Samstag, 11. Januar 2020

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. (Mt 3,13)

TAUFE JESU

 

EVANGELIUM

Mt 3, 13-17

 

 

In jener Zeit

13kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.

14Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir?

15Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen. Da gab Johannes nach.

16Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.

17Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.

 

 

Tagesimpuls:

 

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. (Mt 3,13)

 

Die Taufe ist ein Akt der Demut. Jesus macht sich klein. Er müsste sich nicht taufen lassen, das bemerkt Johannes zu Recht. Aber, obwohl er gar keine Sünde hat, erniedrigt er sich und lässt sich taufen. Warum? Weil er unsere Sünde auf sich nimmt. Er will uns nicht reinigen von der Sünde, indem er von oben herab zu uns predigt, sondern er will uns reinigen von der Sünde, indem er sich erniedrigt und unsere Sünde auf sich nimmt. Er macht sich für uns zum Sünder, auch wenn das schwer zu verstehen ist.

 

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.

 

Nachdem er sich erniedrigt hat, empfängt er den Heiligen Geist. Hier erkennen wir, dass wir den Heiligen Geist nicht nur einmal, sondern in immer neuen Ausgießungen empfangen können. Niemand würde behaupten, dass Jesus nicht auch schon vorher den Heiligen Geist gehabt hätte. Aber wir leben jeden Tag, und für jeden Tag empfangen wir den Heiligen Geist für das, was uns an diesem Tag bevorsteht. Das ist vergleichbar mit dem Atmen. Wir müssen immer wieder atmen, so müssen wir auch immer den Heiligen Geist empfangen. Und dabei gibt es immer wieder auch größere Ausgießungen, wie hier nach der Taufe.

 

In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen.

 

Was heißt das für uns? Um den Heiligen Geist empfangen zu können, müssen wir bereit sein, uns zu erniedrigen. Eine Handlung, die zur Taufe Jesu vergleichbar wäre, wäre für uns die Beichte. Ich mache mich klein und bekenne meine Sünden. Ich urteile nicht von oben herab über die bösen Sünder, sondern ich nehme ihre Schuld in gewisser Weise auf mich, indem ich für sie bete und stellvertretend Buße tue. Auf diese Weise öffne ich mich für neue Ausgießungen des Heiligen Geistes, für eine neue Fülle!

 

Gebet:

Jesus, heute will ich darauf achten, dass ich mich klein und demütig mache vor dir und den Menschen. Eine Mystikerin hat einmal gesagt: „Wenn wir gedemütigt werden von den anderen, dann sind wir dir am nächsten." Hilf mir, dass ich erkenne, wo ich mich demütigen muss, um neue Füllen des Heiligen Geistes zu empfangen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
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1 Kommentar:

  1. Jesus, bitte lass auch über uns sich der Himmel öffnen, wenn wir uns für DICH und DEINE Liebe entscheiden. Amen

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