Freitag, 25. Oktober 2019

Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten? (Lk 12,56)

29 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,54-59

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so. 

Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiss. Und es trifft ein. 

Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten? 

Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil? 

Wenn du mit deinem Gegner vor Gericht gehst, bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen. Sonst wird er dich vor den Richter schleppen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen. 

Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

 

 

Tagesimpuls:

 

Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?  (Lk 12,56)

 

Viele versuchen, die Zeichen der Zeit zu deuten. Heute spricht man viel vom Klima. Die meisten stellen dabei Forderungen an die anderen, sie klagen an. Jesus sagt, wenn du mit dem anderen ins Gericht gehst, dann pass auf, dass du nachher nicht selber gerichtet wirst und ins Gefängnis kommst! Wir sollen nicht die anderen anklagen, sondern uns selber bekehren. Das sind die Zeichen der Zeit.

 

Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?

 

Natürlich müssen wir auch unsere Stimme erheben und das Unrecht beim Namen nennen. Aber das bewirkt nicht so viel wie unsere eigene Bekehrung. Z.B. Pater Pio oder Mutter Theresa haben kaum über Politik gesprochen, sondern immer nur betont, wie wichtig es ist, sein eigenes Leben mit Gott in Einklang zu bringen. Auch Paulus hat nicht die politischen Missstände seiner Zeit beklagt. Und Jesus hat sich nicht über Politik geäußert. Es geht immer nur darum, dass ich mein Leben ändere, dass ich mich bekehre und mein Leben mit Gott in Einklang bringe.

 

Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?

 

Es ist wichtig, dass bekehrte Christen in der Politik arbeiten, sich für Verbesserungen einsetzen, die die Welt und die Gesellschaft in Einklang mit dem Willen Gottes bringen. Wir Christen sollen uns nicht aus allem zurückziehen. Aber unser Hauptanliegen ist die eigene Bekehrung. Wenn wir uns darauf konzentrieren, dann kann der Heilige Geist uns leiten, und wir nehmen unseren Platz in der Gesellschaft ein, auf den Gott uns beruft.

 

Gebet:

Jesus, du hast gesagt, dass wir zuerst dein Reich suchen sollen, alles andere wird uns dann geschenkt. Hilf mir, dass ich nicht die Bekehrung von anderen fordere, aber selber lau werde. Ich will mein Leben in Einklang bringen mit deinem Willen. Davon erwarte ich dann auch die Veränderung der Welt, zu der ich dann meinen Beitrag leisten kann.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, DU sprichst ( nach meinem Verständnis vom Fegefeuer )
    ...denn es heißt: der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen,
    ... du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast

    Weiterhin sagst DU ( durch die heutige Bibelstelle ) zu mir;
    - ihr Menschen müsst euch nichts darauf einbilden das ihr das Wetter deuten könnt! Zwar könnt ihr deuten das was am Himmel und auf Erden geschieht, doch das ist nicht der wahre Himmel.

    Mein Kind, stelle dir immer vor, wie ICH auf die Geschehnisse dieser Zeit schaue ! Lerne von mir, lese die HEILIGE SCHRIFT und lebe danach, damit du nicht ins Gefängnis geworfen wirst.

    Höre auf meine Mutter, wie sie sagt:
    "Tut, was ER euch sagt"

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