Mittwoch, 28. November 2018

Ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben. (Lk 21,15)

24 Woche im Jahreskreis      Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,12-19

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Man wird euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. 

Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. 

Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; 

denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so dass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. 

Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten. 

Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. 

Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. 

Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen. 

 

 

Tagesimpuls:

 

Ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben.  (Lk 21,15)

 

Es gibt wirklich Eingebungen vom Heiligen Geist. Und diese werden besonders dann geschenkt, wenn wir Zeugnis von Jesus geben. In der Verfolgungssituation ist das besonders stark, aber ich meine, wir bekämen das auch schon, wenn wir ganz normal Zeugnis geben, nicht nur in der Verfolgung. Ich fühle mich z.B. bei den Predigten sehr stark vom Heiligen Geist inspiriert. Wie oft kommt es vor, dass ich mich am Anfang ganz leer fühle, und dann wirkt der Heilige Geist. Dazu kommt, dass der Heilige Geist auch in den Hörern wirkt, nicht nur im Sprecher.

 

Ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben.

 

Wir sollen uns die Worte nicht im Voraus zurechtlegen. Aber ist das nicht unverantwortlich? Ich denke, es kommt darauf an, was man will. Wenn ich Zeugnis ablege, dann rede ich von dem, was ich erlebt habe. Das kann ich immer und überall erzählen, da muss ich mir nicht die Worte zurechtlegen. Wenn ich einen komplizierten Sachverhalt darlegen will in einem Vortrag, dann ist es besser, dass ich mich vorbereite. Aber bei der Glaubensverkündigung geht es sozusagen um das kleine Einmaleins. Das muss man aus dem FF können. Wenn mich jemand fragt, wer Jesus für ich ist, warum ich glaube, was das für mich bedeutet, dann muss ich mich doch nicht vorher in die Materie einlesen, bevor ich antworten kann.

 

Ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben.

 

Wichtig ist, dass wir Situationen, in denen wir unter Druck geraten, in denen wir herausgefordert werden, als Gelegenheiten verstehen. Wir sollen uns nicht ärgern, sondern freuen über die Möglichkeit, Zeugnis zu geben. Und wir sollen die Gelegenheiten nutzen, die uns gegeben werden. Bei unserer letzten Sitzung des Pfarrgemeinderates haben wir uns darüber ausgetauscht: Wo habe ich erlebt, dass Menschen näher zu Jesus gefunden haben? Das war sehr gut. Ich glaube, es ist gut, wenn wir uns immer wieder gegenseitig darüber Rechenschaft geben: Bin ich missionarisch gewesen? Hatte ich Gelegenheiten zum Zeugnisgeben? Habe ich sie genutzt?

 

Jesus, ich danke dir, dass du uns alles eingibst, was wir brauchen. Hilf mir, die Gelegenheiten zu erkennen, wo ich dich bezeugen kann. Und hilf mir, sie auch gut zu nutzen. Danke, Heiliger Geist, für deine Eingebungen, für deine Führung.  

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


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