, wo ich mich weiterentwickeln kann, wo noch Balken entfernt werden können. Ich empfehle jedem, dafür zu beten, dass wir wachsen in der Liebe, so wie es z.B. auch am Anfang des Rosenkranzes gebetet wird: Der die Liebe in uns entzünden möge. 

Gebet:
Jesus, bitte lass mich in der Liebe wachsen, bitte zeige mir, wo ich mich weiterentwickeln kann und soll, damit ich dir immer ähnlicher werde. Zeige mir meine Sünden oder meine Balken, die ich entfernen soll. Lass alle Umstände dazu dienen, dass ich mich weiterentwickele, dass die Liebe in mir wächst. 


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Donnerstag, 9. September 2021

Betet für die, die euch misshandeln. (Lk 6,28)

23 Woche im Jahreskreis    Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 6,27-38

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.

Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln.

Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.

Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.

Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.

Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.

Und wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder.

Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen.

Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.



Tagesimpuls:

Betet für die, die euch misshandeln.  (Lk 6,28) 

Zum Glück kommt es nicht so oft vor, dass wir körperlich misshandelt werden. Aber mit Worten werden wir wahrscheinlich immer wieder misshandelt. Menschen werfen uns Dinge vor, die nicht stimmen, Menschen sind böse auf uns, obwohl sie den Grund bei sich selbst suchen müssten. Immer wieder macht man uns ungerechte Vorwürfe, oder man versucht, unser Ansehen bei anderen zu beschädigen. Wir versuchen dann meist, uns zu rechtfertigen. Wir versuchen, anderen gegenüber klarzustellen, wie es wirklich war, und dabei reden wir dann schlecht über die Personen, die uns verletzt haben. Jesus möchte, dass wir einen anderen Weg gehen: 

Betet für die, die euch misshandeln.

Der Heilige Gregor der Große schreibt einmal: „Dann wieder muss ich mit Gleichmut gewisse Räuber dulden oder ihnen begegnen mit dem Bemühen, die Liebe zu wahren." Hiermit drückt er die christliche Haltung aus, die Jesus in der Bergpredigt beschreibt. Wir müssen einfach Geduld haben und viele Dinge hinnehmen, die wir nicht ändern können. Der Unterschied zum stoischen Gleichmut ist es, dass wir für die Menschen, die uns wehtun, beten, dass wir auf gute Lösungen hoffen, weil wir an die Kraft Gottes glauben. Menschlich betrachtet gibt es oft keine Lösung. Wir wissen nicht weiter, sehen nicht, was jetzt noch helfen könnte. Aber dann erinnern wir uns an den Ratschlag Jesu: 

Betet für die, die euch misshandeln.

Gebet: 
Jesus, ich finde mich auch in Situationen vor, wo ich keine Lösung weiß. Ich will mich nicht immer rechtfertigen, will nicht mit Gewalt mein Recht suchen. Bitte hilf mir, Dinge in Geduld hinzunehmen im Vertrauen auf dich. Jesus, ich bete für alle Menschen, die mir weggetan haben, besonders für die Situationen, wo ich keine Lösung habe. Ich lege alles in deine Hände, ich vertraue auf dich. 


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Mittwoch, 8. September 2021

Von ihr wurde Jesus geboren. (Mt 1,16)

Maria Geburt   Fest 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 1,1-16.18-23

Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:

Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern.

Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. Perez war der Vater von Hezron, Hezron von Aram,

Aram von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon.

Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. Obed war der Vater von Isai,

Isai der Vater des Königs David. David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war.

Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa,

Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija.

Usija war der Vater von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija,

Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija.

Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.

Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiel, Schealtiel von Serubbabel,

Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor.

Azor war der Vater von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud,

Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob.

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.

Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.

Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:

Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.



Tagesimpuls:

Von ihr wurde Jesus geboren.  (Mt 1,16) 

Damit Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch ist, erwählt Gott für ihn eine menschliche Mutter. So hat er wirklich unser Fleisch angenommen, hat eine echte Mutter, Großeltern, usw., er ist eingetreten in die Linie der Vorfahren. Auf diese Weise erlöst er seine Familie und die ganze Menschheitsfamilie. 

Von ihr wurde Jesus geboren.

Entsprechend gibt es auch heute die Praxis, für die Eltern, Großeltern und andere Vorfahren zu beten, Messen zu feiern und sie in die Hände Gottes zu legen, damit sie ganz erlöst werden. Jesus ist der Erlöser, aber durch unsere Gebete nehmen wir das kostbare Blut Jesu an und wirken mit seiner Erlösung mit. 

Von ihr wurde Jesus geboren.

Maria ist Vorbild im Mitwirken mit Jesu Erlösung. Sie sagt ihr Ja zu Gott, damit Gott an ihr wirken kann. Unser Mitwirken besteht im Annehmen und im Gebet für die Menschen. Beim priesterlichen Gebet (im Sinne des allgemeinen Priestertums aller Gläubigen) schließen wir uns an Jesu Fürbitte an, der unser Hohepriester ist. Er bittet immer für uns zum Vater. Aber damit sein Erlösungswerk ankommen kann in der Welt, braucht Jesus unsere Fürbitte. Maria hat die Gnade Gottes vollkommen angenommen. Wenn wir viel Gemeinschaft mit ihr haben, dann kann sie uns helfen, die Gnaden anzunehmen, die Gott uns schenken will. Wir dürfen und sollen uns gegenseitig helfen, füreinander einstehen, miteinander beten. Je mehr wir Gemeinschaft leben miteinander und vor allem auch mit Maria, umso besser kann die Gnade zu uns fließen, umso mehr können wir Gottes Erlösungsgnaden annehmen. 

Gebet: 
Jesus, heute feiern wir den Geburtstag deiner Mutter. Wir freuen uns mit dem ganzen Himmel über dieses schöne Fest. In Gemeinschaft mit Maria wollen wir alle Gnaden annehmen, die du uns schenken möchtest. 


Pastor Roland Bohnen  
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