Samstag, 23. Mai 2020

Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. (Joh 17,2)

07 Sonntag der Osterzeit

Evangelium                                                                                               Joh 17, 1–11a

In jener Zeit
1erhob Jesus seine Augen zum Himmel
und sagte:
Vater, die Stunde ist gekommen.
Verherrliche deinen Sohn,
damit der Sohn dich verherrlicht!
2Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben,
damit er allen, die du ihm gegeben hast,
ewiges Leben schenkt.
3Das aber ist das ewige Leben:
dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen
und den du gesandt hast, Jesus Christus.
4Ich habe dich auf der Erde verherrlicht
und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.
5Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir
mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!
6Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart,
die du mir aus der Welt gegeben hast.
Sie gehörten dir
und du hast sie mir gegeben
und sie haben dein Wort bewahrt.
7Sie haben jetzt erkannt,
dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
8Denn die Worte, die du mir gabst,
habe ich ihnen gegeben
und sie haben sie angenommen.
Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin,
und sie sind zu dem Glauben gekommen,
dass du mich gesandt hast.
9Für sie bitte ich;
nicht für die Welt bitte ich,
sondern für alle, die du mir gegeben hast;
denn sie gehören dir.
10Alles, was mein ist,
ist dein,
und was dein ist,
ist mein;
in ihnen bin ich verherrlicht.
11aIch bin nicht mehr in der Welt,
aber sie sind in der Welt
und ich komme zu dir.

 

Tagesimpuls:

 

Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du  ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.  (Joh 17,2)

Jesus hat Macht über alle Menschen. Er allein kann uns das ewige Leben schenken. Durch unsere Jahrhunderte alte christliche Tradition ist das ewige Leben für uns eine Selbstverständlichkeit geworden. Sogar Menschen, die überhaupt keinen Bezug zu Jesus haben, sagen: „Wenn man gestorben ist, kommt man in den Himmel, und dann bekommt man das ewige Leben." Man sieht das ewige Leben als eine normale Gegebenheit, die weder mit dem Glauben noch mit Jesus Christus etwas zu tun hätte. Es ist fast so wie in anderen Religionen, wo gesagt wird, dass man nach dem Tod hier auf der Erde wiedergeboren wird. Man nimmt einfach an, dass es so ist, sozusagen der ganz normale Lauf der Dinge.

 

Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du  ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.

Jesus selber verkündet es nicht so. Jesus sagt, dass er der Weg zum Vater ist, dass man durch ihn das ewige Leben bekommt. Er hat die Macht, es uns zu schenken. Für uns ist es wichtig, an Jesus zu glauben. Dieser Glaube ist schwer in Worte zu fassen. Er ist nicht so handfest, man kann das schwer beschreiben. Wir sagen, dass wir ihm unser Leben übergeben, dass wir uns ihm anvertrauen, dass wir ihm unser Herz schenken. Es ist eine Beziehung zu ihm. Wenn wir in dieser Beziehung leben, dann sind wir auf dem richtigen Weg, denn er ist der Weg.

 

Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du  ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.

Schließlich möchte ich noch mal das ewige Leben betonen. Man muss gegen den Strom der heutigen Zeit schwimmen, wenn man die Wichtigkeit des ewigen Lebens herausstellt. Die ganze Welt betont das irdische Leben. Auch in der Kirche wird mehr das irdische Leben betont. Man müsste hier und jetzt ein guter Mensch sein, sich sozial engagieren usw., was ja auch stimmt. Aber das ewige Leben ist das Wichtigste. Es gibt Menschen, die sehr früh sterben. Auch darauf müssen wir eine Antwort geben. Das ist nur möglich, wenn wir an das ewige Leben glauben. Das ist unser Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren dürfen. Alles, was wir hier erleben, dient diesem einen Ziel. Wenn wir dieses Ziel vor Augen behalten, gibt uns das eine sehr große Kraft für alles, was wir hier und jetzt erleben. Wir wissen, Gott hat einen Auftrag für uns, den wir erfüllen sollen. Und eines Tages wird er uns danach fragen. Leben wir also immer in der Perspektive des Himmels! Dann leben wir hier auf der Erde genau richtig.

 

Gebet:

Jesus, ich will das ewige Leben im Blick behalten. Ich will mich nicht in den irdischen Aufgaben verlieren, wenn es auch kirchliche Aufgaben sind. Ich will immer fest an dich glauben und in deiner Beziehung leben. Hilf mir, auf den Himmel ausgerichtet zu bleiben, und lass mich einst das große Ziel erreichen!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, du rufst mir zu, "mein Kind komm zu mir"! Ich überlege nicht lange und trete ein.
    Keine Ahnung wo ich bin. Es dauert einen Moment und ich erkenne das ich mit dir im Abendmahlsaal bin.
    Es ist still, und ich höre zu.
    Ich höre zu wie du betest, und mir fällt auf wie "stark du bist" vor deinem Leiden.
    Du betest: " Vater, die Stunde ist da"

    Jesus, in deinem Namen bitte ich deinen Himmlischen Vater, Gott,
    um eine selige Sterbestunde für alle jene, die in dieser "Zeit der besonderen Prüfung" alleine sterben.
    Schenke allen Sterbenden deine Gegenwart. Amen
    Hl.Joseph bitte für sie / uns. Amen

    AntwortenLöschen