Donnerstag, 3. Mai 2018

Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. (Joh 14,13)

FEST DER HLL. PHILIPPUS UND JAKOBUS, APOSTEL

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 14,6-14.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.
Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

 

Tagesimpuls:

 

Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.  (Joh 14,13)

 

Jesus betont sehr deutlich das übernatürliche göttliche Wirken in unserem Leben. Wir werden größere Dinge tun als er. Er wird unsere Gebete erhören. Auffällig ist das „Alles". Und er wiederholt sogar noch einmal, dass er wirklich unsere Bitten erfüllen will. Als wolle er uns sagen: „Ja, das stimmt wirklich!" Und er muss es so deutlich betonen, denn es entspricht nicht unserer Wahrnehmung. Im Gegenteil, der Hauptgrund, warum Menschen an Gott zweifeln, ist, weil er ihre Gebete nicht erhört hat. Mit dieser Aussage fordert Jesus uns ganz schon heraus.

 

Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.

 

Viele Theologen haben – ich glaube zu Recht – versucht, Bedingungen zu formulieren, unter welchen das hier gilt. Z.B. kann man das „in meinem Namen" als Bedingung sehen. Es geht nicht darum, irgendetwas zu erbitten, z.B. einen Lottogewinn, sondern im Namen Jesu zu beten. Und in seinem Namen, das wäre in der Einheit mit ihm, in seinem Sinne, also genau das was Jesus auch betet, was er in uns und durch uns beten will. Es kommt also auf eine große Einheit mit Jesus an.

 

Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.

 

Es geht also darum, dass Jesus sein Leben in uns leben kann, dass wir alles in seinem Namen tun, dass wir in seinem Willen leben. Wenn das so ist, dann wird unser Leben immer mehr übernatürlich, geistlich, dann wirkt Gott in uns so, wie er auch in Jesus gewirkt hat. So spornt uns dieses Evangelium an, heute ganz die Einheit mit Jesus zu suchen, ganz in seinem Willen zu leben.

 

Gebet:

Jesus, schenke uns die Gnade, heute ganz in deinem Willen zu leben. Ich sehne mich nach deinem übernatürlichen Leben. Viele kennen das nicht, haben kaum eine Ahnung davon. Aber wie soll es in die Welt kommen, wenn nicht durch uns? Heiliger Geist, bitte hilf uns, die Bedingungen zu erfüllen, ganz in Einheit mit Jesus und mit dem göttlichen Willen leben zu können. Es ist eine Gnade, es ist nicht unser Werk, sondern dein Werk in uns.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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