Mittwoch, 16. Oktober 2019

Die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. (Lk 11,42)

28 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,42-46

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. 

Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden. 

Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken. 

Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. 

Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.

 

 

Tagesimpuls:

 

Die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr.  (Lk 11,42)

 

Gerechtigkeit und Liebe zu Gott ist für Jesus am wichtigsten. Religiöse Rituale und Vorschriften können eine Hilfe und Stütze sein, aber wenn man Gerechtigkeit und Liebe vergisst, nützt das nichts. Dieses Wichtigste ist zugleich das Werk Gottes in uns und unser Werk. Ich weiß, dass ich ohne Gott nichts kann, aber ich muss es auch selber tun. Dass die Liebe in mir fließt (die Liebe zu Gott und zu den Menschen), das kann nicht geschehen, wenn ich es nicht zulasse. Es kann aber auch nicht geschehen, wenn die Gnade nicht fließt in mir.

 

Die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr.

 

Wir fallen immer wieder in die Gefahr, Gebete und religiöse Rituale zu machen ohne Liebe. Daher sagt Maria in Medugorje immer, dass wir mit dem Herzen beten sollen. Wir sollen alles mit Liebe machen. Äußerlich kann das genauso aussehen, und doch ist es so ein großer Unterschied. Wir können ja heute einmal beobachten, wie oft wir etwas wirklich aus Liebe tun. Vieles tun wir aus Gewohnheit ohne Liebe. Manches tun wir aus Angst. Wir wollen akzeptiert sein, wir wollen unserem Ideal entsprechen und haben Angst zu versagen. Anderes tun wir aus Pflichtgefühl, weil wir vor uns selber und vor den anderen gut dastehen wollen. Aber wichtig wäre, die Dinge aus Liebe zu tun.

 

Die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr.

 

Um Dinge aus Liebe zu tun, hilft es mir, vor jeder Tätigkeit mit einem freien Gebet zu beginnen. Ich rufe immer wieder Jesus an, oder den Heiligen Geist oder Gott, dass er mir hilft, das, was ich tun will, mit Liebe zu tun.

 

Gebet:

Jesus, danke, dass du mir hilfst, alles mit Liebe zu tun. Lass Gerechtigkeit und Liebe in mir wachsen. Entmachte die Angst und die anderen Antreiber in mir, die nicht gut sind. Heiliger Geist, sei du heute mein ständiger Begleiter und lass große Liebe in mir wachsen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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