Dienstag, 20. Februar 2024

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. (Mt 6,8)

01 Woche der Fastenzeit     Dienstag

 

EVANGELIUM

Mt 6, 7-15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

7Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.

8Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

9So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt,

10dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.

11Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.

12Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.

13Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.

14Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.

15Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

 

 

Tagesimpuls:

 

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.  (Mt 6,8)

 

Wir sollen zu unserem Vater beten und auch bitten. Jesus sagte es auch an anderen Stellen, z.B. in Mt 7,7: „Bittet, und ihr werdet empfangen!" Der Sinn des Bittens ist nicht, dass wir Gott mitteilen müssten, was wir brauchen. Gott weiß das. Aber durch das Bitten stellen wir die Beziehung zu ihm her, und durch diese Beziehung öffnen wir uns für das Empfangen. Das Bittgebet ist die Weise, wie wir übernatürliche Gaben empfangen von Gott. Wenn wir nicht bitten würden, dann würden wir uns nicht für das Übernatürliche öffnen, und dann könnte Gott es uns nicht schenken. 

 

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

 

Wir müssen Gott durch unsere Bitten auch nicht gnädig stimmen. Gott will uns so viel wie möglich schenken, er würde nie etwas zurückhalten. Wir müssen ihn nicht umstimmen, damit er bereit ist, uns seine Gaben zu schenken. Durch das Bittgebet öffnen wir die Türen, damit seine Gnaden fließen können. Es ist wie, wenn man die Wasserleitung aufdreht. Oder wie, wenn unser himmlischer Vater uns Millionen auf unser Bankkonto überwiesen hätte und uns bittet, dass wir das Geld abholen bei der Sparkasse. Ja, er bittet uns: Bitte holt es euch ab, es ist alles da für euch! Durch das Bittgebet holen wir es uns dann ab. 

 

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

 

Wenn wir die Gnaden scheinbar nicht bekommen, ist das für uns eine Prüfung. Das Schlimmste ist, wenn wir dann aufhören zu glauben. Wir sollten vielmehr weiter beten, damit die Gnaden noch mehr fließen können. Unser Unglaube wäre ein großes Hindernis für das Fließen der Gnaden. Das zweite Hindernis ist, wenn wir jemandem nicht vergeben. Solange Hass, Ärger und Groll in unserem Herzen sind, können die Gnaden nicht fließen. Daher betont Jesus am Ende seiner Rede, wie wichtig die Vergebung ist. 

 

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

 

Eine praktische Erfahrung, die den Glauben bei mir gestärkt hat, ist eine Gebetsliste. Und hinter die erhörten Gebete mache ich mit großer Freude ein Häkchen. Als ich das begonnen habe, hat Gott das bei mir sehr gesegnet. Er will, dass wir konkret beten, nicht nur diffus und allgemein. 

 

Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

 

In den Eingebungen an einen Mönch – im Buch „In Sinu Jesu" – sagt Jesus: „Gebt mir eure Gebete, ich gebe euch die Lösungen." Wir sollen Jesus unsere Gebete bringen, aber nicht schon unsere fertigen Lösungen. Für die Lösungen sorgt er, manchmal ganz anders, als wir es uns vorstellen. Wir sollen ihm nur unsere Bitten bringen, dann sorgt er für die Lösungen. 

 

Gebet: 

Jesus, ich danke dir für alle positiven Erfahrungen mit dem Bittgebet. Bitte lass mich im Glauben nie nachlassen! Hilf mir, im Glauben zu wachsen und verzeih allen Unglauben in mir! Bitte zeige mir, wem ich verzeihen muss, damit deine Gnaden mehr fließen können! 

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org 

 

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