Montag, 9. September 2019

Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten. (Lk 6,11)

23 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 6,6-11

An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. 

Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. 

Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. 

Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? 

Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. 

Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.  (Lk 6,11)

 

Hier wird deutlich, dass das Böse sinnlos, irrational ist. Wir versuchen immer, alles so gut wie möglich zu machen und keinem einen Anstoß zu geben. Wir erklären alles ganz genau, damit die Menschen es verstehen und innerlich den Weg mitgehen können. Aber wir stellen fest, dass das gar nichts nützt. Selbst wenn wir es noch so gut erklärt haben, selbst wenn wir keinen einzigen Fehler machen, über den sich andere aufregen könnten, selbst dann wird es Menschen geben, die sich an Gott, an Jesus, an dem, wie wir unseren christlichen Glauben leben, stoßen. Ich erlebe auch oft, dass meine Art, Jesus nachzufolgen, anderen Angst macht. Ich denke manchmal, dass manche Leute in meinem Glauben etwas Angstmachendes, Bedrohliches sehen. Viele haben Angst, dass sogenannte konservative Kräfte in der Kirche zu stark werden.

 

Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

 

Inzwischen habe ich verstanden, dass es hier nicht um Rationalität geht. Ich kann mich noch so sehr bemühen, alles gut zu machen und gut zu erklären. Der Widerstand gegen Jesus ist nicht rational. Es ist eher das Gegenteil: Je besser wir unsere Beziehung zu Jesus leben, umso mehr wächst der Widerstand. Mit Vernunftmitteln kann man diesem Widerstand nicht begegnen. Mehr und mehr verstehe ich, dass das geistige Vorgänge sind, die eben teuflische Ursachen haben. Und dem kann man auch nur auf geistlicher Ebene begegnen, durch Gebet, durch das kostbare Blut Christi, durch Opfer und Fasten. Es ist also nicht so, dass man denken könnte: Wenn die Kirche alles richtig macht, dann kommen alle Menschen zum Glauben. Man muss eher sagen: Wenn die Kirche alles richtig macht, dann spitzt sich der Kampf zwischen Gut und Böse zu, Menschen müssen sich entscheiden, und sie werden sich in beide Richtungen entscheiden. Das führt für die Christen dazu, dass sie Jesus auf dem Weg des Kreuzes nachfolgen, und dies wiederum setzt große Gnaden frei, die wiederum mehr Menschen helfen, sich zu bekehren.

 

Gebet:

Jesus, die Menschen wollten dich umbringen. Ihr Widerstand gegen dich war völlig sinnlos, er entbehrte jeder vernünftigen Grundlage. Aber der Widerstand ist da, auch heute, auch bei uns. Jesus, ich bitte dich, dass wir dir in der Verfolgung treu bleiben, dass wir dir auf dem Weg des Kreuzes nachfolgen, damit noch größere Gnaden geschenkt werden, und dass viele Menschen zu dir umkehren werden.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, wenn ich für mich heute das Schriftwort lese, höre ich eine Frage in mir; - sie lautet:

    Menschenkind,  was ist "verdorrt"  deine Hand - oder dein "Herz" ?

    Jesus, auf die Fürsprache der Gottesmutter  Maria,  erbitte ich ein "hörendes und mitfühlendes Herz"

    Amen

    AntwortenLöschen