Freitag, 10. Januar 2020

Der Geist des Herrn ruht auf mir. (Lk 4,18)

Weihnachtszeit   10 Januar

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 4,14-22a

In jener Zeit kehrte Jesus, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. 

Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. 

So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, 

reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: 

Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze 

und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. 

Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 

Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. 

Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete.

 

 

Tagesimpuls:

 

Der Geist des Herrn ruht auf mir.  (Lk 4,18)

 

Es ist etwas Besonderes, wenn der Geist des Herrn auf uns ruht. Durch die Taufe und die Firmung ist der Geist Gottes zwar grundsätzlich immer bei uns, aber dennoch gibt es Unterschiede, wie stark er in uns wirken kann. Es liegt weniger am Heiligen Geist als an uns, ob er wirklich auf uns ruhen kann, ob wir ihm Raum geben, in uns zu wirken.

 

Der Geist des Herrn ruht auf mir.

 

Jesus war der vollkommene Mensch, der gehorsame Sohn des Vaters. Auf Jesus konnte der Geist ruhen, bleiben, in seiner ganzen Fülle und Wirkmacht wirken. Der Heilige Geist will uns Jesus ähnlich machen. Er will uns zum Leib Christi machen, dass wir eingegliedert werden in seinen Leib. Je mehr das geschieht, umso offener werden wir für das Wirken des Geistes. Wir werden in und mit Jesus auch der gehorsame Gottesknecht, der den Willen des Vaters erfüllt.

 

Der Geist des Herrn ruht auf mir.

 

Vieles hängt von unserer Gebetszeit ab. Jesus war nach seiner Taufe vierzig Tage in der Wüste. Danach war er tief erfüllt mit dem Heiligen Geist. Unsere Gebetszeit ist unsere Wüste, der Ort, wo wir ungestört sind, wo wir den Teufel besiegen, wo wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden. Wir sind dann wie ein Schwamm, der das Wasser ganz in sich aufgesogen hat. Und als solcher gefüllter Schwamm gehen wir dann in die Welt hinaus an die Orte, an die Gott uns führt. Dann können wir den Menschen etwas geben, die Frohe Botschaft, das Heil, das Gott ihnen schenken will.

 

Gebet:

Jesus, ich spüre, wenn dein Geist auf mir ruht. Es ist etwas Besonderes. Ich will mich immer neu dafür öffnen. Hilf mir, diese Zeiten des Gebets jeden Tag zu finden, wo du mich erfüllen kannst, wo ich wie ein Schwamm das Wasser ganz in mich einsauge.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, wiederum wirst DU vom Hl.Geist erfüllt. Zuerst in der Taufe am Jordan, und jetzt im Tempel.
    Für mich ein Zeichen von "Firmung".
    Schritt um Schritt zeigt uns Gott, dass die Sakramente der kath.Kirche, ganz in und durch DEINE Anwesenheit erfüllt, durchdrungen und geheiligt sind.
    Und das Tollste ist, dass die der sie empfängt, mit der ganzen Heilkraft des Hl.Geistes erfüllt ist.
    Es gilt sie nur, in sich zu entdecken, sie ins "Leben" zu rufen und für unsere Mitmenschen in Liebe zu entzünden.

    Hl.Geist, ich bitte dich im Namen Jesus, hilf mir / uns, dass Gottes Wille durch uns Wirklichkeit werden kann.
    Hl. Geist, lass bitte das Wort Gottes in uns, im "Heute" lebendig und gegenwärtig sein.
    Amen

    AntwortenLöschen