Mittwoch, 22. Januar 2020

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! (Mk 3,3)

02 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 3,1-6

In jener Zeit als Jesus in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war. 

Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. 

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! 

Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. 

Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund. 

Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!  (Mk 3,3)

 

Mich beeindruckt der Mut Jesu. Er weiß, dass so viele gegen ihn sind, dass sie einen Grund zur Anklage gegen ihn suchen. Aber er handelt nicht diplomatisch. Er tut das, wovon er überzeugt ist, und wenn jemand etwas dagegen hat, dann ist es eben so, aber das kann ihn nicht von seinem Weg abbringen.

 

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!

 

Diese Geradlinigkeit wünsche ich mir. Ich lasse mich verunsichern, wenn Menschen böse reden, und allzu oft suche ich Lösungen, um es allen recht zu machen, anstatt einfach das zu tun, wovon ich überzeugt bin. Wenn ich Jesus betrachte, dann lerne ich, dass er die Konfrontation nicht scheut. Ja, er inszeniert sie ja sogar gerade noch. Jesus weiß, dass es ohne die Konfrontation nicht geht. Sie muss sein. Und bevor die Leute hinter seinem Rücken reden, versucht er, die Sache in seiner Hand zu behalten. So kann er ihnen wenigstens noch das sagen, was er ihnen sagen will.

 

Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!

 

Ich will lernen, nicht wegzulaufen vor den Konfrontationen, sondern sie gezielt anzugehen, wie Jesus es getan hat. Man kann damit zwar die Meinung der anderen nicht ändern, aber wenigstens kann man ihnen noch etwas mit auf den Weg geben, worüber sie nachdenken können.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für dein Vorbild. Du hast dich nicht abbringen lassen von deinem Weg. Du versuchst, allen zu erklären, was du tust, sogar deinen Gegnern. Du scheust nicht das Gespräch mit ihnen, sogar dann nicht, wenn du weißt, dass du ihre Meinung nicht ändern kannst. Hilf mir, mutiger zu werden und geradlinig deinen Weg zu gehen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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