Mittwoch, 16. September 2020

Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. (Lk 7,32)

24 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 7,31-35

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie ähnlich? 

Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und einander zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. 

Johannes der Täufer ist gekommen, er isst kein Brot und trinkt keinen Wein, und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen. 

Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagt ihr: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! 

Und doch hat die Weisheit durch alle ihre Kinder recht bekommen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint.  (Lk 7,32)

 

Wir versuchen, uns von Gott führen zu lassen. Manchmal fragen wir: „Was ist jetzt dran?" Es gibt verschiedene Melodien, verschiedene Töne. Wir sollen nach der jeweiligen Melodie, die Gott uns gerade vorspielt, tanzen und singen. Das können traurige oder fröhliche Lieder sein. Nicht gut wäre, wenn andere Menschen in unserer Nähe gerade leiden und trauern, und wir würden Party feiern und Trinklieder grölen. Ich denke auch an die Fasttage. Dann ist es dran, zu fasten. Dann gibt es Feiertage, da soll man feiern. Mal erleben wir den Kreuzweg Jesu, dann wieder die Auferstehung.

 

Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint.

 

Es ist kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Es gibt in unserem Leben die Trauer und die Freude, und beides muss seinen Platz haben. Und alles sollen wir mit Jesus gemeinsam leben. Wir tragen mit ihm gemeinsam das Kreuz, und wir teilen mit ihm gemeinsam die Freude der Auferstehung. Und immer wieder dürfen wir den Übergang vom Kreuz zur Auferstehung erleben.

 

Wir haben für euch auf der Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint.

 

Maria sagt in Medugorje, dass wir mittwochs und freitags fasten sollen. Viele finden das sehr anspruchsvoll. Aber in der Gesamtrechnung sind es zwei von fünf Wochentagen. Wir finden es viel, Maria findet es angemessen. Wir können an diesen Tagen ja an alle leidenden Menschen denken. Dann spielt Gott diese Melodie. Und am nächsten Tag wird schon wieder eine Freudenmelodie gespielt.

 

Gebet:

Jesus, ich tanze sehr gern zur Freudenmelodie, aber die Trauermelodie will ich nicht haben. Aber ich will dir folgen, ich will mich heute bemühen, zu deiner Melodie zu tanzen und mich nicht zu verweigern. Bitte hilf mir, meinen Vorsätzen treu zu bleiben.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, im heutigen Evangelium versuchst du mir klar zu machen, dass es unterschiedliche Meinungen gibt über das was richtig und falsch ist. Auch mir ist manchmal nicht sofort klar, was ich richtig tun soll.
    Was ist der Wille Gottes für mich? Der ist nicht oberflächlich zu finden. Ich darf im Gebet erfahren, was für mich gut ist. Freude und Trauer sind oft nah zusammen. Das Gespür für den Anderen, kann ich durch das Gebet, erlernen. Wenn ich ehrlich auf mich achte, sind mir die Menschen in meinem Umfeld nicht egal! Auch hier gilt Respekt und Anerkennung dem Anderen zu geben.
    Heiliger Geist schenke mir die Kraft in Glaube, Hoffnung und Liebe zu wachsen, dass ich für die Menschen ein Segen sein kann. Amen!

    AntwortenLöschen
  2. Jesus,  auch ich bin bemüht Dir heute ein Lied anzustimmen.  Zwar kann ich kein Instrument spielen und kann keine Noten lesen,  dennoch kann ich Dir "meine Lebenstöne- meine Herzenstöne" schenken.
    Ich will Dir ehrlich, treu und lieb gegenüber treten und hoffen, dass Dir am Ende dieses Tages, mein Lied welches ich mit der "Stimmgabel der Liebe" anstimmen werde, gefallen wird. 
    Gottesmutter Maria, bitte lass mich erkennen wo und wie ich heute die richtigen Töne treffe, um Gott zu gefallen. 
    Amen

    AntwortenLöschen