Donnerstag, 26. Oktober 2017

Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei. (Lk 12,52)

29 Woche im Jahreskreis – Donnerstag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,49-53.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.
Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei,
der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

 

Tagesimpuls:

 

Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei. (Lk 12,52)

 

Wir sollen unseren Halt nicht suchen in der Unterstützung durch Menschen, sondern allein in Gott. Jesus wurde verlassen von seinen Freunden, und er war voll und ganz auf die Hilfe Gottes angewiesen. Wir dürfen dankbar sein für alle lieben Menschen, die an unserer Seite stehen. Viele unterstützen uns auf unserem Weg mit Gott. Und wir sollen auch die Gemeinschaft suchen, wir sollen keine Einzelgänger werden. Die Gemeinschaft ist sehr wichtig. Jesus hat die Gemeinschaft gegründet, die Gemeinschaft der Apostel, der Jünger, der Kirche. Und doch sollen wir nicht in erster Linie von der Gemeinschaft Unterstützung erwarten, sondern von Gott.

 

Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei.

 

Die Gemeinschaft ist dazu da, das wir die anderen lieben, nicht, dass wir Erwartungen an sie stellen. Wir sollen für die anderen da sein, nicht die anderen für uns. Was uns selbst betrifft, so erwarten wir alles von Gott. Damit will ich nicht sagen, dass man nicht Hilfe annehmen sollte. Es ist der Wille Gottes, dass wir einander helfen. Es soll immer ein Geben und Empfangen sein in der Gemeinschaft. Trotzdem ist richtig, dass wir nichts erwarten sollen, und es ist sicher, dass wir enttäuscht werden, wie Jesus. Aber jede Enttäuschung treibt uns tiefer in die Arme Jesu, und dann können wir verzeihen, und die Gemeinschaft wird durch diese Enttäuschungen letztlich nicht zerstört – so wie die Gemeinschaft Jesu nach der Auferstehung weiter ging, durch Vergebung und Versöhnung hindurch. Ich weiß nicht, ob jeder versteht, was ich meine, ganz für die Gemeinschaft leben, aber alles von Gott erwarten!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns die Gemeinschaft geschenkt hast, die Familie, die Kirche. Ich will ganz für die anderen da sein, aber ich will der Gemeinschaft nicht zur Last fallen. Ich will alles von dir erwarten, ich will von dir Liebe erwarten und in der Gemeinschaft Liebe schenken.

 

 

Pastor Roland Bohnen

 

 

 

 

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