Dienstag, 5. Mai 2020

Ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. (Joh 10,27)

04 der Osterzeit   Dienstag
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 10,22-30

In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter, 

und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. 

Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen! 

Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; 

ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. 

Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. 

Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. 

Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. 

Ich und der Vater sind eins.



Tagesimpuls:

Ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben.  (Joh 10,27)

Jesus betont noch einmal das gegenseitige Kennen, worüber wir gestern intensiv nachgedacht haben. Wie dankbar dürfen wir sein über diese tiefe Beziehung zu Jesus! Heute geht Jesus einen Schritt weiter. Aus dem Kennen folgt ein Folgen. Das ist ein wichtiger Schritt. Wohin folgen wir Jesus? In ein neues Leben, in die Ewigkeit. Jesus war nicht besonders lange hier auf dieser Erde. Das hat eine Bedeutung. Er will uns zeigen, dass wir hier auf der Erde nur einen Auftrag zu erfüllen haben. Das Wichtigste aber kommt danach. Es ist wie bei einer Reise. Die Reise mag interessant sein oder abenteuerlich, vielleicht auch beschwerlich. Das Eigentliche ist das Ziel. Man darf sich in der Reise nicht verlieren, man muss unterwegs zum Ziel bleiben.

Ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. 

So gesehen dürften wir Christen in der Coronakrise überhaupt keine Angst haben. Jesus hat nur 33 Jahre gelebt und uns gezeigt, dass es auf den Himmel ankommt, nicht auf die Erde. Er gibt uns ewiges Leben. Das dürfen wir nicht vergessen. Hier auf der Erde beginnt schon dieses neue und ewige Leben. Das charakterisiert uns Christen, nicht das Irdische. Unser einziges Interesse hier auf der Erde müsste sein: Wie kann ich dazu beitragen, dass viele Menschen (ich und meine Familie eingeschlossen) das Ziel erreichen?

Ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. 

Ich höre innerlich einen Einwand. Viele denken, dass sowieso jeder am Ende das Ziel erreicht, dass wir uns darum gar nicht sorgen müssten. Selbst wenn es so wäre, dann wäre es sehr böse gegen Gott, sich hier auf dem Erdenleben nicht um ihn zu kümmern. Aber wer sagt uns, dass es so ist? Jesus sagt das nicht. Jesus sagt, dass Gott gegenüber den Sündern barmherzig ist, unter der Voraussetzung, dass sie umkehren. Also müssen wir das als oberste Priorität in unserem Leben machen. Wie kann ich leben, was kann ich tun, damit möglichst viele Menschen umkehren und den Weg zum Himmel finden?

Ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. 

Der wichtigste Schritt dabei ist, selber auf diesem Weg zu gehen. Das bedeutet, dass wir uns nicht zu sehr im diesseitigen Leben festbeißen. Schenken wir unser Leben und insbesondere diesen Tag Jesus! Leben wir für ihn und für seinen Willen! Kehren wir um zu ihm! Leben wir für den Himmel, nicht für die Erde!

Gebet:
Jesus, du willst uns ewiges Leben schenken. Du hast es schon getan in der Taufe. Ich will für den Himmel leben. Hilf mir, mich nicht zu sehr in der Erde zu verlieren. Sie ist nur die Reise, nicht das Ziel. Lass mich so leben, dass mein Leben dazu beiträgt, dass möglichst viele Menschen den Weg zum Himmel finden.


Pastor Roland Bohnen 
www.tagesimpuls.org
 


Pastor Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant

1 Kommentar:

  1. Jesus, für mich ist es ein sehr großer Trost zu lesen, dass DU mich kennst.
    Danke Jesus!
    Doch wie ist es um mich selbst bestellt, kenne ich Dich, und bin ich täglich bemüht DICH mehr und mehr kennenzulernen?
    Bin ich DIR gegenüber ehrlich ! Oder lebe ich Dir "etwas vor" ? Was in mir ist es, was mich hindert Dich näher kennenzulernen?
    Hl.Geist ich bitte dich, wecke in mir eine tiefere Sehnsucht nach Jesus, und sei mir ein helles Licht, damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere.
    Amen

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