Samstag, 12. Oktober 2019

Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren? (Lk 17,18)

28 Sonntag im Jahreskreis  

 

Evangelium                                                   Lk 17, 11–19

 1Es geschah auf dem Weg nach Jerusalem:
Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samárien und Galiläa.
12Als er in ein Dorf hineingehen wollte,
kamen ihm zehn Aussätzige entgegen.
Sie blieben in der Ferne stehen
13und riefen: Jesus,
Meister,
hab Erbarmen mit uns!
14Als er sie sah,
sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern!
Und es geschah:
Während sie hingingen, wurden sie rein.
15Einer von ihnen aber kehrte um,
als er sah, dass er geheilt war;
und er lobte Gott mit lauter Stimme.
16Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht 
und dankte ihm.
Dieser Mann war ein Samaríter.
17Da sagte Jesus:
Sind nicht zehn rein geworden?
Wo sind die neun?
18Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren,
außer diesem Fremden?
19Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh!
Dein Glaube hat dich gerettet.

 

Tagesimpuls:

 

Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren?  (Lk 17,18)

 

Am liebsten wünscht sich Jesus Menschen, die eine engere Beziehung zu ihm haben. Die meisten Menschen, hier in unserer Erzählung sind es neun von zehn, wünschen sich nicht so eine enge Beziehung. Sie kommen zu ihm, wenn es ihnen schlecht geht und bitten um Hilfe, danach sind sie aber auch wieder weg. Ich glaube, das war schon immer so und ist auf der ganzen Welt so.

 

Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren?

 

Wir wollen zu den zehn Prozent zählen, die mehr wollen von Jesus, nicht nur ab und zu mal Hilfe, wenn es uns schlecht geht. Wir wollen immer wieder zu ihm zurückkehren, um ihm zu danken. Ich muss an die sonntägliche Eucharistiefeier denken. Eucharistie heißt übersetzt Danksagung. Man kann uns soll natürlich zu Jesus kommen, wenn es einem schlecht geht. Aber am Sonntag zu Jesus zu kommen, das kann man auch einfach tun um zu danken. Haben wir denn nicht in jeder Woche genug Grund dazu?

 

Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren?

 

Denken wir daran, dass wir Jesus auch etwas zurückgeben wollen und nicht nur von ihm empfangen! Unsere Beziehung zu ihm wird dadurch tiefer und stabiler. Wir werden Jünger Jesu, statt nur Konsumenten. Es ist wie bei einem Fußballspiel. Spielen wir mit oder schauen wir es uns nur am Fernseher an? Die 90% bleiben Zuschauer, die zehn Prozent werden zu Mitspielern, zu Jüngern Jesu.

 

Gebet:

Jesus, als Mensch bin ich egoistisch, ich will lieber empfangen und nicht so gerne geben. Aber ich will eine gute, reife Freundschaft zu dir leben. Ich will dir auch etwas zurückschenken, meine Dankbarkeit. Ich will auch etwas für dich tun. Danke Jesus, dass du mich in eine echte Freundschaft zu dir rufst, die auf Gegenseitigkeit beruht.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, bitte lass mich im Glauben wachsen, damit ich wie der Samariter "im Glauben verstehe", dass die Heilung an mir, DEIN GESCHENK DER LIEBE ist.

    Aus Glauben an den DICH, den DREIEINIGEN Gott, sage ich Danke und Amen.

    AntwortenLöschen