Mittwoch, 27. Juni 2018

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. (Mt 7,15)

 12 Woche im Jahreskreis    Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 7,15-20.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. 

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? 

Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. 

Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. 

Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 

An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.   (Mt 7,15)

 

Ein Trickbetrüger würde keinen Erfolg haben, wenn man ihm auf den ersten Blick schon ansehen würde, dass er Böses im Sinn hat. Er tarnt sich. Er sagt 95 Prozent die Wahrheit und ist sehr freundlich, um dann gezielt seine Lügen einzustreuen. Wegen der 95 Prozent glaubt man ihm, und dann glaubt man auch die Lügen. Das System des Betrügers besteht geradezu darin, Gutes und Schlechtes zu vermischen. Es ist so, wie wenn man einen Kuchen backt, bei dem mehrere Eier verwendet werden. Wenn nur ein Ei faul ist, dann ist der ganze Kuchen nicht mehr gut. Dann nützt es nichts, dass noch mehrere gute Eier darin sind.

 

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.   

 

Der Teufel versucht also zu betrügen, indem er das Faule untermischt. Manche sagen z.B. dass sie geheilt wurden durch eine bestimmte Praxis. Und dann gibt es noch das fragwürdige Sprichwort: „Wer heilt hat Recht." Ich glaube nicht an dieses Sprichwort. Was ist denn, wenn der Teufel eine Heilung bewirkt, um einem Menschen Sand in die Augen zu streuen und ihn enger an sich zu binden? Ich habe einmal in einer Predigt gehört, dass jemand von einem Heiler ein Amulett bekommen hat für sein Kind. Es wurde geheilt, musste aber das Amulett tragen. Irgendwann kam die Mutter dahinter und öffnete es. Da war ein Gebet drin zum Teufel, dass sinngemäß so etwa lautete: „Keep her body well so that her soul will go to hell." (Bewahre ihren Körper gesund, damit ihre Seele in die Hölle kommt.) So wie wir auf die Freundlichkeiten eines Trickbetrügers verzichten können, so können wir auch verzichten auf Heilungen, die vom Teufel kommen. Wir sollen nur bei Gott Hilfe suchen, nirgendwo anders.

 

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.   

 

Wir müssen also aufpassen. Nicht alles, was gut scheint, ist auch gut. Halten wir uns eng an Jesus – und an die Kirche! Wer sich nicht sicher ist, ob eine Sache gut ist, der soll sich informieren bei Menschen, die offensichtlich auf einem guten Weg gehen. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen, sagt Jesus. Fragen wir die Menschen, bei denen wir die guten Früchte sehen, um Rat. Und halten wir uns an die Lehre der Kirche!

 

Gebet:

Jesus, in unserer Gesellschaft gibt es eine große Verwirrung. Es gibt vieles, was nicht gut ist, und viele Menschen lassen sich täuschen. Hilf uns, auf deinem Weg zu gehen. Hilf uns, den Menschen die Wahrheit zu vermitteln und sie zu warnen vor Irrwegen. Danke, dass du uns heute viele gute Propheten sendest, die uns deine Wahrheit verkünden. Hilf uns allen, die guten von den falschen zu unterscheiden.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

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