Freitag, 8. Juni 2018

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus. (Joh 19,34)

HEILIGSTES HERZ JESU

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 19,31-37.

Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag.
Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war.
Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht,
sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.
Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt.
Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen.
Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

 

Tagesimpuls:

 

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.  (Joh 19,34) 

Jesu Herz ist für uns geöffnet. Für immer steht es offen für alle Menschen, und wir können in dieses Herz eintreten. Wir können uns in ihm bergen. Wenn wir in das Herz Jesu eintreten, dann treten wir für einen Moment in den Himmel ein. Wir finden darin Ruhe, schöpfen darin neue Kraft. Ich verbinde das mit der eucharistischen Anbetung. Sicherlich kann man auch unabhängig von der eucharistischen Anbetung in das Herz Jesu eintreten, aber vor dem Allerheiligsten, wenn man direkt in der Anwesenheit Jesu ist, dann ist es noch intensiver.

 

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

Aus dem Herzen Jesus fließen Blut und Wasser. Das Blut Jesu müssen wir immer wieder über uns ausgießen. Es ist ähnlich wie in der Nacht vor dem Auszug aus Ägypten. Die Israeliten mussten das Blut des Lammes an die Türpfosten ihrer Häuser streichen. So müssen auch wir das Blut Jesu, das er für uns vergossen hat, über uns ausgießen, wir müssen sozusagen Gebrauch davon machen. Jesus hat seinen Teil getan, unser Teil ist es, das anzunehmen, was er uns geschenkt hat.

 

Einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

Wir können uns neben den Hauptmann stellen und erleben, wie Jesu Blut vom Kreuz auf uns herabströmt. So wie der Hauptmann sich bekehrt hat, so werden auch wir die Früchte dieses Blutes empfangen: Bekehrung, Reinigung, Vergebung, neue Kraft. Und wir können immer wieder in sein Herz hineingehen, ins Paradies, in den Himmel, und dort gewaltigen Trost und alle himmlischen Gaben empfangen.

 

Gebet:

Jesus, ich will mich in deinen Wunden bergen, ich will durch dein geöffnetes Herz in dem Himmel eintreten. Jesus, danke auch für dein Blut, das du für uns vergossen hast. Ich will immer wieder gereinigt und gesegnet werden durch dein Blut. Heute, an diesem Hochfest, will ich ganz besonders dein Herz verehren, das für alle Menschen geöffnet ist. Lass mich heute viel an deinem Herzen ruhen, so wie du am Herzen des Vaters ruhst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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