Samstag, 15. Mai 2021

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen. (Joh 17,6)

07 Sonntag der Osterzeit

Evangelium                                                                                    Joh 17, 6a.11b–19

In jener Zeit
erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach:
6aVater, ich habe deinen Namen
den Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt gegeben hast.
11bHeiliger Vater,
bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast,
damit sie eins sind wie wir!
12Solange ich bei ihnen war,
bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast.
Und ich habe sie behütet
und keiner von ihnen ging verloren,
außer dem Sohn des Verderbens,
damit sich die Schrift erfüllte.
13Aber jetzt komme ich zu dir
und rede dies noch in der Welt,
damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
14Ich habe ihnen dein Wort gegeben
und die Welt hat sie gehasst,
weil sie nicht von der Welt sind,
wie auch ich nicht von der Welt bin.
15Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst,
sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
16Sie sind nicht von der Welt,
wie auch ich nicht von der Welt bin.
17Heilige sie in der Wahrheit;
dein Wort ist Wahrheit.
18Wie du mich in die Welt gesandt hast,
so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
19Und ich heilige mich für sie,
damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

 

Tagesimpuls:

 

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen.  (Joh 17,6)

 

Jesus spricht ein letztes Mal zu seinen Jüngern, das sind die Abschiedsreden. Danach betet er zu seinem Vater für seine Jünger und für alle Christen. Er sieht, dass er sie loslassen muss, denn er geht zum Vater. Und in diesem Gebet zeigt er uns, wie man Menschen loslassen kann. Man vertraut sie dem himmlischen Vater an. Wenn ich mich selber nicht um jemanden kümmern kann, dann kann ich aber doch zu Gott für ihn beten.

 

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen.

 

Vielleicht haben wir auch Menschen, die wir loslassen müssen. Auf jeden Fall wird es uns so gehen, wenn wir in der Situation sein werden wie Jesus, wenn wir diese Welt verlassen müssen. Dann können wir nichts anderes als alle unsere Lieben Gott anvertrauen. Gott wird sich um sie kümmern, wenn wir unseren Weg gehen und Ja sagen zu dem, was unser Weg ist.

 

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen.

 

So schön wie dieses Evangelium ist, so wundert es mich dennoch, dass eine Woche vor Pfingsten kein Evangelium vom Heiligen Geist ausgewählt wurde. Ist das ein Zeichen dafür, dass der Heilige Geist in unserer Tradition zu wenig Beachtung gefunden hat, zu wenig verstanden wird? Daher möchte ich noch einmal an die Pfingstnovene erinnern, in der wir uns befinden. Neun Tage lang beten wir gemeinsam mit Maria intensiv um den Heiligen Geist. Wir beten, dass er uns heiligt, und wir beten um seine Gaben, seine Charismen, die in uns grundgelegt sind, die sich aber noch weiter entfalten wollen. Bleiben wir also in diesen Tagen verbunden im Flehen um den Heiligen Geist!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns in die Hände des Vaters legst. Der Vater ist unser Ziel, das Vaterhaus Gottes. Du hast dich für uns geheiligt, damit wir den Weg zum Vater gehen können. Nun heiligt der Heilige Geist unser Leben, damit wir eintreten können in die Pforte des Himmels. In der Offenbarung heißt es: „Nichts Unreines wird hineinkommen" (Offb 21,27). Daher bitten wir dich, Heiliger Geist, mache und rein, mache uns heilig!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 








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