Montag, 14. Mai 2018

Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. (Joh 16,33)

07 Woche der Osterzeit       Montag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 16,29-33.

In jener Zeit sagten die Jünger zu Jesus: Jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Gleichnissen.
Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und von niemand gefragt zu werden brauchst. Darum glauben wir, dass du von Gott gekommen bist.
Jesus erwiderte ihnen: Glaubt ihr jetzt?
Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der ihr versprengt werdet, jeder in sein Haus, und mich werdet ihr allein lassen. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.

 

Tagesimpuls:

 

Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt.  (Joh 16,33)

 

Jesus hat uns die Bedrängnisse vorausgesagt. Der Jünger ist nicht größer als sein Meister. Wenn der Herr gelitten hat, dann werden auch wir leiden. Er sagte ja auch, dass die Welt uns hassen würde, weil wir nicht von der Welt sind. Ich glaube, dass jeder von uns schon diese Bedrängnisse erlebt hat. Es kommt oft vor, dass wir oder unsere Aktivitäten verspottet werden. Z.B. machen sich Menschen lustig über die Charismatische Erneuerung. Das tut weh. Spott kann sehr weh tun, das ist meine Erfahrung. Auch wenn ich nicht persönlich verspottet werde, so tut es mir doch auch weh, wenn das lächerlich gemacht wird, was mir sehr am Herzen liegt.

 

Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt.

 

Aber Jesus schenkt uns Frieden. In ihm sollen wir Frieden haben. In ihm ist der Friede auch immer zu finden. Ich soll mich nicht auf das Negative konzentrieren. Ich soll den Frieden suchen, den ich in Jesus finden kann. Das ist eine gute Aufgabe für den heutigen Tag: Immer wieder den Frieden in Jesus finden. Zugleich sollen wir auch immer wieder verzeihen. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun", hat Jesus für seine Feinde gebetet. Dieses Gebet ist sehr stark. Ich habe festgestellt, dass man auch für andere Menschen „Buße tun" kann, sozusagen stellvertretend. Das hat Jesus in diesem Gebet getan. Die Mörder hatten selber nicht um Verzeihung gebeten, aber Jesus hat an ihrer Stelle um Vergebung gebeten. So kann ich auch Buße tun und um Vergebung bitten stellvertretend für die Menschen, die spotten. Darüber hinaus ist mir klar geworden, dass die Menschen, die aus irrationalen Gründen, über die sie sich selber nicht bewusst sind, das Wirken des Heiligen Geistes nicht annehmen können, durch mächtige Geister gebunden sein könnten. Vielleicht hat eine Person in der Verwandtschaft Magie betrieben, und nachfolgende Generationen haben es nun schwer, das Wirken des Heiligen Geistes anzunehmen. Ich weiß, dass ich mich mit diesem Standpunkt nun sehr angreifbar mache. Das lässt sich nicht beweisen, nicht überprüfen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es guttun kann, wenn man Buße tut und um Vergebung bittet für schwere Sünden aus der Vergangenheit, und dass das Menschen im Heute, die vielleicht gar nichts dafür können und sich dessen auch gar nicht bewusst sind, freisetzen kann. Grundsätzlich kann es ja nicht schaden, wenn man Gott nachträglich um Vergebung bittet für schwere Verstöße gegen seine Gebote, die sich möglicherweise auf die nachfolgenden Generationen auswirken. In der Taufe beten wir ja auch schon um Befreiung von der Erbschuld. Damit bekennt sich die Kirche ja dazu, dass wir Menschen auch negative Dinge mit in die Wiege gelegt bekommen.

 

Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt.

 

In Jesus sollen wir Frieden finden. Suchen wir den Frieden in allen Bereichen! Lassen wir uns nicht unterkriegen durch die Verfolgung und Verspottung! Im Gegenteil! Bringen wir auch in diese Situationen den Frieden Jesu, in dem wir für die Menschen beten, die das Wirken des Heiligen Geistes nicht annehmen können!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir etwas ändern können durch unser Gebet. Ich danke dir, dass wir dem Bösen nicht hilflos ausgeliefert sind. Ich danke dir, dass wir zum Frieden beitragen können. Bitte hilf mir heute, immer deinen Frieden zu suchen. Und vergib den Menschen ihre Schuld, die den Frieden zerstören. Vergib auch allen Menschen aus früheren Generationen, deren Schuld sich dahingehend auswirkt, dass Menschen heute immer noch keinen Frieden finden.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


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