Mittwoch, 22. August 2018

Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. (Mt 20,9)

20 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

 

EVANGELIUM

Mt 20, 1-16a

 

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:

1Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.

2Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.

3Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.

4Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.

5Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso.

6Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?

7Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!

8Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten.

9Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.

10Als dann die Ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.

11Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren,

12und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.

13Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?

14Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.

15Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin?

16aSo werden die Letzten die Ersten sein.

 

 

Tagesimpuls:

 

Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. (Mt 20,9)

 

Viele Eltern beten für ihre Kinder, dass sie Jesus kennenlernen mögen. Und sie wären überglücklich, wenn sie wüssten, dass ihre Kinder den Weg finden, mindestens bevor sie sterben. Sie lieben ihre Kinder und wollen ihr Bestes, das Seelenheil, dass sie die Ewigkeit mit Gott verbringen können. Und bei Gott ist es genauso. Er liebt uns. Er will nicht die Ewigkeit ohne uns verbringen. Daher ist er ans Kreuz gegangen für uns. Und wenn Gott sieht, dass jemand in der letzten Stunde noch den Weg findet, dann ist er überglücklich. So reagiert jeder, der wirklich liebt.

 

Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.

 

Wie sehr lieben wir unsere Mitmenschen? Wünschen wir ihnen von ganzem Herzen, dass sie das ewige Leben finden, und sei es auch in der allerletzten Stunde? Wie könnten wir neidisch sein und ihnen Strafen wünschen, weil sie vielleicht so lange vorher auf der Suche waren und das Ziel nicht gefunden hatten? Wenn wir ihnen irgendetwas anderes wünschen als das ewige Leben, dann lieben wir nicht wirklich. Und diese Liebe müsste uns antreiben, für sie zu beten, ihnen durch unsere Liebe die göttliche Liebe erfahrbar zu machen, ihnen so gut es geht das Wort Gottes mitzuteilen, damit sie eine Chance auf das ewige Leben bekommen. Wir können nicht gleichgültig sein, wenn in der Welt so viel Böses geschieht, wenn so viele Menschen Gefahr laufen, die Liebe Gottes nicht zu finden. Beten wir also, dass Gott für uns die Türen der Herzen öffnet, dass wir missionarische Menschen werden, eine missionarische Kirche! Damit so viele wie möglich gerettet werden, und sei es auch in der letzten Stunde!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du alle Menschen in den Himmel bringen willst. Du hast alles gegeben, damit die Türen so groß offen stehen wie eben möglich. Hilf uns, dass wir unseren Beitrag leisten, dass die Menschen den Weg zu dir finden. Schenke uns auch diese große Liebe zu den Menschen, die nicht zuschauen kann, wie sie verlorengehen. Öffne uns Türen zu ihren Herzen, dass wir ihnen deine Liebe vermitteln können.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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