Dienstag, 17. September 2019

Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr. (Lk 7,13)

24 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,11-17

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. 

Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. 

Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! 

Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! 

Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. 

Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. 

Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

 

 

Tagesimpuls:

 

Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr.  (Lk 7,13)

 

Vor kurzem hörte ich einen Vortrag von Mike Bickle. Er ist der Gründer des International House of Prayer (IHOP) in Kansas City. Man kann sagen, dass IHOP ein großes Vorbild oder eine Quelle der Inspiration ist für das Gebetshaus Augsburg. Mike Bickle betonte in dem Vortrag, dass die Grundlage der Spiritualität dieser Gebetshausbewegung das Herz Gottes sei, die Suche nach dem Herz Gottes. Gott schenkt uns Zugang zu seinem Herzen. Dabei geht es um eine Liebesbeziehung, die Beziehung der Braut zum Bräutigam, wie es z.B. im Hohelied der Liebe ausgedrückt wird, aber auch wie Johannes der Täufer Jesus als den Bräutigam bezeichnet.

 

Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr.

 

Eine wichtige Grundlage dieser Spiritualität ist die Erkenntnis, dass Gott Gefühle hat. Jesus offenbart uns das Herz Gottes, Jesus zeigt uns im heutigen Evangelium das Mitleid Gottes. Die Frau hatte ihren einzigen Sohn verloren, und da hat Jesus, da hat Gott Mitleid. Wenn wir nach dem Bild Gottes geschaffen sind, dann muss alles, was wir haben und kennen, auch bei Gott, unserem Urbild vorhanden sein. Wir könnten keine Gefühle haben, wenn Gott keine Gefühle hätte.

 

Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr.

 

Im Gebet wollen wir das Herz Gottes suchen. Wir wollen den Zugang zu seinem Herzen finden. Das ist der tiefste Sinn der Anbetung. Ich muss noch an die Parallele zwischen Maria und Marta denken. Während Marta mit Jesus diskutiert nach dem Tod ihres Bruders Lazarus, berührt Maria das Herz Jesu. Und weil Maria Jesu Herz berührt, kommt es zur Auferweckung des Lazarus. Im Gebet hängt sehr viel davon ab, ob wir den Zugang zum Herzen des Vaters finden, den er uns schenken will.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für deine Offenbarung. Gott hat Gefühle. Er hat Mitleid. Danke, dass wir durch dieses Evangelium schon das Herz Gottes finden. Jesus, ich will heute noch mehr das Herz des Vaters suchen. Ich will heute Zeit nehmen für die Anbetung. Lass mich in dein göttliches Herz tief eindringen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen