Dienstag, 17. Oktober 2017

Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? (Lk 11,40)

28 Woche im Jahreskreis – Dienstag

 

us dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,37-41.

In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch.
Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.
Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit.
Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen?
Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.

 

Tagesimpuls:

 

Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen?  (Lk 11,40)

 

Wir befolgen heute keine jüdischen Rituale mehr. Aber auch wir sind oft zu sehr mit dem Äußeren beschäftigt, vielleicht mit unserem Aussehen, oder damit, was andere über uns denken. Jesus sagt, dass wir mehr auf das Innere achten sollen, auf unsere Seele, auf die Liebe in unserem Herzen. Was nützt es, wenn die Juden ihre religiösen, rituellen Vorschriften beachten, aber in ihrem Herzen keine Liebe für die Mitmenschen ist, und sie nicht mit den Armen teilen.

 

Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen?  

Wir wollen also auf unser Inneres achten! Ist unser Herz voll Liebe? Oder sind da andere Gedanken. Die meisten Menschen haben negative Gedanken über sich selbst. Sie finden sich selbst nicht schön, nicht gut. Wenn ich z.B. einmal darum bitte, dass mir jemand ein Foto von sich gibt, z.B. für eine Internetseite, dann sagen viele: „Nein, von mir gibt es kein schönes Foto." Das sagen sogar Menschen, die wunderbar aussehen, aber sich selber finden sie nicht schön. Solche negativen Gedanken sind zerstörerisch. Da gilt es wirklich auf unser Inneres zu achten. Wir müssen immer wieder auf die innere Stimme in uns achten, die von Gott kommt. Gott findet uns schön, er findet uns gut. Von Gott kommt immer Ermutigung, nie Entmutigung. Aber dazu brauchen wir Zeit für das Gebet, für die Stille, für die Besinnung. Wenn wir in die Stille gehen, dann können wir auf die gute Stimme Gottes in uns hören, dann wächst die Liebe in uns, und dann können wir nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Mitmenschen akzeptieren und lieben.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du mich liebst. Du findest mich schön, du findest mich gut, du machst mir Mut. Befreie mich davon, dass ich zu sehr auf mein Äußeres achte, auf das, was die Leute von mir denken oder sagen. Lass mich auf dich achten, auf deine Stimme, auf deine Ermutigung. Ich muss nicht eine Rolle spielen, ich darf der Mensch sein, so wie du mich geschaffen hast.

 

 

Pastor Roland Bohnen

 

 

 

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