Freitag, 9. Oktober 2020

Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. (Lk 11,24)

27 Woche im Jahreskreis      Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 11,14-26

In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. 

Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. 

Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. 

Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. 

Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. 

Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. 

Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. 

Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; 

wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. 

Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. 

Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. 

Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, 

dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.   (Lk 11,24)

 

Die unreinen Geister wollen wieder zurückkehren. Damit ermahnt uns Jesus, wachsam zu bleiben. Wir müssen immer aufpassen. Schon Adam, der das Paradies geschenkt bekommen hatte, das ganz sicher „sauber und geschmückt" war, sollte es nicht nur bebauen, sondern auch bewachen. Die unreinen Geister dringen nicht nur dort ein, wo schon Vorbelastungen sind, wo sie schon Anrechte haben, nein, sie greifen auch dort an, wo es noch ganz sauber und geschmückt ist, wo die Menschen noch unschuldig sind wie Adam vor dem Sündenfall.

 

Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. 

 

Sie wollen in das Haus einkehren. Wir sehen, wie der Teufel alles nachmacht, was Jesus macht. Jesus will bei uns einkehren, er will in uns wohnen. Also macht der Teufel dasselbe. Er versucht, in uns einzudringen. Daher hatte Adam den Auftrag, das Paradies zu beschützen. Wir sollen uns schützen, und dabei haben wir auch Verantwortung für unsere Familien und für die Menschen, die uns anvertraut sind. Wir schützen uns, indem wir bei Jesus bleiben. Er ist der starke Mann, der unseren Hof bewacht. Und wenn die unreinen Geister es doch geschafft haben, dann werden wir sie wieder los, durch die Beichte! Dann werfen wir uns wieder in die Arme Jesu!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir immer wieder in deinen Schutz zurückkommen dürfen. Bitte verzeih uns, wenn wir unser Leben nicht genügend beschützt haben. Ich will immer wieder zurückkommen in deine Arme!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, im heutigen Evangelium versuchst du mir klar zu machen, dass Heilung durch Gott geschieht. In meinem Alltag verstricke ich mich immer wieder in Halbwahrheiten, ich verletze meine Mitmenschen.
    Jesus, du treibst vor aller Augen, die Dämonen, mit dem Finger Gottes aus. Wer daran glaubt, der erfährt eindeutig, dass das Reich Gottes schon gekommen ist.
    Jesus, du sagst auch: wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
    Jesus Christus, ich möchte mit dir verbunden bleiben, mit dir sein! So möchte ich bewusst und aktiv “ Gutes“ und “ Positives“ denken und tun. Auch für mich ist die Beichte ein Sakrament, dass dies möglich macht.
    Heiliger Geist, schenke mir die Kraft und den Mut auch weiterhin zu einem Leben in der Gegenwart Gottes. Amen!

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