Montag, 11. Dezember 2017

Deine Sünden sind dir vergeben. (Lk 5,20)

02 Woche im Advent – Montag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 5,17-26.

Eines Tages, als Jesus lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drängte ihn dazu, zu heilen.
Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen.
Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin.
Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine Sünden sind dir vergeben.
Da dachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wer ist das, dass er eine solche Gotteslästerung wagt? Wer außer Gott kann Sünden vergeben?
Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr für Gedanken im Herzen?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!
Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend.
Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen.

 

Tagesimpuls:

 

Deine Sünden sind dir vergeben.  (Lk 5,20)

 

Jesus spricht die Sündenvergebung aus, ohne dass der Mann eine Vorleistung erbringen muss. Irgendwie steckt es in uns Menschen drin, dass wir meinen, wir müssten uns die Sündenvergebung erst verdienen, wir müssten würdig sein. Aber ohne dass wir würdig sind, kommt Jesus zu uns, vergibt er uns, stirbt er am Kreuz für uns. Im Grunde ist unsere Herausforderung als Christen, dass wir daran glauben, dass Jesus uns schon vergeben hat, dass er uns immer vergibt, dass er uns nie etwas nachträgt. So gut ist Gott.

 

Deine Sünden sind dir vergeben.

 

Die Sündenvergebung führt zur Heilung, so sehen wir es hier im Evangelium. Daran erkennen wir die Zusammenhänge zwischen Seele und Leib. Wenn unsere Seele gesund ist, dann kann auch unser Leib gesund werden. Die Kraft Gottes drängt Jesus dazu, zu heilen. Hier sehen wir wieder, dass Gott heilen will. Es sieht so aus, dass Jesus einen Weg verfolgt. Erst heilt er die Seele, dann auch den Leib. Vielleicht trifft das auf viele von uns zu. Ich schreibe einmal ein Beispiel: Seelische Probleme können sich in falschem Essen auswirken, z.B. dass man zu viel Süßes ist. Falsches Essen führt wiederum zu körperlicher Krankheit. Ich habe gehört, dass z.B. Krebszellen oder andere Krankheitserreger sich super wohl fühlen und gedeihen können, wenn man zu viel Zucker zu sich nimmt. Dann wäre der umgekehrte Weg, dass die Seele gesund wird, dies wiederum zu einem gesünderen Essen führt, und dies wiederum zu besserer körperlicher Gesundheit. Das ist ein Beispiel. Jeder Mensch ist anders, ich will auch nichts verallgemeinern. Aber man kann ja einmal darüber nachdenken, ob eine kranke Seele zu einem kranken Leib führt, und dass die Heilung der Seele zu mehr körperlicher Gesundheit führt.

 

Deine Sünden sind dir vergeben.

 

Lassen wir also von Jesus unsere Seele heilen! Gauben wir an seine Vergebung – immer! Glauben wir, dass wir uns nicht erst etwas verdienen müssen, nicht erst würdig werden müssen! Nehmen wir seine Vergebung in Anspruch, lassen wir seine Liebe zu uns zu!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du mich heilen willst. Im Paradies werden wir alle ganz heil sein. Aber du willst das Reich Gottes schon hier auf Erden aufbauen, mit mir. Lass dein Reich in mir anbrechen, indem ich die Vergebung der Sünden tief in mich aufnehme. Nimm alles heraus aus mir, was noch nicht an deine unbedingte Liebe glauben kann oder will. So kann ich heil werden, erst die Seele, dann auch der Leib.

 

 

Pastor Roland Bohnen

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