Dienstag, 7. Juli 2020

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. (Mt 9,37f)

14 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,32-38

In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. 

Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. 

Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 

Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. 

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. 

Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. 

Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. 

 

 

Tagesimpuls:

 

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.  (Mt 9,37f)

 

Jesus sieht die vielen  Menschen und hat Mitleid mit ihnen. Er sieht, dass sie nur dann alle erreicht werden können, wenn es viele Mitarbeiter gibt. Daher ist die Sorge für Mitarbeiter in der Ernte eine hohe Priorität. Eigentlich ist das eine völlig normale Überlegung. Wenn wir eine sehr große Aufgabe vor uns sehen, die wir nicht bewältigen können, dann suchen wir uns Hilfe. Wir brauchen Mitarbeiter, mit denen wir die Aufgabe gemeinsam bewältigen können.

 

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

 

Jesus hatte schon die Apostel berufen, aber er braucht noch viel mehr Mitarbeiter. In unserer heutigen Kirche ist es ähnlich. Wir haben schon die Priester, aber um all die vielen Menschen zu erreichen, die die Liebe Gottes nicht kennen, braucht Jesus nicht nur die Priester. Er braucht noch viel mehr Mitarbeiter, Menschen aus allen Lebensständen, Menschen aller Altersstufen, Menschen, die denen nah sind, die die Liebe Gottes nicht kennen.

 

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

 

Wie bekommt man nun diese vielen Mitarbeiter, die gebraucht werden? Durch Gebet. Das nimmt viel Druck von uns. Die Aufgaben sind zwar sehr dringlich, aber wir müssen keine Klimmzüge machen, um Mitarbeiter aus dem Boden zu stampfen. Wir erleben ja auch, wie schwer es ist, Menschen für eine Mitarbeit in der Kirche zu begeistern. Da kommt uns Jesus sehr entgegen, indem er sagt, wir sollen dafür beten. Aber das können und müssen wir dann täglich tun. Eine sehr gute Möglichkeit, für Mitarbeiter zu beten, ist das 24/7 Gebet, die eucharistische Anbetung. Erfahrungen zeigen, dass überall, wo das praktiziert wird, Berufungen geschenkt werden. Ich möchte daher immer wieder dazu motivieren. Das ist doch eine wunderbare Chance für alle, die die Sehnsucht nach Evangelisation haben, sich aber vielleicht schwer damit tun, die nicht wissen, was sie genau für Jesus machen sollen, die vielleicht auch Hemmungen haben, auf andere zuzugehen und von Jesus zu sprechen. Diese Menschen könnten doch um Berufungen beten, sich beim 24/7 Gebet engagieren, und damit eine ganz leichte Aufgabe erfüllen, die sie nicht überfordert.

 

Gebet:

Jesus, ich bitte dich um Beter. Wenn viele Menschen beten, dann können wir mehr und besser deinen Wunsch erfüllen, um Arbeiter für die Ernte zu beten. Ich danke dir, dass du uns nicht allein in die Ernte schickst. Wir fühlen uns ja sowieso schon überfordert. Ich danke dir, dass du uns nur darum bittest, um mehr Arbeiter zu beten. Ich will das gerne tun. Das ist ja keine schwere Aufgabe. Und wenn wir ganz viele werden, dann wird es für jeden auch leichter. Danke Jesus, dass du uns in allem führst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

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Roland Bohnen
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