Samstag, 25. Januar 2020

Kommt her, folgt mir nach! (Mt 4,19)

03 Sonntag im Jahreskreis  

 

EVANGELIUM

Mt 4, 12-23

 

12Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück.

13Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali.

14Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:

15Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa:

16das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.

17Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

18Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer.

19Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

20Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

21Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie,

22und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

23Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

 

 

Tagesimpuls:

 

Kommt her, folgt mir nach!  (Mt 4,19)

 

Jesus ruft uns auf einen neuen Weg. Wir sollen umkehren. Der Ruf zur Umkehr steht ganz am Anfang. Manche haben eine spektakuläre Bekehrung erlebt. Sie waren vorher auf einem ganz falschen Weg. Aber gilt der Ruf zur Umkehr nur für diese großen Lebenswenden? Was können wir damit anfangen? Müssen wir nicht alle immer umkehren, um Jesus nachzufolgen?

 

Kommt her, folgt mir nach!

 

Ich glaube, dass wir immer in der Gefahr sind, abgelenkt zu werden von Jesus. Wir wenden unseren Blick immer wieder auf das Weltliche, auf die Sorgen, auf die Genüsse, auf, dass, was wir gern so hätten, wie wir es wollen. Und dann kommen wir in Stress. Dann ist es wieder Zeit, umzukehren, auf Jesus zu blicken. So könnte die kleine tägliche Umkehr aussehen: Immer wieder den Blick neu auf Jesus richten, mit ihm durchs Leben gehen, uns von ihm führen zu lassen.

 

Kommt her, folgt mir nach!

 

Dabei können wir Jesus auch unsere Schwäche und Ohnmacht schenken. In allem, auch im Scheitern, können wir unseren Blick auf Jesus gerichtet haben. So wird er uns tragen und am Ende doch zu unserem Ziel führen, auch wenn wir heute noch mit unseren Schwächen zu kämpfen haben. Solange wir unseren Blick auf Jesus gerichtet halten, kann alles gut werden.

 

Gebet:

Jesus, ich will immer umkehren zu dir. Du sagst auch mir: „Komm her!" Ja, ich will zu dir kommen, ich will bei dir bleiben. Und wenn ich mich von dir entferne, dann will ich schnell zu dir zurückkommen. Danke, dass du mich auf deinem Weg führst, den ich gern mit dir mitgehen will.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
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