Samstag, 3. November 2018

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. (Mk 12,29)

 31 Sonntag im Jahreskreis

 

EVANGELIUM

Mk 12, 28b-34

 

In jener Zeit

28bging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?

29Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

30Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

32Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,

33und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.

34Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.  (Mk 12,29)

 

Die Gottesliebe ist das erste Gebot. Sie kommt vor der Nächstenliebe, auch wenn beide Gebote gleich wichtig sind. Dass beide gleich wichtig sind, schließt aber nicht aus, dass die Gottesliebe den Vorrang hat. Die Gottesliebe kommt deshalb als erstes, weil wir nur durch die Beziehung zu Gott die Kraft bekommen, unsere Nächsten zu lieben. Theresa von Avila beschreibt das sehr schön in ihrem Gleichnis vom Garten. Sie sagt: Das Gebet ist das Bewässern der Pflanzen, und die Tugenden sind die Blumen. Die Tugenden, und das ist die Liebe, können nur wachsen, wenn wir vorher alles gegossen haben. Das Begießen der Blumen hat den Vorrang, sonst bekommen wir nie schöne Blumen und Früchte zu sehen.

 

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

 

Nächstenliebe ohne Gottesliebe wäre Humanismus. Im zweiten vatikanischen Konzil stellt die Kirche klar, dass wir mit allen Menschen guten Willens zusammenarbeiten sollen zum Wohl aller Menschen. Die Humanisten sind also nicht unsere Feinde, sondern wenn es um das Wohl der Menschen geht, ist alles gut, was getan wird. Trotzdem ist der Humanismus für Christen eine gefährliche Ideologie, wenn wir dadurch von unserer Gottesliebe abgebracht werden. Wenn Christen sagen, dass das Gebet und der Gottesdienst nicht so wichtig wären, weil es ja nur um das Leben der christlichen Werte gehe, um die praktizierte Nächstenliebe, dann ist das für uns gefährlich. Wir Christen wissen und bekennen, dass wir ohne die Beziehung zu Jesus nichts tun können. Wir brauchen Jesus, wir brauchen die Liebe zu ihm an erster Stelle.

 

Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

 

Lassen wir uns also nicht durcheinanderbringen! Halten wir die richtige Ordnung ein! Setzen wir alles daran, geregelt unsere Beziehung zu Jesus zu pflegen: durch regelmäßige Mitfeier der Eucharistie, durch unsere täglichen Zeiten der Stille und des Gebets, durch den regelmäßigen Empfang des Bußsakramentes. Dann können die Humanisten von uns lernen, und nicht umgekehrt.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du es so klargestellt hast. Wir müssen Gott an die erste Stelle setzen. Die Beziehung zu dir ist das A und O. Ich nehme mir neu vor, regelmäßig die Sakramente der Eucharistie und der Buße zu empfangen, ich nehme mir neu vor, täglich wenigstens eine Gebetszeit zu halten, damit die Beziehung zu dir lebendig bleibt, und damit ich anderen helfen kann durch mein Zeugnis, dich auch kennen zu lernen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Es geben keine "Halbwahrheiten" ...ein bisschen von dem oder jenem.... NEIN, dass gibt es bei DIR nicht.

    Darum nennst du, Jesus, mir nochmals in Vers 30 / 31 was das wichtigste ist, in meinem menschlichen Leben.
    -und nicht nur heute, sondern immer!

    Damit machst du mir ganz deutlich, dass es um DEINE WAHRHAFTIGKEIT,REINHEIT UND TREUE,
    Dir und meinem Mitmenschen gegenüber geht

    Denn das GRÖSSTE im Leben eines Christen bist DU JESUS CHRISTUS selbst !!!

    Damit ich dies auch nicht vergesse, bzw. Ich, es tgl. in meiner menschlichen Schwachheit immer wieder neu "lebe" stellst DU mich unter den Schutz meines Schutzengel!

    JESUS,ich danke dir,für meinen Schutzengel

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