Montag, 20. September 2021

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint. (Lk 8,18)

25 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,16-18

In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen.

Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt.

Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.



Tagesimpuls:

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.  (Lk 8,18) 

Der Zusammenhang ist das Gleichnis vom Sämann. Es geht um das Hören des Wortes Gottes und darum, dass man Frucht bringt. Hierbei geht es entweder bergauf oder bergab. Jesus erklärt: Wenn es nicht bergauf geht, dann geht es unweigerlich bergab, es gibt kein Stehenbleiben auf einem Niveau. 

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

Zunächst macht er uns Mut: Das Verborgene Samenkorn wird wachsen, es wird Frucht bringen, es bleibt nicht verborgen, es will leuchten. Dann fasst er die ganze Rede noch mal zusammen: „Gebt acht, wie ihr zuhört". Ja, um das Zuhören ging es die ganze Zeit. Wir hören das Wort Gottes, und entweder es geht beim einen Ohr herein und direkt beim anderen Ohr wieder heraus, oder es sinkt ein wenig ein, wird dann aber bald wieder unterdrückt oder verdrängt, oder es sinkt in guten Boden und bringt Frucht. Wer nicht gut zuhört, wer es nicht einsinken lässt, der wird auch das Wenige noch verlieren, was er zu haben scheint, d.h. bei ihm wird es weiter bergab gehen. 

Denn wer hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint.

Wir kennen das aus unserem Leben. Wenn man spürt, dass man umkehren muss, dann geht es bergab. Und wenn man umgekehrt ist, meist durch das Sakrament der Beichte, dann geht es wieder bergauf. Daher sollte man die Umkehr nicht hinausschieben. Wenn man einmal auf der Spirale nach unten ist, dann muss man so schnell wie möglich wieder umkehren. Wir können uns nicht auf einer Ebene der Kompromisse über Wasser halten. Wir werden immer mehr nach unten rutschen, bis wir wieder umkehren. Und dann wird uns wieder immer mehr gegeben, dann sind wir wieder im Wachstum. 

Gebet: 
Jesus, es ist gut, dass du so kompromisslos bist. Entweder wir sind im Wachstum, oder wir verlieren. Es gibt keinen Mittelweg. Jesus, ich will immer wieder zu dir umkehren. Hilf mir dabei. Ich will auf dieser Wachstumsstraße bleiben. Hilf mir, dass ich nicht zurückfalle in die Sünde und in falsche Wege. 


Pastor Roland Bohnen  
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Roland Bohnen
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