Dienstag, 29. Oktober 2019

Das Reich Gottes ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. (Lk 13,21)

30 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 13,18-21

In jener Zeit sprach Jesus: Wem ist das Reich Gottes ähnlich, womit soll ich es vergleichen? 

Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. 

Außerdem sagte er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? 

Es ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

 

 

Tagesimpuls:

 

Das Reich Gottes ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. (Lk 13,21)

 

Wir haben oft das Gefühl, so wenige zu sein, die wirklich an Jesus glauben. Es gibt viele Christen, die eher aus Tradition ab und zu in die Kirche gehen, irgendwie auch gläubig sind, aber ganz anders als wir, dann gibt es die vielen, die gar nicht mehr mit der Kirche verbunden sind. Dann gibt es die Atheisten und die Anhänger anderer Religionen. Und dann gibt es uns, und wir fühlen uns wie eine verschwindende Minderheit. Ehrlich gesagt, ich fühle mich auch wie eine verschwindende Minderheit mitten unter den Katholiken. So vieles, was für mich als Katholiken wesentlich zu meinem Glauben dazu gehört, wird von der Mehrheit meiner Mit-Katholiken nicht mehr akzeptiert oder verstanden.

 

Das Reich Gottes ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

 

Genau diese Erfahrung bringt Jesus ins Wort. Er sagt, wir sind wie ein kleines bisschen Sauerteig, gemischt unter die große Menge von Teig. Der einzige Unterschied: Während ich das bedaure und negativ sehe, sieht Jesus das positiv. Er sagt: Genauso muss es sein, und deine Gegenwart durchsäuert den Teig. Wir sollen uns also nicht beklagen, sondern mit Ausdauer unsere Aufgabe erfüllen. Unser Christ-Sein hat Auswirkungen, aber das geht nicht so schnell, wie wir es uns wünschen.

 

Das Reich Gottes ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

 

Viele Christen sehen kommen, dass vielleicht Leiden auf uns zukommen, dass diese Minderheit verfolgt wird. Das kann gut sein. Wir wissen aus der Erfahrung der Geschichte, dass das Wirken der Christen durch die Verfolgung besonders fruchtbar wird. Wir müssen es auf uns zukommen lassen. Gott wird uns beschützen und zu allem die nötige Kraft geben. Das wichtigste ist, dass wir die Welt und vor allem auch unsere Kirche mit gutem Sauerteig durchsäuern. Und das wird gute Früchte bringen, und viele werden durch uns gerettet werden.

 

Gebet:

Jesus, ich bin nicht gern in der Minderheit. Ich wäre lieber in der Mehrheit. Aber das ist nicht meine Berufung. Ich soll Sauerteig sein für die Mehrheit. So oft schwankt mein Glaube, ob das wirklich richtig ist, ob das wirklich gut gehen kann. Aber du sagst es mir heute. Ich soll Sauerteig sein, und es ist nicht schlimm, wenn wir nur wenige sind. Jesus, gib uns die Ausdauer, dass wir unsere Berufung als Sauerteig in der Kirche und in der Gesellschaft leben können.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, ich bitte DICH;
    schenke mir die "Kraft im Glauben" das ich tätig werden darf und tätig werden kann, den "Sauerteig" im Alltag kräftig durchzumischen.
    Denn nur so kann das "kleine Senfkorn" zu wachsen beginnen.

    Jesus ich vertrau auf dich

    Amen

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