Donnerstag, 10. Mai 2018

Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ. (Mk 16,20)

Christi Himmelfahrt

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 16,15-20.

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;
wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

 

Tagesimpuls:

 

Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.  (Mk 16,20)

 

Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, steht der den Jüngern trotzdem bei durch die Zeichen, die er geschehen lässt. Bei Markus ist dies der letzte Satz des Evangeliums. Er überspringt sozusagen das Pfingstfest, was erforderlich war, bevor die Jünger predigen und die Kraftwirkungen des Heiligen Geistes erfahren konnten. In der Kraft des Heiligen Geistes ist Jesus jetzt unter ihnen.

 

Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

 

So ist es bis heute. Leider wurde der Heilige Geist im Laufe der Zeit in der Katholischen Kirche fast vergessen. Das 20. Jahrhundert ist ein Jahrhundert des Heiligen Geistes geworden, er wurde sozusagen wiederentdeckt. Das ist zwar in der vollen Intensität noch nicht überall in der Kirche angekommen, aber es spricht sich mehr und mehr herum, und immer mehr Menschen entdecken die neue Fülle des Heiligen Geistes, der zur Zeit in der Kirche ausgegossen wird.

 

Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

 

Es ist wichtig, dass alle Christen eine Sehnsucht nach dem Wirken des Heiligen Geistes haben. Man kann nie genug Heiligen Geist empfangen. Manche sagen: „Das ist nicht mein Weg." Aber kann es sein, dass es nicht der Weg eines Christen ist, mehr vom Heiligen Geist zu empfangen? Sollen nicht alle Christen immer mehr die Fülle des Heiligen Geistes empfangen? Der Heilige Geist ist die Liebe Gottes, ausgegossen in unsere Herzen. Sein Wirken ist mit vielfältigen Ausdrucksformen verbunden. Es ist eine Stille, eine Ruhe, aber auch eine Kraft, die in unserem Leben alles umwälzt. Es wäre schade, wenn jemand sagt: „Ja, die Stille, die Ruhe, den Trost, das hätte ich schon gerne vom Heiligen Geist, aber bitte nichts anderes, vor allem nichts, was mir fremd erscheint." Klar, wir können Gottes Wirken begrenzen, und wahrscheinlich tun wir das alle. Aber schöner wäre, wenn wir offen sein könnten, wenn wir den Heiligen Geist ohne Grenzen erflehen könnten. Wie viel mehr Menschen könnten dann gerettet werden!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für den Heiligen Geist, den wir nun jeden Tag erbitten wollen. Hilf uns, offen zu sein. Zeige uns, wo wir dem Heiligen Geist Grenzen setzen, vielleicht unbewusst. Lass uns immer mehr die Gnadenfülle erfahren, die du deiner Kirche heute schenken willst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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