Dienstag, 8. Mai 2018

Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. (Joh 16,7)

06 Woche der Osterzeit       Dienstag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 16,5-11.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du?
Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe.
Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.
Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist;
Sünde: dass sie nicht an mich glauben;
Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;
Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

 

Tagesimpuls:

 

Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.  (Joh 16,7)

 

Jesus geht in den Himmel zum Vater, und er sendet uns den Heiligen Geist. Er ist nicht mehr körperlich von Person zu Person gegenwärtig, so wie er zu seinen irdischen Lebzeiten Beziehungen geknüpft hatte zu den Menschen. Stattdessen übernimmt jetzt der Heilige Geist die Aufgabe, die Verbindung zwischen Gott und uns Menschen herzustellen. Durch den Heiligen Geist kann Gott in uns ganz lebendig werden, und wir haben eine echte Beziehung.

 

Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.

 

Immer wieder wird es als Nachteil angesehen, dass wir nicht zu Lebzeiten Jesu leben, dass wir ihn nicht mehr körperlich sehen können. Das ist auch solange ein Nachteil, wie man den Heiligen Geist noch nicht hat. Ohne den Heiligen Geist ist man mit der Realität konfrontiert, dass man Jesus nicht körperlich sehen und anfassen kann. Daher sagen viele: „Wie kann ich eine Freundschaft leben zu jemandem, den ich nicht sehen und fühlen kann?" Wenn es den Heiligen Geist nicht gäbe, dann wäre die Himmelfahrt Jesu nur ein Nachteil für uns. Wer aber den Heiligen Geist empfängt, der erlebt wieder diese intensive Beziehung zu Gott, zu Jesus, für den ist die Freundschaft zu Jesus ganz lebendig, der klagt nicht mehr darüber, dass Jesus zu abstrakt, zu wenig greifbar oder sichtbar wäre. Das wichtigste an einer Beziehung ist immer das Geistige, nicht das Körperliche. Das Geistige, die Liebe, das Wohlwollen, das Gefühl, dass da jemand ist, dessen Herz für mich schlägt, der immer für mich da ist, das ist es, was in der Liebe am wichtigsten ist. Und genau das empfangen wir durch den Heiligen Geist.

 

Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.

 

Bald beginnt die Pfingstnovene. Wir werden im Kirchenjahr erinnert an das Gebet zum Heiligen Geist. Viele Christen rufen den Heiligen Geist täglich an. Wie gesagt, ohne den Heiligen Geist erleben wir unseren Glauben als defizitär. Daher sollten wir täglich um den Heiligen Geist bitten. Dann erleben wir die Fülle der Beziehung zu Jesus und zu Gott.

 

Gebet:

Heiliger Geist, ich danke dir, dass du die Lücke schließt zwischen Gott und uns, seit Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Ich danke dir, dass du in jedes Herz kommen kannst. Dich hindert nichts, keine Sprachbarrieren, kein Anders-Sein, keine menschlichen Unterschiede. Zu jedem Menschen kannst du kommen und ihn erleuchten. Heiliger Geist, komm zu mir, immer wieder und immer mehr! Komm und erfülle alle Christen mit einem lebendigen Glauben, mit einer lebendigen Erfahrung von Jesus, der lebt!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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