Samstag, 3. Oktober 2020

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt. (Mt 21,43)

27 Sonntag im Jahreskreis  

Evangelium                                                                                    Mt 21, 33–42.44.43

In jener Zeit
sprach Jesus zu den Hohepriestern
und den Ältesten des Volkes:
33Hört noch ein anderes Gleichnis:
Es war ein Gutsbesitzer,
der legte einen Weinberg an,
zog ringsherum einen Zaun,
hob eine Kelter aus
und baute einen Turm.
Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer
und reiste in ein anderes Land.
34Als nun die Erntezeit kam,
schickte er seine Knechte zu den Winzern,
um seine Früchte holen zu lassen.
35Die Winzer aber packten seine Knechte;
den einen prügelten sie,
den andern brachten sie um,
wieder einen anderen steinigten sie.
36Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal;
mit ihnen machten sie es genauso.
37Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen;
denn er dachte:
Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
38Als die Winzer den Sohn sahen,
sagten sie zueinander: Das ist der Erbe.
Auf, wir wollen ihn umbringen,
damit wir sein Erbe in Besitz nehmen.
39Und sie packten ihn,
warfen ihn aus dem Weinberg hinaus
und brachten ihn um.
40Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt:
Was wird er mit jenen Winzern tun?
41Sie sagten zu ihm:
Er wird diese bösen Menschen vernichten
und den Weinberg an andere Winzer verpachten,
die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
42Und Jesus sagte zu ihnen:
Habt ihr nie in der Schrift gelesen:
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
er ist zum Eckstein geworden;
vom Herrn ist das geschehen
und es ist wunderbar in unseren Augen?
44Und wer auf diesen Stein fällt,
wird zerschellen;
auf wen der Stein aber fällt,
den wird er zermalmen.
43Darum sage ich euch:
Das Reich Gottes wird euch weggenommen
und einem Volk gegeben werden,
das die Früchte des Reiches Gottes bringt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.  (Mt 21,43)

 

Jesus meint das Volk Israel, das nicht die erwarteten Früchte bringt. Wir denken bei den Wort Früchte zuerst an Nächstenliebe, Frieden und Gerechtigkeit. Das ist auch nicht falsch, aber zuallererst geht es Jesus darum, ob die Menschen ihn annehmen oder ablehnen. Das Volk Israel hat Jesus abgelehnt. Das war der größte Fehler. Und das hat Konsequenzen. Dann werden Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe, heute würde man sagen „soziales Verhalten", immer schwächer, immer brüchiger, und dann kommt es letztlich zu Krieg und Zerstörung.

 

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.

 

Der Humanismus sagt: Wir brauchen Jesus nicht. Wir bauen eine gerechte Welt voller Menschlichkeit und Frieden. Aber Jesus warnt: Wenn man ihn ablehnt, dann führt das nicht zu mehr Menschlichkeit, sondern es führt zu Verfall, Unheil und Krieg. Und wie ist es bei uns heute? Wird uns auch eines Tages das Reich Gottes weggenommen, weil wir Jesus so sehr abgelehnt haben? Aber der heutige Mensch sagt: „Ich lehne doch Jesus gar nicht ab. Ich gehe zwar fast nie zur Kirche, aber ich glaube auch an Jesus." De facto hat er aber Jesus abgelehnt, wenn er alles andere, selbst die unwichtigsten Dinge, Jesus vorzieht. Die Eucharistiefeier ist die Begegnung, ja die Vereinigung mit Jesus. Wer die ablehnt, der hat sich von Jesus entfernt, auch wenn er etwas anderes behauptet.

 

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.

 

Aber wir sollen positiv bleiben! Wir wollen Jesus annehmen, wir wollen ihn anbeten, wir wollen ihn bezeugen in unserer Gesellschaft. Und je mehr wir werden, umso größer ist die Hoffnung, dass uns das Reich Gottes nicht weggenommen wird, dass wir auch morgen noch eine Kirche vor Ort haben, einen Ort, wo besonders unsere Kinder und auch junge Menschen sich wohlfühlen, wo sie gerne hingehen, wo sie eine Heimat finden und christliche Werte lernen, die sie dann in unserer Gesellschaft vorleben.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns das Reich Gottes geschenkt hast: Den christlichen Glauben, die Liebe zu dir, dass du unser Mittelpunkt bist. Hilf uns, dich anzubeten, dich zu lieben und zu loben. Füge der Zahl derer, die an dich glauben, noch viele hinzu, damit uns das Reich Gottes erhalten bleibt, hier in Deutschland und Europa!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, welche Art von "Arbeiter in deinem Weinberg, bin ich?"  Bin ich für Dich ein "Gläubiger Mensch"  oder ein "Ungläubiger".


    Hl.Geist stärke meinen Glauben, damit ich teilhaben darf am Erbe meines Gottes. Amen
    Hl. Franz v.Assisi bitte für uns

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