Freitag, 22. September 2017

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen. (Lk 8,3)

24 Woche im Jahreskreis – Freitag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,1-3.

In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn,
außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren,
Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

Tagesimpuls:

 

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen. (Lk 8,3)

 

In den letzten Tagen ging es manchmal darum, dass Jesus abgelehnt wurde. Heute hören wir von Menschen, die Jesus unterstützen. Das klingt sehr schön. Wohlhabende Frauen unterstützen Jesus mit ihrem Vermögen. Wir erfahren aus dem Evangelium, dass Jesus und die Jünger eine Kasse hatten. Aus dieser Kasse konnten sie die Armen unterstützen. Diese Kasse führten die Jünger nach der Auferstehung Jesu weiter, davon hören wir in der Apostelgeschichte. So entwickelte sich die Caritas der Kirche.

 

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

Auch wir haben viele Menschen, die uns unterstützen. Gott sorgt dafür, dass wir immer unterstützt werden, unser ganzes Leben lang. Es wird immer Menschen geben, die uns zur Seite stehen. Wir müssen nie Angst haben, dass wir alleine sein werden. Kann ich aus diesem Vertrauen leben? Oder meine ich, dass ich für mich selbst sorgen muss, dass ich mich absichern muss? Natürlich wird es Durststrecken geben, es wird Prüfungen geben, und alle diese Prüfungen werden gut und wichtig sein für mich. Sie werden mich weiter und tiefer bringen im Glauben und in der Liebe. Aber Gott wird immer für mich sorgen, und er wird mir immer Menschen zur Seite stellen, die mich unterstützen.

 

Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

 

Auch ich bin aufgerufen, Jesus zu unterstützen. Viele Christen haben in diesem Bereich oft ein schlechtes Gewissen. Sie hören von Not aus der ganzen Welt. Man weiß gar nicht, wo man überall spenden soll. Man will auch nicht hartherzig sein. Man will sich nicht abschotten. Ein guter Weg, damit umzugehen, ist die Zehn-Prozent-Regel. Man macht ein Budget von zehn Prozent seines Einkommens, und das wird jeden Monat gespendet. Das ist eine Faustregel. Es kann auch eine andere Prozentzahl sein. Wichtig dabei ist, dass man ein festes Budget hat, genauso wie man z.B. Miete oder etwas anderes monatlich zahlt. Das kann zumindest helfen, dass man kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, weil man nicht überall helfen kann. Darüber hinaus kann man noch hin und wieder etwas in eine Spardose tun, damit man noch ab und zu spontan helfen kann, wenn etwas Wichtiges auf einen zukommt. Das sind Ideen, die unter Christen entstanden sind, die die Sehnsucht haben, Jesus und die Kirche zu unterstützen, und die nach Wegen suchen, gut damit umzugehen. Es macht wirklich Freude, sich in der Jüngergemeinde Jesu zu engagieren. Es macht wirklich Freude, mit seinen finanziellen Mitteln die Kirche und die Caritas zu fördern.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die vielen Menschen, die dich unterstützen. Ich danke dir auch für die vielen Menschen, die mir beistehen, und dass ich mir nie Sorgen machen muss, dass ich einmal verlassen werde. Ich danke dir auch für alle finanziellen Mittel, die du in deiner Vorsorge mir zur Verfügung stellst, und dass ich damit auch deine Werke unterstützen kann. Danke für alle Freude, die du mir dadurch schon geschenkt hast.

 

 

Pastor Roland Bohnen