Mittwoch, 7. November 2018

Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. (Lk 14,27)

31 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 14,25-33

In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte: 

Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. 

Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. 

Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? 

Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten 

und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. 

Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 

Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. 

Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.  (Lk 14,27)

 

Manche sagen, wir bräuchten nicht mehr das Kreuz zu tragen, weil Jesus es schon getragen hat. Jesus hätte schon alles für uns erlitten, daher brauchen wir das Kreuz nicht mehr tragen. Aber das steht im Widerspruch zu dem, was Jesus hier sagt. Er sagt zu den vielen Menschen, dass wir unser Kreuz tragen sollen, wenn wir seine Jünger werden wollen. Ich glaube, dass es tatsächlich viele Menschen gibt, die von sich sagen, dass sie an Jesus glauben würden, aber viel weniger, die seine Jünger sind und bereit sind, das Kreuz zu tragen.

 

Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

 

Auf unserer Pilgerfahrt nach Fatima wurde mir dieser Gesichtspunkt noch einmal sehr deutlich. Immer wieder fragt Maria die Kinder, ob sie bereit sind, Opfer zu bringen für die Bekehrung der Sünder. „Opfert euch auf für die Sünder und sagt oft, besonders wenn ihr ein Opfer bringt: O Jesus, das tue ich aus Liebe zu dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens." Die Dringlichkeit des Gebets und des Opferns für die Bekehrung der Sünder wurde unterstrichen durch eine Vision von der Hölle, die die Kinder danach erhielten. Das war schockierend für die Kleinen, und danach war ihr Leben nie mehr so wie vorher. Sie begannen, mit großem Eifer für die Bekehrung der armen Sünder zu beten und zu opfern, damit möglichst wenige in die Hölle kommen. Hier erkenne ich, wie diese Kinder lernen, dieses Wort Jesu praktisch zu leben:

 

Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

 

Diese Botschaft Jesu ist nicht populär. Wir hören lieber von Heilungen und Gebetserhörungen. Aber was nutzt es uns, wenn wir nicht das ganze Evangelium verkünden? Das Tragen des Kreuzes gehört mit zu unseren Aufgaben als Christen. Und eine Form davon ist, dass wir Opfer bringen für die Bekehrung der Sünder, ebenso wie wir unsere Leiden für diesen Zweck Gott aufopfern können.

 

Gebet:

Jesus, du sagst uns heute etwas, was wir nicht gerne hören. Viele Mystiker berichten aber davon, wie sehr große Gnaden sie erhalten durch das Tragen des Kreuzes. Das Kreuz ist zwar schwer, aber es ist der Weg zu übergroßen Gnaden, die du uns schenken willst. Hilf uns, unser Kreuz anzunehmen, wenn es auch sehr schwerfällt. Wir wollen keine halben Christen sein. Wir wollen nicht diesen wichtigen Aspekt deiner Nachfolge ausblenden. Jesus, aber ohne deine Hilfe können wir es nicht. Hilf uns, unser Kreuz zu tragen und unsere Leiden aufzuopfern.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus,mein Herr und Gott.

    Werde ich dir nachfolgen, bin ich für dich stark genug. "STARK" im Sinne von...bin ich wirklich BEREIT ...und will ich das überhaupt, DIR nachfolgen! ?"

    Kann ich wie Samuel sagen "Rede, HERR; denn dein Diener hört" 

    Jesus lass mich /uns, alle bitte bemüht sein, dir zu folgen. Denn durch das Lesen der Hl.Schrift lässt mich /uns, alle erkennen, dass deine Nachfolge nicht leicht ist. Doch der damit verbundene notwendige "Verzicht" lässt deine "Barmherzige Liebe" uns entgegen strömen.

    "Rede, HERR; denn dein Diener hört" 

    Amen

    AntwortenLöschen