Freitag, 2. Juli 2021

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. (Lk 1,45)

Maria Heimsuchung    Fest

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,39-56

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. 

Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. 

Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt 

und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. 

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. 

Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, 

und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. 

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 

Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. 

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, 

und sein Name ist heilig. 

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht 

über alle, die ihn fürchten. 

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: 

Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. 

Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. 

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben 

und lässt die Reichen leer ausgehn. 

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an 

und denkt an sein Erbarmen. 

das er unsern Vätern verheißen hat, 

Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. 

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

 

 

Tagesimpuls:

 

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.  (Lk 1,45)

 

In diesem Evangelium erleben wir das prophetische Wirken Gottes. Elisabeth erkennt, dass  Maria die Muttergottes (die Mutter des Herrn) ist, noch bevor die beiden miteinander gesprochen haben. Das ist eine Erkenntnis des Heiligen Geistes, und das wird auch ausdrücklich gesagt: „Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt." Elisabeth bekommt auch ein körperliches Zeichen (das Kind hüpft), so wie wir es auch immer wieder erleben dürfen, wenn der Heilige Geist in besonderer Weise berührt. Manche bekommen Tränen, andere zittern und vieles mehr. Wir sehen deutlich, wie der Heilige Geist Erkenntnisse schenkt, die man ansonsten nicht haben könnte.

 

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

 

Elisabeth betont aber auch, wie wichtig es ist, an diese Eingebungen zu glauben. Da frage ich mich: Hat Gott mir vielleicht schon Eingebungen geschenkt, an die ich nicht geglaubt habe? Oder hat Gott durch andere Menschen prophetisch zu mir gesprochen, und ich habe nicht daran geglaubt, weil mir das zu groß, zu unglaublich erschien? Wie viel hätte Gott mit mir vorgehabt, wie viel hätte Gott durch mich bewirken können, wenn ich nur mehr geglaubt hätte? Ich kann mir vorstellen, dass manche göttliche Impulse in mir erstickt sind, ohne dass ich mir dessen richtig bewusst bin.

 

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

 

Ich will mehr auf die Eingebungen Gottes achten. Ich will versuchen, offen zu sein für sein Sprechen, und ich nehme mir vor, an die göttlichen Eingebungen zu glauben, wenn ich sie empfange. Ich bin mir bewusst, dass es immer die Unterscheidung der Geister braucht. Aber das darf das Hören und Glauben nicht verhindern. Und manchmal muss man auch im Glauben ein Risiko eingehen und nach bestem Wissen und Gewissen handeln.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns zeigst, wie der Heilige Geist prophetisch wirkt. Er kam über Elisabeth, er kam über Maria, beide haben geglaubt und nicht gezweifelt. Herr, ich will auch empfänglich sein für das Wirken des Heiligen Geistes, ich will auch glauben. Hilf mir, die Eingebungen des Heiligen Geistes nicht zu überhören, und schenke mir immer die nötige Klarheit.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 








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1 Kommentar:

  1. ...liebste Gottesmutter Maria,  ich bitte dich;  komme auch heute zu mir. Sei mein Gast. Denn so wie du nach Elisabet gegangen bist,  so komme auch - mit Jesus  meinen Herrn und Gott - zu mir. Ich öffne dir die Türe,  nimm Platz in meiner Wohnung und ruhe dich aus.
    Ich erbitte die Gnade der "Begegnung".
    Maria,  lass auch in mir tiefe Freude und Liebe aufblühen,  so wie es Elisabet in ihrem Herzen und in ihrem Leib  spürte, als du mit Jesus eintratst und sie durch  den Segen des Allerhöchsten tief in ihrem Inneren berührt wurde. Amen 🙏

    Gegrüsset seist du Maria,  du bist voll der Gnade....wer bin ich; dass du, Mutter meines Herrn zu mir kommst.

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