Montag, 6. August 2018

Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! (Mt 17,7)

Fest der Verklärung des Herrn

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,1-9.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. 

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. 

Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. 

Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. 

Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. 

Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. 

Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! 

Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. 

Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist. 

 

 

Tagesimpuls:

 

Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!  (Mt 17,7)

 

Im Augenblick der Angst kommt Jesus zu den Jüngern, er fasst sie an und ermutigt sie: „Steht auf, habt keine Angst!" Dass die Stimme Gottes Angst macht, hören wir immer wieder in der Bibel. Ich persönlich kenne Angst in verschiedensten Formen, aber ich habe bisher noch nicht erlebt, dass mir die Stimme Gottes Angst machen würde. Im Gegenteil, ich wünsche mir die Nähe Gottes und sein Sprechen zu mir. Ich sehne mich sogar danach. Ich kenne Momente der Nähe Gottes, aber das war bei mir noch nie mit Angst verbunden. Aber ich erinnere mich, dass Menschen mir gesagt haben, sie hätten Angst davor, dass Gott ihnen erscheinen könnte, Angst vor einer zu großen Nähe Gottes. Vielleicht wird Gott mir das noch zeigen im Laufe meines Lebens, bisher kenne ich es jedenfalls noch nicht.

 

Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!

 

Mir fällt auf, dass Jesus an die Jünger herantritt und sie berührt. Diese Nähe wünsche ich mir von Jesus immer wieder. Ich bitte ihn, dass er an mich herantritt. Und mehr noch, dass er mich berührt. Wie wunderbar ist das! Das „Berühren" im Griechischen (haptomai) ist ein sehr vielschichtiges Wort. Maria berührte keinen Mann, Jesus berührt (umarmt) die Aussätzigen, Maria Magdalena berührt (umarmt) den Auferstandenen. Dieses Wort kann eine sehr große Nähe ausrücken bis hin zur Intimität. Es ist gut und heilsam, von Jesus berührt zu werden, und seine Berührung vertreibt alle Angst.

 

Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!

 

Ebenso schön ist es, dass Jesus zu den Jüngern spricht. Das ist vollkommen! Er berührt sie, und er spricht zu ihnen. Und was er sagt, ist wunderbar! Sie sollen aufstehen, und sie sollen keine Angst haben. Aufstehen, das bedeutet stark sein. Das Wort Jesu vertreibt die Angst. Es heißt aber auch, dass man sich nicht hängen lassen soll. Man muss sich manchmal ein wenig überwinden, wenn man aufstehen soll, besonders dann, wenn man Angst hat. Aber das Wort Jesu macht Mut, es hilft weiter, man wird stark.

 

Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!

 

Bitten wir Jesus, dass er uns heute berührt, dass er uns stark macht durch sein Wort! Stehen wir dann aber auch auf, lassen wir uns nicht weiter hängen, gehen wir mutig unseren Weg mit ihm! Bitten wir ihn auch, dass er uns nicht nur jetzt, wo wir sein Wort betrachten, sondern auch den ganzen Tag über immer wieder anspricht!

 

Gebet:

Jesus, du hast den Jüngern sehr viel Mut gemacht durch deine Berührung und deine Ansprache. Berühre mich heute auch, sprich zu mir, hilf mir aufzustehen! Danke, dass du uns Menschen so nah bist. Ich will heute deine Nähe zulassen. Und bitte, geh mit mir auf diesen einsamen Berg, wo ich immer wieder deine Nähe erleben darf.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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