Samstag, 28. November 2020

In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen. (Mt 13,24)

01 Advent  Sonntag

 

EVANGELIUM

 

Mk 13, 24-37

Jesus sprach zu seinen Jüngern:

24In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen;

25die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

26Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.

27Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

28Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.

29Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.

30Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft.

31Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

32Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

33Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

34Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.

35Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.

36Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.

37Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

 

 

Tagesimpuls:

 

In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen. (Mt 13,24)

 

Hier gibt Jesus einen Hinweis auf die zeitliche Abfolge der Ereignisse, wenn sich die Endzeit nähert. Erst kommt die große Not, von der wir – so scheint es – schon Vorboten spüren in der heutigen Zeit. Und nach der Not kommen die kosmischen Zeichen an Sonne, Mond und Sternen, wenn die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Ich persönlich habe das Gefühl, dass wir Vorzeichen der Endzeit erleben. Aber das ist meine unmaßgebliche Meinung. Jesus sagt ja total klar, dass es niemand wissen kann. Aber er sagt auch, dass man wachsam sein soll, dass man das Ende praktisch jederzeit erwarten soll. Dann kann es ja nicht falsch sein, wenn man sich so fühlt, als wenn Zeichen der Endzeit begonnen haben. Die frühe Kirche hat die Wiederkunft Christi ersehnt. Das dürfen wir doch auch. Möge er bald wiederkommen!

 

In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen.

 

Jesus bringt das immer wieder in Verbindung mit der Vorhersage der Zerstörung Jerusalems. Dann spricht er in diesem Zusammenhang davon, wie wichtig es ist, die Zeichen zu deuten. Ich vermute, er will uns helfen, die Zerstörung Jerusalems als ein Zeichen zu deuten. Dementsprechend könnte man ja alle Unheilsereignisse der Welt als Zeichen der Endzeit deuten. Die Welt muss erschüttert werden, damit sie geheilt werden kann. Es muss ein Gericht über die Welt kommen, damit das Neue, das Gute beginnen kann. Genauso ist es im persönlichen Leben. Wir werden krank und wir sterben, damit wir auferstehen können in das neue Leben. Und ebenso wird die Welt als Ganzes durch einen Tod hindurchgehen, um in das Neue verwandelt werden zu können.

 

In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen.

 

Was heißt das für uns? Keiner weiß, wann das Ende der Welt kommen wird. Das heißt aber nicht, dass wir das für belanglos erachten sollen. Im Gegenteil, gerade weil wir es nicht wissen, sollen wir wachsam sein und es immer erwarten. Wir sollen so leben, dass jeder Tag der letzte sein könnte, und dass wir mit Gott und mit uns selber im Reinen sind, so dass wir an jedem Tag bereit sind für sein Kommen.

 

Gebet:

Jesus, ich weiß nicht genau, was auf uns zukommen wird. Ich weiß aber, dass ich immer ganz eng mit dir verbunden sein will. Dann fühle ich mich sicher. Jesus, ich will nicht oberflächlich in den Tag hineinleben, mit Luxus und den Bequemlichkeiten des Lebens. Ich will für dich leben, dein Reich suchen, und ich will deine Liebe den Menschen bezeugen, damit viele Menschen in dir ein festes Fundament für ihr Leben bekommen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 







Roland Bohnen
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