Freitag, 4. Oktober 2019

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab. (Lk 10,16)

26 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,13-16

In jener Zeit sprach Jesus: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind - man hätte dort in Sack und Asche Buße getan. 

Tyrus und Sidon wird es beim Gericht nicht so schlimm ergehen wie euch. 

Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. 

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab. (Lk 10,16)

 

Jesus wirkt durch uns, aber wir werden auch abgelehnt. Jesus macht das immer wieder deutlich. Es ist nicht so, dass man sagen kann: Es könnte sein, dass wir ab und zu mal abgelehnt werden, wenn wir Jesus nachfolgen. Man muss vielmehr sagen: Ganz sicher werden wir abgelehnt. Dass das geschieht, ist ganz normal. Wenn wir nirgends abgelehnt werden, dann müssen wir uns fragen, ob wir Jesus wirklich nachfolgen.

 

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab.

 

Aus Angst vor Ablehnung sind wir oft vorsichtig, manchmal sogar so vorsichtig, dass wir Jesus gar nicht mehr verkünden. Das ist das, was Petrus gemacht hatte, als er Jesus aus Angst verleugnete. Aber später hat es ihm leidgetan. Es ist wie ein Arzt, der aus Angst, dem Patienten weh zu tun, nicht hilft. Wir müssen helfen als Christen, auch wenn es den anderen manchmal wehtut.

 

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab.

 

Vertrauen wir darauf, dass Jesus wirkt, wenn wir abgelehnt werden! Er wirkt in den Herzen, auch wenn sich das für uns nicht gut anfühlt. Wir erleben den inneren Kampf, den der andere notwendig hat. Wir müssen dazu bereit sein, die inneren Kämpfe der anderen auszuhalten und sie dabei zu begleiten. Mich hatte einmal eine Person verletzt. Da sagte mir ein guter Freund: „Wärst du böse, wenn du einen Menschen vor dem Ertrinken rettest, und er in seiner Panik unabsichtlich um sich schlägt und dich dabei ins Gesicht trifft?" Das Bild hat mir sehr geholfen. Ich will dem Ertrinkenden doch helfen, auch wenn er mich mit seiner Armbewegung ins Gesicht trifft. So müssen wir die Ablehnung der Menschen aushalten, die in ihren inneren Kämpfen mit Gott ringen, weil sie ihn noch nicht annehmen können.

 

Gebet:

Jesus, ich bin noch oft wie Petrus, der nicht den Mut hat, dich zu bekennen, aus Angst, von den anderen verletzt zu werden. Hilf mir, mehr die Not der anderen zu sehen, damit ich den Mut finde, ihnen zu helfen und dich zu verkündigen. Jesus, mache aus mir einen guten Glaubenszeugen, der nicht aus Angst vor den Wölfen die Herde im Stich lässt.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Herr, DU stellst Glaube gegenüber Unglaube. Städte wie Chorazi, Betsaida und Kafarnaum in denen DU Zeichen und Wunder getan hast stellst du den heidnischen Städten Tyros und Sidon gegenüber.

    HERR JESUS, Ich bitte auf die Fürsprache aller Heiligen, besonders auf die Fürsprache des Tagesheiligen Hl.Franz von Assisi:
    - lass mich in der "Führung meines Schutzengel" stehen, denn nur so wede ich auf den guten Glaubensweg bleiben. Amen

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