Mittwoch, 2. Juni 2021

Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel. (Mk 12,25)

09 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 12,18-27

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung, zu Jesus und fragten ihn: 

Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, aber kein Kind, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. 

Es lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, und als er starb, hinterließ er keine Nachkommen. 

Da nahm sie der zweite; auch er starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und ebenso der dritte. 

Keiner der sieben hatte Nachkommen. Als letzte von allen starb die Frau. 

Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. 

Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes. 

Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel. 

Dass aber die Toten auferstehen, habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen, in der Geschichte vom Dornbusch, in der Gott zu Mose spricht: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? 

Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt euch sehr.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel.  (Mk 12,25)

 

Hier muss ich an den Zölibat denken. In dieser Lebensform soll an das engelähnliche Leben im Himmel erinnert werden. Es ist ein Leben voller Liebe, nicht mit weniger Liebe. Liebe ist immer voller Opfer, nur die Art der Opfer ist wahrscheinlich etwas anders bei der Ehe und beim Zölibat. Ich stelle mir vor, dass die Opfer bei der Ehe z.B. so aussehen, dass man nachts wegen der Kinder wenig Schlaf bekommt. Beim Zölibat verzichtet man auf das Ausleben der Sexualität. Das ist aber ehrlich gesagt ein kleines Opfer. Bei der Ehe kann man seinen sexuellen Neigungen auch nicht freien Lauf lassen. In jeder Lebensform gibt es in diesem Bereich den Verzicht.

 

Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel.

 

In jeder Lebensform, sei es Ehe oder Zölibat, kann man auch vor dem Opfer weglaufen und versuchen, es sich „bequem" zu machen. Dann wird man egoistisch, und auf die Dauer schadet das der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, und es schadet auch den anderen. Erfüllung findet unser Leben nur durch die Liebe und die Hingabe. Im Himmel werden wir voller Liebe sein. Und hier sind wir auf dem Weg. Dieses Leben ist die Chance, Liebe und Hingabe zu lernen. Wenn unsere Gesellschaft lehrt, man müsse alle seine Neigungen ausleben, dann ist das ein falscher Weg. Das führt zu Egoismus und Unglück. Wir Christen stehen da im Kontrast zur „Moral" unserer Gesellschaft. Die sogenannte sexuelle Befreiung war keine Befreiung. Sie macht uns immer mehr zu Sklaven unserer Begierden, und das ist nicht gottgewollt, das ist auch nicht unsere Natur.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns den richtigen Weg zeigst, auch wenn er im Gegensatz steht zu dem, was in unserer Gesellschaft Konsens ist. Hilf uns, stark zu sein und gegen den Strom zu schwimmen. Wir wollen in der Liebe sein, und nicht im Egoismus, nicht Sklaven der Begierden. Jesus, bitte hilf uns auf diesem Weg.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 








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