Donnerstag, 7. Juni 2018

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. (Mk 12,29)

09 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 12,28b-34.

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

 

Tagesimpuls:

 

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.  (Mk 12,29)

 

An erster Stelle steht Gott. Das heißt nicht, dass wir Menschen weniger wert wären, oder nicht so wichtig. Aber Gott steht an erster Stelle, weil ohne ihn nichts existieren würde. Von ihm geht alles aus, er gibt allem das Leben, nicht nur durch das Einhauchen am Anfang der Schöpfung, sondern permanent. Die Theologie spricht von „Creatio continua", kontinuierliche Schöpfung. D.h. die Schöpfung geht immer weiter, Gott gibt der Welt permanent das Leben und erhält alles im Dasein. Das ist der Grund, warum Gott an der ersten Stelle steht und stehen muss, sonst sägen wir uns den Ast ab, auf dem wir sitzen.

 

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

 

Im Flugzeug gibt es jedes Mal diese Sicherheitshinweise. Jedes Mal wird gesagt: „Im Falle eines plötzlichen Druckverlustes nehmen Sie zuerst selber die Sauerstoffmaske, bevor Sie anderen helfen." Hier ist dasselbe Prinzip. Damit ist nicht gesagt, dass mein Leben wichtiger wäre oder wertvoller als das der anderen. Aber nur, wenn ich lebe, kann ich anderen helfen zu leben. Und so ist es auch mit unserer Beziehung zu Gott. Nur wenn wir ihn an die erste Stelle setzen, wenn wir von ihm das Leben empfangen, nur dann können wir auch anderen Menschen helfen, diese Kraft weiterschenken, unsere Mitmenschen lieben.

 

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

 

Entscheiden wir uns heute neu dafür, Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen! Leben wir aus seiner Kraft! Das ist das erste und wichtigste Gebot. Dann können wir auch das zweite erfüllen, was genauso wichtig ist: unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst.

 

Gebet:

Jesus, ich will dich in den Mittelpunkt meines Lebens stellen. Ich will dich lieben, achten und ehren. Du sollst die Quelle sein, aus der ich schöpfe. Wenn du die Mitte meines Lebens bis, dann bekomme ich Kraft für alles, was meine Aufgabe ist. Dann kann ich meine Mitmenschen lieben, ihnen gerecht werden, deine Liebe weiterschenken in Wort und Tat.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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