Freitag, 18. September 2020

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen. (Lk 8,3)

24 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,1-3

In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, 

außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, 

Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.  (Lk 8,3)

 

Die Fokolarbewegung gibt ein tägliches Motto heraus, das über WhatsApp etc. verteilt wird. Das heutige Motto lautet „Geben soll uns zur Gewohnheit werden". Auf Englisch haben sie es übersetzt mit: „Cultivate a habit of giving". Ich könnte mir auch vorstellen, dass man von einer „Kultur des Gebens" spricht. Das passt zum heutigen Evangelium.

 

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

Meine Erfahrung ist, dass die Menschen, die eine persönliche Beziehung zu Jesus haben, denen an dieser Beziehung wirklich etwas liegt, dass die auch gerne geben. Ich bin sehr froh und dankbar über die Bereitschaft der christlichen Geschwister zum Spenden. Da spürt man, wir sind eine Familie, wir ziehen am selben Strang. Das nimmt mir auch die Angst vor einem eventuellem Rückgang der Kirchensteuern. Ich habe den Eindruck, die guten Sachen, die Jesus machen will, werden immer finanziert werden, weil Jesus so viele Freunde hat, die ihn darin dann unterstützen. Wenn ich z.B. sagen müsste: „Ich kann jetzt nicht mehr so viel für euch da sein, weil ich mir einen Job suchen muss, denn es gibt keine Kirchensteuer mehr", dann würden sich bestimmt Menschen finden, die mich auch unterstützen würden. Ich habe also keine Sorge vor finanziellen Problemen.

 

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

Viele Christen spenden nach der 10% Regel. Sie geben 10% von ihrem Einkommen. Dann wird man von Gott gesegnet. Das hat auch den Vorteil, dass man immer auf Anfragen reagieren kann. Man hat ja sein Budget von 10%, aus dem man dann schöpfen kann. Jemand hat einen Pastor mal gefragt, ob man das vom Brutto- oder vom Nettoeinkommen berechnen solle. Darauf antwortete der Pastor: „Möchten Sie den von Gott den Brutto- oder den Nettosegen?" Die Antwort finde ich schön. Es darf auch ein wenig spielerisch sein, nicht so akribisch eng. Wir sind ja keine Pharisäer. Hauptsache, wir sind großzügig, und wir entwickeln immer mehr diese Kultur des Gebens.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die Großherzigkeit so vieler Menschen. Danke auch, dass in Deutschland so viel gespendet wird. Ich glaube, wir liegen im weltweiten Vergleich damit ziemlich weit vorn. Bitte hilf uns, immer mehr die Kultur des Gebens zu entwickeln. Schenke auch allen Bedürftigen eine gute Kultur des Fragens. Unterstütze die jungen religiösen Gemeinschaften, unterstütze die Missionare, unterstütze die Projekte, deren Ziel die Evangelisierung ist.  Gib, dass alle das bekommen, was sie brauchen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
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