Dienstag, 27. Oktober 2020

Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. (Lk 13,19)

30 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 13,18-21

In jener Zeit sprach Jesus: Wem ist das Reich Gottes ähnlich, womit soll ich es vergleichen? 

Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. 

Außerdem sagte er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? 

Es ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

 

 

Tagesimpuls:

 

Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.  (Lk 13,19)

 

Das Wachsen geht langsam und stetig. Man kann einem Baum beim Wachsen zuschauen, aber man sieht im Moment nichts. Trotzdem wächst er, das sieht man im Laufe der Jahre. Und so ist das Reich Gottes. In der Regel kann man das Wachsen nicht sehen, aber es wächst trotzdem. Allerdings wächst das Reich Gottes leider nicht überall in der Kirche. Wir sehen in Europa, dass Kirchen geschlossen werden. Wir sehen, wie viele Moscheen neu gebaut werden, und wie viele andere religiöse Gruppen oder Institutionen entstehen. Es gibt ein Wachstum, aber es gibt auch ein Sterben.

 

Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.

 

Da wir uns nicht auf das Sichtbare verlassen können, müssen wir uns auf Gottes Wort stützen. Vom Wort Gottes her bin ich der Überzeugung, dass dort, wo Jesus angebetet wird, das Reich Gottes wächst. Daher haben wir eine 24/7 Anbetungsinitiative ins Leben gerufen. Wir haben das Ziel der ununterbrochenen Anbetung zwar noch nicht erreicht, aber wir haben schon fast die Hälfte, 75 Stunden pro Woche. Dafür bin ich den Betern sehr dankbar, besonders denen, die die Nachtstunden übernehmen. Ich glaube daran, dass dadurch das Reich Gottes hier nicht stirbt, sondern wächst. Wenn man jetzt sichtbares Wachstum benennen müsste, könnten Kritiker das immer wieder zurückweisen und sagen: „Das sind Einzelfälle." Das stimmt. Wir können nicht eine riesige Erfolgsgeschichte vorweisen, wir sehen aber einzelne Menschen, die sich neu auf dem Weg mit Jesus gemacht haben. Und solche gibt es immer wieder.

 

Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.

 

Wer wünschte sich nicht, dass man das Wachstum stärker sehen könnte? Wer wünschte sich nicht Scharen von Menschen, die sich bekehren? Damit wir aber den Glauben und die Hoffnung nicht verlieren, gibt Jesus uns dieses Gleichnis. Wenn du das Richtige tust, dann kannst du dich darauf verlassen, dass das Reich Gottes wächst, auch wenn du es nicht siehst. Man darf nur kein Pharisäer werden, der seine eigene Vorstellung vom Reich Gottes durchsetzt (z.B. „dass man alles nicht so übertreiben soll") und meint, er wäre ein guter Christ, ohne sich von Jesus und vom Heiligen Geist führen zu lassen. Dann kann man zwar kirchlich engagiert sein, aber dort wächst nicht das Reich Gottes.

 

Gebet:

Jesus, ich wünsche mir, dass dein Reich wächst. Ich will dir folgen, deinen Weg gehen, dich in den Mittelpunkt stellen, dich anbeten. Wenn ich das tue, dann erlebe ich viel Widerstand. Sehr viele der kirchlich engagierten Menschen verstehen diesen Weg nicht. Und ich sehe das Wachstum genauso wenig, wie man es bei einem Baum sieht. Aber ich glaube dir, dass dein Reich wächst, wenn wir das Richtige tun. Hilf uns, in deiner Führung zu leben und zu bleiben, damit dein Reich wachsen kann, ob wir es nun sehen oder nicht.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, in diesem Evangelium heute sagst du gleich zweimal: Wem ist das Reich Gottes ähnlich? Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? Senfkorn, das ein Mann nahm und in seinem Garten säte. Im zweiten Vergleich: Es ist wie der Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl verbarg.
    Jesus, du hast beide Geschlechter gleichwertig behandelt. Ob Mann oder Frau, beide können sie, deine Liebe weitergeben.
    So danke ich dafür, dass du deinen Geist in die Welt ausgesandt hast. Viele Menschen haben sich von deinem Geist inspirieren lassen und tun es auch heute noch, dass die Botschaft der Liebe und des Friedens sich über den ganzen Erdball verbreitet.
    Für mich ist es wichtig, dass der Lobpreis, die Anbetung einen neuen Stellenwert in der gegenwärtigen kirchlichen Situation bekommt. Amen!

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