Dienstag, 22. Oktober 2019

Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft. (Lk 12,36)

29 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,35-38

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! 

Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft! 

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. 

Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.

 

 

Tagesimpuls:

 

Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.  (Lk 12,36)

 

Von diesen Knechten wird viel verlangt. Sie dürfen nicht an sich selber denken, sondern sollen ganz auf den Herrn ausgerichtet sein. Der moderne Mensch würde fragen: „Wann kommst du denn ungefähr zurück, damit ich mich darauf einstellen kann?" Warum würde er das fragen? Weil er auch noch seine eigenen Sachen machen will in der Wartezeit. Er will nicht nur für den Herrn da sein. Uns fällt das Warten schwer. Wir wollen die Wartezeit sinnvoll nutzen. Das mag mitunter sinnvoll sein. Aber hier verlangt Jesus, dass wir nicht unser eigenes Programm machen, sondern nur auf den Herrn ausgerichtet sind.

 

Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.

 

Im Gebet können wir das üben. Still werden und offen dafür sein, was der Herr tun will. Im Gebet warten wir auf den Herrn. Wir üben uns darin, wahrzunehmen, einfach da zu sein, still zu werden und ihn wirken lassen. Aber auch im Alltag ist das eine gute Übung. Statt über alles nachzudenken und alles zu beurteilen, einfach wahrnehmen. Mit dieser Haltung des Wahrnehmens, des Wartens, des Erwartens, können wir das Wirken des Herrn in unserem Leben wahrnehmen. Er wirkt in Allem, aber oft entgeht uns, was er tut. Wenn wir uns z.B. über eine Situation beschweren, dann beurteilen wir sie, dann denken wir darüber nach. Besser wäre es, zu versuchen, einfach wahrzunehmen und anzunehmen, was ist, und wahrzunehmen, was der Herr gerade wirken will. Auf diese Weise können wir in unserem Leben offen sein für den Herrn und ihn erwarten.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du zu uns kommen willst und dass wir dich erwarten dürfen. Hilf uns, in dieser Offenheit zu leben, in der Wahrnehmung zu leben, und dass wir nicht durch das Kreisen um uns selbst, um unser eigenes Programm deinem Wirken im Weg stehen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, "Heute" soll ich "meine Lampe brennend halten, und wach" sein.

    Schon in deiner Zeit, JESUS,
    ( hier auf Erden ) hast DU einen "Glaubensschwund- eine Verarmung im Glauben der Gesellschaft" erfahren können.

    Auf die Fürsprache der Jungfrau und Gottesmutter Maria, bitte ich DICH mein Herr und Gott; schenke mir DEINE GNADE und lass mich "Heute" wach sein, damit ich DEIN WIRKEN in meinem Leben erkennen kann.

    Amen

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