Mittwoch, 1. Januar 2020

In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. (Lk 2,16)

Weihnachtszeit 01 Januar – Hochfest der Gottesmutter

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 2,16-21

In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. 

Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 

Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. 

Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. 

Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. 

Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

 

 

Tagesimpuls:

 

In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.   (Lk 2,16)

 

Die Hirten finden Jesus gemeinsam mit Maria und Josef. Wir finden Jesus nie allein. Wir finden ihn immer in der Kirche. Jesus ist ohne die Kirche nicht zu haben. Er schenkt sich uns in der Kirche. Es mag Ausnahmen geben, dass jemand Jesus ganz allein (z.B. im Traum) gefunden hat. Aber auch solche Erfahrungen sind ohne die Kirche unvollständig. Z.B. kenne ich jemanden, der einen Engel im Gefängnis (eher müsste man sagen, es war eine Art Verließ) erlebt hat, und das mehrmals. Der Engel las ihm aus einem Buch vor, und das war wunderbar. In diesem Momenten hatte er keine Schmerzen, es ging ihm gut. Später lernte er Christen kennen, und er stellte zu seinem Erstaunen fest, dass die Christen auch aus demselben Buch lasen. Es war die Bibel. So hat seine Erfahrung ihn in die Kirche geführt. Inzwischen ist er getauft. Ohne die Kirche hätte er nicht gewusst, dass es die Bibel war. Die Bibel haben wir nur durch die Kirche, durch die Christen, die sie unter der Inspiration des Heiligen Geistes verfasst und weitergegeben haben bis heute.

 

In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. 

 

Die Kirche feiert heute, zum Abschluss der Weihnachtsoktav, das Hochfest der Gottesmutter Maria. Das will sagen: Die Geburt Jesu macht nur dann Sinn, wenn wir Menschen sie annehmen, wenn wir an ihn glauben. Die Liebe Gottes zu uns Menschen muss gegenseitig werden durch unser Ja, durch unseren Glauben. Gott liebt uns auch, wenn wir ihn nicht lieben, das ist klar. Aber in Maria sehen wir, wie es ist, Jesus anzunehmen, Ja zu sagen zu ihm, an ihn zu glauben. Maria bewahrt das Wort Gottes in ihrem Herzen, sie denkt darüber nach. In unserer Übersetzung steht „Geschehen", das ist richtig. Man kann „Wort" oder „Geschehen" übersetzen, beides ist richtig. Das ist doch großartig: Gottes Worte sind Geschehnisse. Es sind nicht nur leere Worte. Gott spricht etwas, und es geschieht. Das Wort ist Fleisch geworden. Gottes Wort, Gottes Geschehnis im Herzen bewahren! Das macht Maria. So nimmt sie Jesus an, so nimmt sie die Gnade Gottes an. Und nur dann ist das Heilsgeschehen vollständig, wenn wir Menschen es annehmen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für Maria, die die Kirche repräsentiert, uns Menschen, die wir dein Wort annehmen in unserem Herzen. Ja, Jesus, ich will dich annehmen, wie Maria, mit Maria, mit deiner ganzen Kirche. Hilf uns, dass dein Heilsgeschehen sich in uns vollenden kann, dass es in uns, in unserer Welt, zu seinem Ziel kommt. Und danke für deine Kirche, durch die wir dich empfangen konnten und immer wieder empfangen dürfen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, hilf mir, das ich HEUTE mit offenem Herzen und in tiefer liebender Demut auf DEINE Mutter schaue. Denn tief in ihr, liegt Gottes großes Geheimnis.
    Sie ist der liebliche Ort und das geheimnisvolle Mittel, welches Gott für sich, für seine Menschwerdung auserwählt hat.
    Lass mich immer Gott gegenüber dankbar sein, dass die Gottesmutter Maria, die Mutter aller Menschen ist.

    Jesus, durch den Beistand meines Schutzengel hilf mir, dass ich in rechter Weise, Maria - Deine Mutter ehre. Amen

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