Samstag, 18. August 2018

So wird jeder, der mich isst, durch mich leben. (Joh 6,57)

20 Sonntag im Jahreskreis  

 

EVANGELIUM

Joh 6, 51-58

 

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

52Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?

53Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

54Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

55Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.

56Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.

57Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

 

 

Tagesimpuls:

 

So wird jeder, der mich isst, durch mich leben. (Joh 6,57)

 

Jesus erklärt die Eucharistie, damit wir daran glauben können, was in diesem großen Geheimnis geschieht. Wenn wir es nicht wissen, dann können wir auch nicht daran glauben, und dann kann es auch nicht geschehen. Es ist immer dieselbe Reihenfolge: Erst bekommen wir es gesagt, dann glauben wir daran, dann kann es geschehen. Denken wir z.B. an Maria: Erst bekommt sie gesagt, dass sie einen Sohn gebären wird, dann glaubt sie daran, und dann kann es geschehen. Wenn einer der beiden ersten Schritte ausfällt, kann das Wunder nicht geschehen, obwohl Gott allmächtig ist. Der allmächtige Gott bindet sich an die Verkündigung und an den Glauben der Menschen.

 

So wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

 

Ich habe schon mehrmals gehört, dass durch die Feier der Eucharistie Wunder geschehen können: Nicht nur das Wunder der Wandlung, dass das Wort Fleisch wird, sondern auch Heilungswunder in Menschen, die an der Messe teilnehmen. Aber viele Jahre habe ich nicht daran geglaubt. Also konnte ich derartiges auch nicht erleben. Inzwischen glaube ich mehr daran, dass Gott gerade durch die Eucharistie große Wunder wirken will und kann. Langsam erlebe ich es auch immer mehr.

 

So wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

 

So wie Jesus durch den Vater lebt, also so wie Jesus seine Lebenskraft und all seine Energie durch den Vater bekommt, genauso sollen wir gestärkt werden durch die Eucharistie. Aber wir müssen daran glauben. Es reicht nicht, wenn wir nur an der Messe teilnehmen, weil es Tradition oder Pflicht ist. Wenn der Glaube nicht da ist, dass Gott hier Wunder wirken will, dann kann Gott uns nicht diese Kraft geben, die er uns durch die Messe geben will.

 

So wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

 

Feiern wir also unsere Messen mit mehr Glauben! Öffnen wir uns dafür, dass Gott sehr große Dinge wirken will in der Eucharistie! Lassen wir zu, dass Gott Wunder wirken kann in unseren Messfeiern!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns durch die Messe so viel Kraft schenkst. Bitte verzeih uns, wenn wir bisher so wenig daran geglaubt haben. Verzeih uns, dass unsere Messen teilweise heruntergekommen sind zu reinen Traditionsveranstaltungen. Schenke uns wieder einen lebendigen Glauben, lass uns voll Glauben die Messen feiern, und lass uns erleben, wie du Wunder wirkst in unseren Eucharistiefeiern!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org