Dienstag, 3. September 2019

Er redete mit göttlicher Vollmacht. (Lk 4,32)

22 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 4,31-37

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. 

Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht. 

In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: 

Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 

Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. 

Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen. 

Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

 

 

Tagesimpuls:

 

Er redete mit göttlicher Vollmacht.  (Lk 4,32)

 

Es ist natürlich wichtig, was wir sagen, aber es scheint mir noch wichtiger zu sein, ob Gott durch unsere Worte wirkt. Ich glaube, dass das mit Vollmacht gemeint ist. Ich rede, und Gott wirkt durch meine Worte. Bevor ich eine Predigt mache, frage ich normalerwiese: „Jesus, was willst du, dass ich sagen soll?" Man kann aber auch fragen: „Jesus, was willst du heute in der Gemeinde (durch meine Worte) bewirken?" Jesus will handeln, das ist das wichtigste. Er benutzt dazu meine Worte, aber das Wesentliche ist, dass er Herzen berührt.

 

Er redete mit göttlicher Vollmacht.

 

Damit das geschehen kann, muss ich Gott Raum geben in meinem Leben. Ich versuche das, indem ich jedem Morgen ganz still werde vor ihm. Ich merke, wie sich diese Stille auf mein ganzes Leben auswirkt, nicht nur in der Gebetszeit. Mit dem Stillwerden verbindet sich ein Loslassen, eine Gelassenheit, ein Vertrauen in sein Wirken. Ich ahne, in welche Richtung sich das entwickelt: In eine kontemplative Haltung, die mein Leben immer mehr prägt. Noch ist es wie eine ganz keine Pflanze, aber ich sehe da etwas wachsen in mir.

 

Er redete mit göttlicher Vollmacht.

 

Beten wir, dass Gott heute durch uns wirken möge! Durch unsere Worte, aber auch durch unser ganzes Sein. Manchmal wünsche ich mir in einem Gespräch, ich könnte mehr von Jesus und von Gott anbringen, aber es geht nicht. In solchen Fällen wirkt Gott durch die Atmosphäre, durch die Offenheit, die Freundlichkeit, durch das Interesse am anderen. Dann berührt Gott Menschen, ohne dass ich über Jesus gesprochen hätte. Beten wir darum, dass Gott durch unser Sein wirkt!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du durch mich wirken willst. Ich will dir Raum geben und jeden Tag ganz still werden vor dir. Segne mich und die Menschen, denen ich heute begegnen werde. Segne alle, für die ich beten werde. Wirke durch meine Worte und wirke durch mein Dasein. Ich danke dir, dass du durch mich Menschen berühren willst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Hl.Geist- öffne mein Herz für das Wort Gottes; für die Liebe Jesu.

    Hl. Geist komm, und öffne mein Herz, damit ich IHN erkenne und sage
    -Er spricht mit Göttlicher Vollmacht!

    Hl.Geist- ich bitte dich, lass mich "betroffen sein" von der Vollmacht Jesus - der wahren und reinen Vollmacht.

    Amen

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