Freitag, 17. Januar 2020

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher? (Mk 2,9)

01 Woche im Jahreskreis     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 2,1-12

Als Jesus einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war. 

Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort. 

Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. 

Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. 

Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! 

Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen: 

Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott? 

Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen? 

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher? 

Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: 

Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! 

Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?  (Mk 2,9)

 

Jesus ist in erster Linie gekommen, um uns die Sünden zu vergeben. Die Sünden sind es, was unser Leben wirklich schwer macht. Die Sünden trennen uns von Gott und vom ewigen Leben. Wenn jemand krank ist, kann er trotzdem glücklich sein. Aber wer in Sünde lebt, kann nie glücklich sein.

 

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?

 

In Offenbarung 13,13f lesen wir, dass der Teufel auch Wunder wirken kann. Auch in Exodus 7,11f lesen wir, dass die Beschwörungspriester des Pharao ähnliche Wunder wirkten wie Mose. Eine wunderbar scheinende Heilung ist also nicht unbedingt ein Zeichen von Gott. Daher sagt Jesus, dass es schwerer ist, Sünden zu vergeben. Das kann wirklich nur Gott. Und weil Jesus Gott ist, kann er es. Er kann uns mit Gott versöhnen und somit das wirkliche Glück zurückbringen auf die Erde.

 

Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher?

 

Das Jesus auch zusätzlich Heilungswunder wirkt, um uns Menschen zu helfen und zu trösten, ist wunderbar. Seine Heilungswunder sind Zeichen des Paradieses, in das er uns zurückführen will. Hier auf der Erde können diese Wunder nur Zeichen sein, denn wir leiden noch unter den Folgen der Sünde. Aber je mehr Sünden vergeben werden, umso mehr Heilszeichen können auch schon hier in dieser Welt geschehen.

 

Gebet:

Jesus, die Sündenvergebung ist das Größte und Wichtigste. Nur dadurch können wir nachhaltig glücklich werden. Daher bitte ich dich immer wieder, mich zu reinigen, auch von kleinen Sünden, von allem, was mein Leben befleckt und meine Seele trübt. Ich danke dir auch, dass du oft körperliche Heilungen damit einhergehen lässt. Danke für alle körperlichen Heilungen, die du schenkst, für alle Heilszeichen, die uns schon jetzt an das Paradies erinnern, in das du uns einst heimführen willst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, ich bin erstaunt, mit welchem Eifer und überzeugten Bestreben, die vier Männer ihren Freund "vor deine Füsse legen". Diesen "Eifer der Suchenden" lohnst DU mit der "liebenden Sündenvergebung - an den Gelähmten" .
    Jesus, DU schaust in das Herz des Gelähmten, und "reinigst" zuerst sein Herz, dann aufgrund des Murren der Schriftglehrten, seine körperlichen Gebrechen. ( ich bin mir sicher, der Gelähmte hat sich innerlich sich DIR schon ganz zugewandt, und auf den Weg hin zu dir, seine Sünden "geistig" betrachtet )
    Jesus, hilf auch mir / auch uns; die wir oftmals sündigen und erdrückt und wie gelähmt vor dir leben.

    Gottesmutter Maria, erbitte uns die Gnade der Liebe und des Heiligen Eifers im Glauben.
    Und hilf uns in rechter Weise, Fürbitten zu halten, für unsere Mitmenschen.

    Amen

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