Donnerstag, 1. Oktober 2020

Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt. (Lk 10,12)

26 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,1-12

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. 

Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. 

Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. 

Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! 

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! 

Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. 

Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! 

Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. 

Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. 

Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: 

Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. 

Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.  (Lk 10,12)

 

Heute wird das Christentum wie eine Nebensache betrachtet. Wenn man eine Nebensache nicht beachtet, dann hat das keine Auswirkungen. Aber Jesus an die Seite zu schieben, hat gravierende Auswirkungen. Gott abzulehnen bedeutet immer, dass man sich das Gericht zuzieht. Wir wissen, was mit Sodom geschehen ist, und wir wissen auch, was mit Jerusalem geschehen ist. Jerusalem war die Stadt, die den Gottessohn abgelehnt hat. Dies zu schreiben hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Israel ist Gottes Augapfel, es ist sein geliebtes Volk, es sind unsere Brüder und Schwestern, für die wir beten. Und es ist nicht Israel allein, das sich das Gericht Gottes zugezogen hat. Im Moment sind wir selber auf dem besten Weg dahin. Jedem, der Jesus ablehnt, wird es so ergehen, jedem einzelnen, jeder Stadt, jedem Volk.

 

Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

 

Das Gericht Gottes hat nichts mit Rache zu tun, oder irgendwelchen negativen Gefühlen, die Gott gegen uns hätte. Es ist so, wie wenn Gott ein wärmendes Feuer entzündet hat in einer Landschaft, wo es überall dunkel und minus 30 Grad kalt ist. Solange man sich an dem wärmenden Feuer aufhält, geht es einem gut. Dort hat man Licht, Wärme, und es gibt zu Essen. Sobald man sich aber von dem Feuer entfernt und in die Dunkelheit geht, wird es immer kälter, und man kann dort nicht überleben. Gott ist nicht böse, aber gerecht. Entfernt von Gott wird das Leben immer schwieriger, weil das Böse dort immer mehr Macht bekommt. Deswegen ist der Glaube an Jesus keine Nebensache, die man ohne Folgen auch mal weglassen kann, sondern es ist das Wichtigste in unserem Leben, damit das Böse vertrieben wird, weit weg, und damit wir immer in der Wärme und im Licht leben, und damit er uns immer die Nahrung gibt, die wir brauchen.

 

Gebet:
Jesus, es macht mich so traurig, dass so wenig Menschen erkennen, wie wichtig du bist. Das Feuer ist die Eucharistie. Dort ist dein Licht, deine Gegenwart, deine Liebe, deine Nahrung. Und genau die wird so sehr vernachlässigt und verachtet. Herr, hilf uns, dass wir für dich werben, dass wir Zeugnis geben von dir, aber wirke du auch selber in der Herzen der Menschen, dass sie dich erkennen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, wir brauchen dich, wo du nicht bist, wird es dunkel um uns. Wie können wir dein Licht zum Leuchten bringen!
    In uns müssen wir eine Beziehung zu Gott hin, aufbauen. Er ist das Licht, das uns von innen heraus, hell macht. Für mich gehört die Kontemplation, die Anbetung wesentlich dazu. Durch den Lobpreis, der nur Gott zukommt, schaffen wir innerlich einen freien Raum. So können wir uns ganz ihm überlassen. Er bewirkt dass, was wir aus eigener Kraft nicht können. So übergebe ich Jesus Christus mein Leben. Er gestaltet meinen Alltag mit, ich lasse es geschehen.
    Heiliger Geist, schenke mir deinen Segen weiterhin, der mir täglich die Kraft gibt zum Weitergehen. Amen!

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  2. Jesus, ich bin ein Mensch,  von Gott geschaffen.  Ich bin aus dem Leib meiner Mutter geboren....( aus der Sicht des Kindes ) vom Dunkel ins Licht des Tages.

    Intuitiv habe ich das Verlangen nach Helligkeit, Licht, Sonnenlicht,Wärme etc.
    - da ich glaube, das Gottes-Liebe auch ewiges Licht / Licht der Ewigkeit bedeuten kann,  will ich gar nicht ins "Dunkel"  hinein.

    Mir stellt sich  eher die Frage;  - bin ich ein von Gott / Jesu   "Gesandter" , bin  ich womöglich einer der 72, oder sogar der
    75_zigste  oder  890^zigste.? ...egal !

    Jesus, wenn DU mich senden willst, so sende mich.  Amen

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