Freitag, 27. November 2020

Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. (Lk 21,31)

34 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,29-33

In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: 

Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 

Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. 

Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. 

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.  (Lk 21,31)

 

Wir sollen die Zeichen der Zeit erkennen. Jesus gibt uns Zeichen. Er spricht durch die Ereignisse, die uns umgeben, die auf uns zukommen. Alles, was geschieht, soll zu unserem Heil führen. Also, was auch immer geschieht, wir sollen alles ins Gebet bringen und Jesus fragen: „Was willst du mir damit sagen? Welche Gnade willst du jetzt wirken?" Bei manchen Schwierigkeiten habe ich darauf reagiert, eine Novene zu beten. Dazu habe ich mich mit anderen Personen zusammengeschlossen, denn Jesus hat gesagt, dass zwei oder drei gemeinsam bitten sollen. Dann hat Gott unser Gebet erhört. Und „nebenbei" haben die anderen Personen gelernt, wie gut es ist, eine Novene zu beten. Vielleicht war das ja die wichtigste Gnade die Gott wirken wollte, und das Problem hatte er deswegen zugelassen.

 

Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. 

 

Gott lässt uns immer das erkennen, was für uns in diesem Moment am wichtigsten ist. Wir sehen nicht immer das ganze Bild, aber das, was wichtig ist, können wir sehen. Wir müssen aber auch beten. Nur wenn wir beten, beginnt der Heilige Geist zu wirken und wir verstehen, was Gott uns sagen will. Wir beteten z.B. einmal für die Heilung eines Auges. Die Sehkraft war nur noch unter zehn Prozent. Wir beteten mit den Reliquien der Heiligen Odilia. Nach kurzer Zeit bemerkte die Person, dass ihr anderes Auge, dass auch nicht besonders gut war, deutlich besser geworden war. Die Sehkraft bei dem anderen Auge lag jetzt laut Untersuchung beim Optiker auf über 100 Prozent. Nun fragte mich die Person, ob Jesus vielleicht rechts und links verwechseln könne. Ich habe das verneint und gesagt, dass er genau wisse, was er tue. Aber wir konnten uns keinen Reim darauf machen. Am nächsten Morgen im Gebet bekam ich die Antwort. Es war nicht so, als wenn ich die Stimme Jesu ausdrücklich gehört hätte. Aber ich hatte eine innere Klarheit. Jesus hat uns ein Zeichen gegeben, dass er wirkt, und dass er die Macht hat zu heilen. Also sollten wir weiter beten. Als wir dann noch mal zur Heiligen Odilia mit der Reliquie beteten, wurde auch das andere Auge deutlich besser. Was ich damit sagen möchte ist, dass man beten muss, um zu erkennen, was Gott einem sagen will, und was man tun muss.

 

Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. 

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du zu uns sprichst, dass du uns erkennen lässt, was du tun willst und was wir tun sollen. Hilf uns, die Zeichen zu erkennen, die du uns schenkst. Und hilf uns auch, dir zu folgen!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

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Roland Bohnen
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