Dienstag, 11. Dezember 2018

So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht. (Mt 18,14)

02 Woche im Advent           Dienstag       

 

EVANGELIUM

Mt 18, 12-14

 

In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger:

12Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?

13Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.

14So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

 

 

Tagesimpuls:

 

So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht. (Mt 18,14)

 

Wir befinden uns in unseren Pfarreien in der Zeit der Erstkommunionvorbereitung. Jedes Jahr gibt es darunter Kinder, die als Baby nicht getauft wurden, die jetzt aber den Wunsch nach der Taufe äußern, weil sie gern das Fest der Ersten Heiligen Kommunion mitfeiern möchten. In den letzten Jahren fällt mir dabei immer mehr auf, wie sehr viele Kinder von Gott angerührt sind. Wenn man sich mit den Kindern unterhält, dann möchte man immer wieder gern mit den Worten Jesu sagen: „Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel" (Mt 16,17). Kinder haben oft eine große Weisheit. Sie kennen schon die Unterscheidung der Geister, wissen, was gut und was böse ist. Neulich sagte mir ein Kind auf meine Frage: „Woher hast du das alles?" – „Ich bete eben gern."

 

So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

 

Ich habe immer wieder für Neuevangelisierung, ja für Erweckung gebetet. Dabei habe ich in meinen Gebeten oft betont, dass es von Gott selber kommen soll, weil ich alle unsere Versuche so unbefriedigend erlebt habe. Daher betete ich: „Jesus mach du es selber, sprich du zu den Herzen der Menschen, am besten so, dass ich gar nicht so viel davon mitbekomme, und dass ganz deutlich ist, es ist dein Werk!" Nun scheint Jesus diese Gebete zu erhören, wie ich unter anderem in den Kindern sehe. So erfüllt sich das Wort: „Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob!" (Ps 8,3)

 

So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

 

Aber Jesus mahnt uns in diesem Evangelium auch: Wir sollen darauf achten, dass diese Kleinen nicht verloren gehen. Was kann das praktisch heißen? Wir sollen Möglichkeiten schaffen, mit den Kindern über Jesus zu sprechen. Das ist die Aufgabe der Pfarreien. Wir haben z.B. eine Taufkatechumenatsgruppe für die Schulkinder. Dann haben wir natürlich auch den Kommunionunterricht. Aber nicht nur in der Pfarrei, auch in den Familien können wir mit den Kindern über Jesus sprechen. Die Kinder sind sehr offen dafür. In der Taufgruppe wurden z.B. Weihwasserfläschchen gebastelt. Seitdem segnet ein Taufkind immer sich selbst und seine Eltern mit Weihwasser. Und jedes Mal denkt diese Familie dann an Gott, und so bekommt Jesus dort seinen festen Platz. Bemühen wir uns also darum, den Kindern Raum und viele Gelegenheiten zu geben, über Jesus zu sprechen und zu ihm zu beten. Gott ruft sie, aber wir haben eine große Verantwortung, sie auf ihrem Weg mit Jesus zu begleiten!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir so sehr, dass du unsere Gebete für die Erneuerung des Glaubens erhörst und in Kindern den Glauben weckst. Du weckst den Glauben in vielen Menschen. Man kann sagen: Die Ernte ist groß! Lass uns die Arbeiter sein, die jetzt in die Ernte gehen! Hilf uns, den Glauben, den du in den Kindern schon geweckt hat, ans Licht zu bringen, damit die Kinder sich entfalten können in einem Leben mit dir.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
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