Freitag, 11. Juni 2021

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus. (Joh 19,34)

HOCHFEST DES HEILIGSTEN HERZENS JESU

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 19,31-37

Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag. 

Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. 

Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, 

sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. 

Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt. 

Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. 

Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

 

 

Tagesimpuls:

 

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus.  (Joh 19,34)

 

Das heutige Hochfest betont,  wie sehr Jesu Herz für uns geöffnet ist. Es ist völlig offen und verwundbar, voller Barmherzigkeit. Viele Menschen werden hart, wenn sie verletzt worden sind. Sie wollen sich schützen und niemanden mehr so nah an sich heranlassen. Aber bei Jesus ist es das Gegenteil. Er wird verletzt, aber sein Herz bleibt offen für uns. Er wird nicht bitter oder böse wegen der vielen Sünden, die gegen ihn begangen werden. Sein Herz bleibt immer geöffnet, seine Barmherzigkeit bleibt immer für uns bestehen.

 

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

 

Manche meinen, dass Liebe bedeuten würde, dass man zu allem Ja sagt. Eltern wissen, dass das nicht richtig ist. Wenn die Kinder z.B. abends immer länger aufbleiben und fernsehen wollen, dann müssen die Eltern irgendwann Nein sagen. Was ist die größere Liebe und Barmherzigkeit? Wenn man die Kinder dann gewähren lässt oder wenn man Nein sagt? Oft ist die Liebe der schwerere Weg. Wenn man wirklich liebt, dann darf man nicht immer den leichteren Weg gehen. Liebe heißt auch, dass man zur Wahrheit steht, auch wenn das nicht immer gleich verstanden wird. Wenn Jesus immer den leichten Weg gegangen wäre, dann hätte man ihn nicht gekreuzigt. Aber er ist sich selber treu gewesen, und genau darum können wir nun an ihn glauben, dass er wirklich der Sohn Gottes ist, der Messias.

 

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

 

Immer dann, wenn wir nicht verstanden werden, müssen wir zum Kreuz gehen und alles Leid ans Kreuz Jesu bringen. Dort schenkt Jesus uns sein kostbares Blut, und auch den Heiligen Geist (das Wasser). Hier kann alles verwandelt werden. Hier kann jeder Schmerz gelindert und hier können alle Wunden geheilt werden. Was auch immer es ist: Gehen wir zu Jesus unter das Kreuz!

 

Gebet:

Jesus, ich komme jetzt unter dein Kreuz mit all dem Leid, all dem Schmerz, mit allem, was mich bewegt. Ich bringe alle Menschen unter dein Kreuz, die mir weh getan haben, die leiden, all die offenen Wunden, alles, was der Heilung bedarf. Jesus, ich vertraue dir, dass du alles verwandeln willst, wenn ich es unter dein Kreuz bringe.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 








Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019
pastorbohnen@me.com
www.kirche-selfkant.de


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen