Montag, 16. September 2019

Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. (Lk 7,9)

24 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,1-10

In jener Zeit als Jesus seine Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. 

Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte. 

Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. 

Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; 

denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. 

Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. 

Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. 

Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. 

Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. 

Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

 

 

Tagesimpuls:

 

Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.  (Lk 7,9)

 

Jesus bewundert den Glauben des Hauptmanns, der Jesus als höchste Autorität anerkennt. Jesus muss – so glaubt der Hauptmann – befehlen können über die ganze Welt, und alles muss ihm gehorchen. Wenn Jesus Gott ist, dann muss es so sein, dann kann es nicht anders sein. So sollen auch wir glauben. Es kann nicht sein, dass Gott in irgendeiner Sache hilflos ist. Wir müssen grundsätzlich davon ausgehen, dass Gott über alles befehlen kann, und dass alle Dinge ihm gehorchen müssen.

 

Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.

 

Wenn wir so glauben, dann kann kein Gebet in die Leere gehen. Dann muss jedes Gebet bei Gott auf offene Ohren stoßen, und dann wird Gott aufgrund dieses Gebets auch handeln. Dieser Glaube wird besonders dann auf die Probe gestellt, wenn wir das Wirken Gottes dann trotzdem nicht sehen. Aber die Tatsache, dass der Glaube auf die Probe gestellt wird, heißt nicht, dass es nicht so wäre. Gott ist allmächtig und er erhört unsere Gebete, ob wir es jetzt sehen oder nicht. Wir glauben auch dann, wenn wir nichts sehen. Und vielleicht ist unsere Glaubenstreue in solchen Momenten genau das, was Gott dann bewegt. Gott will und kann uns beschenken nach dem Maß unseres Glaubens.

 

Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.

 

Ich stelle mir es vor, wie wenn man ein Glas einschüttet. Wenn man etwas in das Glas schüttet, dann wird es etwas voller. Vielleicht fließt es noch nicht über, aber es war gut, dass man begonnen hat, etwas einzuschütten. So macht jedes Gebet unser Glas voller, auch wenn man das Überlaufen noch nicht sehen kann, denn dazu muss noch weiter gebetet werden. Aber das eine Gebet war nicht umsonst, und jedes Gebet hilft. Wir glauben einfach daran, dass Gott gut ist, dass er unsere Gebete erhören will, und dass jedes Gebet hilft.

 

Gebet:

Jesus, immer wieder sind wir in der Gefahr zu zweifeln. Aber wir wollen dir glauben. Vielleicht wirst du im Himmel dann auch unseren Glauben loben, so wie den Glauben des Hauptmanns. Jesus, ich will mich nicht von dem Glauben abbringen lassen, dass Gott gut ist, und dass er unsere Gebete erhört. Ich will einfach immer weiter und immer mehr daran glauben, unabhängig davon, wieviel ich von den Erhörungen meiner Gebete sehe oder nicht.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Fax 02456 - 3019


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