Samstag, 17. Juli 2021

Und er lehrte sie lange. (Mk 6,34)

 16 Sonntag im Jahreskreis

Evangelium                                                                                               Mk 6, 30–34

In jener Zeit
30 versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
31Da sagte er zu ihnen:
Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind,
und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen,
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
32Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend,
um allein zu sein.
33Aber man sah sie abfahren
und viele erfuhren davon;
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin
und kamen noch vor ihnen an.
34Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen
und hatte Mitleid mit ihnen;
denn sie waren wie Schafe,
die keinen Hirten haben.
Und er lehrte sie lange.

 

Tagesimpuls:

 

Und er lehrte sie lange. (Mk 6,34)

 

Jesus lehrt die Menschen, weil er Mitleid mit ihnen hat. Wir denken bei Mitleid meistens an materielle Hilfe. Aber auch die Lehre ist etwas, was notleidende Menschen dringend brauchen. Weil die Menschen keine Orientierung haben, stürzen sie sich immer wieder in ein anders Unglück. Am klarsten sieht man das im Bereich Liebe und Sexualität, aber auch in vielen anderen Bereichen. Ich befürchte, dass unsere Gesellschaft im Moment immer mehr Unheil an sich zieht, weil sie sich von Gottes Geboten so sehr abwendet. Daher ist die gesunde Lehre, die Jesus den Menschen schenkt, eine sehr große Hilfe für die notleidenden Menschen.

 

Und er lehrte sie lange.

 

Jesus macht seine Lehre nicht kurz, so wie es Menschen immer wieder von den Priestern verlangen in Bezug auf die Predigt. Was steckt dahinter: „Ich will nicht lange beten, ich will nicht lange das Wort Gottes hören"? Ich glaube, dass das typische Widerstände gegen das Gebet und gegen das Wort Gottes sind, die der Teufel jedem Menschen einzuflüstern versucht. Es ist normal, dass der Teufel uns diese Widerstände immer wieder einflüstern will. Aber wir dürfen darauf nicht hören. Ich will damit nicht jede vielleicht wirklich zu lange Predigt von Priestern entschuldigen. Aber ich denke immer: Wie würde Maria diese Predigt hören? Würde sie sich beschweren, weil der Priester zu lange gesprochen hat? Oder würde sie ständig für den Priester beten und immer wieder das heraushören, was Gott ihr durch sein Wort und durch den Priester sagen will? Jesus predigt lange, und er ist unser Vorbild. Er legt Wert auf die Verkündigung des göttlichen Wortes, weil er Mitleid mit den Menschen hat, weil er weiß, wie sehr wir das brauchen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du in allem unser Vorbild bist. Du hast die armen Menschen lange gelehrt. Danke dafür. Bitte hilf auch uns, dass wir uns nicht von den Widerständen hindern lassen, dein Wort zu hören und aufzunehmen. Und segne alle Priester bei ihrer Predigt.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 








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