Freitag, 16. November 2018

Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging. (Lk 17,27)

32 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 17,26-37

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie es zur Zeit des Noach war, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein. 

Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging; dann kam die Flut und vernichtete alle. 

Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten. 

Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um. 

Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart. 

Wer dann auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, soll nicht hinabsteigen, um sie zu holen, und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren. 

Denkt an die Frau des Lot! 

Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen. 

Ich sage euch: Von zwei Männern, die in jener Nacht auf einem Bett liegen, wird der eine mitgenommen und der andere zurückgelassen. 

Von zwei Frauen, die mit derselben Mühle Getreide mahlen, wird die eine mitgenommen und die andere zurückgelassen. 

Da fragten sie ihn: Wo wird das geschehen, Herr? 

Er antwortete: Wo ein Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.

 

 

Tagesimpuls:

 

Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging. (Lk 17,27)

 

Jesus beschreibt das oberflächliche Leben. Man macht sich keine Gedanken, lässt Gott einen guten Mann sein, lebt in den Tag hinein und kümmert sich nur um seine eigenen Dinge. Wie viele Menschen leben so! Für sie wird das Gericht und die Wiederkunft Christi plötzlich hereinbrechen, und sie werden unvorbereitet sein. Jesus sagt es ganz klar, nicht jeder wird mitgenommen in den Himmel.

 

Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging.

 

Ich bin Gott sehr dankbar für eine Begegnung, eine Gotteserfahrung, die er mir geschenkt hat, die mein Leben völlig verändert und erneuert hat. Ich erinnere mich genau. Im Licht dieser tiefgreifenden Erfahrung, vor allem in den ersten Wochen und Jahren nach diesem Erlebnis, dachte ich immer an das Ende der Welt, an die Wiederkunft Christi. Was für mich vorher überhaupt nicht im Blick war, wurde dann für mich eine wichtige Dimension meines Lebens. Ich verstand mein Leben plötzlich so, dass wir in der Endzeit leben, und dass Jesus bald wiederkommt. Ist das nicht die Erfahrung eines jeden lebendigen Christen? Und ich muss zugeben, dass diese Haltung in der Gefahr ist, im Alltag zu verblassen. Es kehrt wieder Routine ein. Aber in all dem ist es wichtig, die endzeitliche Dimension weiterhin im Auge zu behalten. Jesus will wiederkommen, und wir dürfen nicht unvorbereitet sein.

 

Die Menschen aßen und tranken und heirateten bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging.

 

Lebe so, dass jeder Tag dein letzter hier auf Erden sein könnte! Dann sind wir immer in der richtigen Haltung. Das bewahrt uns vor der Oberflächlichkeit. Und in uns wächst eine große Sehnsucht, viele Menschen zu retten aus dem oberflächlichen Betrieb der Welt.

 

Gebet:

Jesus, du willst wiederkommen. Wir wissen nicht wann. Wir wissen nur, dass wir nicht oberflächlich leben sollen. Wir sollen immer auf dich vorbereitet sein. Bitte verzeih uns unsere Sünden. Bitte reinige uns durch dein Blut, damit wir dich mit reinem Herzen empfangen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 

 







Roland Bohnen
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