Mittwoch, 21. Juli 2021

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht. (Mt 13,8)

16 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 13,1-9

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. 

Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. 

Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. 

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. 

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 

als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. 

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. 

Wer Ohren hat, der höre!

 

 

Tagesimpuls:

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht.  (Mt 13,8)

 

Jesus erlebt, wie seine Worte nicht bei allen Menschen auf guten Boden fallen. Es ist scheinbar nur ein kleiner Teil, bei denen sein Wort Frucht bringt. Nun könnte man sich ärgern über die Menschen, bei denen es keine Frucht bringt, oder man kann sich freuen über die Menschen, bei denen es Frucht bringt. Auf jeden Fall muss man mit der Tatsache leben, dass das, was wir bei den Menschen aussäen, nicht bei allen Frucht bringt. Aber wir müssen trotzdem immer säen.

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht.

 

Bei uns ist es ähnlich wie bei Jesus. Ich als Priester verkünde viel das Wort Gottes. Aber ich hoffe, dass alle Christen es ähnlich machen. Der Priester spricht zur Gemeinde, die anderen Christen sprechen zur Familie, zu Freunden und am Arbeitsplatz. Und jeder denkt vermutlich, dass die Verkündigung bei den anderen vielleicht fruchtbare wäre als bei einem selbst. Ich denke z.B. oft, dass die Verkündigung in der Gemeinde nicht besonders fruchtbar wäre. Ich denke, dass die Laien zu Menschen sprechen können, die ich nie erreichen würde, und dass diese Menschen vielleicht viel offener wären als die Menschen in den Gemeinden. Sie denken vielleicht, dass die Verkündigung am Arbeitsplatz nicht so viel bringt und meinen, dass der Priester viel größere Chancen hätte. Zeigt das nicht, dass wir zu sehr auf das Negative fixiert sind? Natürlich machen wir alle – wie Jesus – auch die negativen Erfahrungen. Aber machen wir nicht alle auch positive Erfahrungen?

 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht.

 

Wir sollten aus dem Evangelium lernen, dass es normal ist, dass nicht alle positiv auf unsere Verkündigung reagieren. Es ist eben nie eine hundertprozentige Ausbeute. Die Katecheten erleben es auch. Einige der Kinder sind offen, viele machen das einfach nur so mit, und man sieht bei ihnen keine Früchte. Aber wir sollen trotzdem immer wieder säen. Wir sind für das Säen verantwortlich. Und wir sollen uns über die freuen, die offen sind, wo unsere Saat Frucht bringt.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns erklärst, dass wir nicht enttäuscht sein müssen, wenn unser Säen scheinbar nicht so viel Frucht bringt. Du hast es selbst nicht anders erlebt. Jesus, ich entscheide mich, dass ich mich auf das Positive konzentrieren will. Ich will dankbar sein für alle Früchte, die schon in Menschen gewachsen sind. Ich will mich durch das Negative nicht herunterzeihen lassen. Ich will heute dein Wort säen so gut ich kann.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 








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1 Kommentar:

  1. Du mein Herr und Gott, DU bist der Sämann, und DU verwendest nur den "besten Samen" !

    Das alles erinnert mich an meinen Opa, der sagte: "nur das Beste ist Gut genug - und kaufte das allerbeste Saatgut". Beim säen des Saatgut legte mein Opa Wert auf äußerst gute Handhabe und Bodenquaulität...denn wenn das Saatgut nicht aufging (also Lücken in den Reihen sich bildeten), so sagte er, der Boden war nicht bereit sich mit der Saat zu verbinden.

    Jesus am Ende des Evangelium sagst DU : "Wer Ohren hat, der höre!".
    Dies hört sich "zwingend - bindend"  an...
    also, es ist notwendig, dass ich mich für DICH  - DEIN Heiliges Wort, öffne.
    Ich frage mich, ob ich alle meine Sinne
    ( wie einen guten gesunden Mutterboden ) verwende, damit ich Dein "gutes - Dein allerbestes Saatgut-Gottes" mit all meinen Sinnen aufnehme, in mir trage und es dann zum sprießen bringe.

    Gott, DU selbst schenkst mir den besten Boden der Welt,
    den - Ackerboden Golgatha -...zusammen mit dir o Gottesmutter Maria betrachte ich das "göttliche Saatgut-Gottes- JESUS CHRISTUS"
    Hilf mir o Mutter Gottes,  dass dieses wundervolle Saatgut tief in meinem Herzen, zu keinem und zu wachsen beginnt, damit der Herr der Ernte, Früchte ernten kann.  Amen 🙏

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