Samstag, 5. September 2020

Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. (Mt 18,19)

 23 Sonntag im Jahreskreis

Evangelium                                                                                               Mt 18, 15–20

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
15Wenn dein Bruder gegen dich sündigt,
dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht!
Hört er auf dich,
so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.
16Hört er aber nicht auf dich,
dann nimm einen oder zwei mit dir,
damit die ganze Sache
durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen
entschieden werde.
17Hört er auch auf sie nicht,
dann sag es der Gemeinde!
Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht,
dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
18Amen, ich sage euch:
Alles, was ihr auf Erden binden werdet,
das wird auch im Himmel gebunden sein,
und alles, was ihr auf Erden lösen werdet,
das wird auch im Himmel gelöst sein.
19Weiter sage ich euch:
Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten,
werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.
20Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.

 

Tagesimpuls:

 

Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.  (Mt 18,19)

 

Jesus betont, wie wichtig das gemeinsame und einmütige Gebet ist. Dieser Satz steht im Zusammenhang mit der Streitschlichtung. Jesus hatte die Eskalationsstufen aufgezeigt. Erst soll man unter vier Augen reden, dann mit einem oder zwei Vermittlern, dann vor der Gemeinde. Und Jesus ergänzt noch sehr realistisch, dass es nicht immer gelingt, den Streit beizulegen. In diesem Zusammenhang betont Jesus die Wichtigkeit des gemeinsamen Gebets.

 

Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.

 

Da, wo alle Versuche, miteinander zu reden, scheitern, da kann man immer noch beten. Und da soll man einmütig für den Sünder beten. Wenn wir mal über die verschiedenen Konflikte in unserem Leben nachdenken, haben wir dieses Potential, was Jesus uns hier empfiehlt, schon voll ausgeschöpft?

 

Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.

 

Jesus betont die Gemeinschaft und die Einmütigkeit. Das ist das Gegengift gegen Streit und Spaltung. Abgesehen von dem so wertvollen Dienst, den die Beter für den Sünder leisten, tun sie damit auch noch einen Dienst an der Gemeinschaft. Denn dort, wo man sich um einmütiges gemeinsames Gebet bemüht, dort wird die Gemeinschaft aufgebaut, gestärkt, gefördert. Wahrscheinlich würde es insgesamt weniger zu Streit kommen, wenn es mehr von diesen Gebetsgruppen gäbe, wo Menschen einmütig beten.

 

Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.

 

Unser Auftrag ist klar! Suchen wir diese Gelegenheiten zum einmütigen Gebet! Am besten kommt man leibhaftig zusammen, aber es geht auch über die Kommunikationsmittel, es geht auch, indem man sich gemeinsam z.B. ein Novenengebet vornimmt, das dann jeder zuhause für sich betet. Die Formen sind vielfältig. Hauptsache, wir machen es.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für deine Hinweise zum Gebet. Sogar in aussichtslosen Fällen, wo man keine Lösung mehr sieht, kann das Gebet helfen. Wir wollen immer auf diese Ressource vertrauen, die du uns schenkst. Wir wollen die Gemeinschaft untereinander und mit dir stärken durch das gemeinsame Gebet.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, durch dieses Evangelium triffst du bei mir einen Nerv, der täglich beansprucht wird.
    Das Gebet als Waffe gegen das Böse auch in mir! Durch wiederholtes beten wird auch bei mir eine Umkehr in Gedanken stattfinden. Ich werde den Menschen mit anderen Augen sehen. Der Vater im Himmel schenkt mir diese andere Sicht.
    Hierzu gehört, das Gott in meinem Leben die tragende Rolle spielen darf. Ich will mutig sein und dich ganz in mein Leben bitten.
    Heiliger Geist, schenke mir dazu die Kraft. Amen!

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  2. Jesus, ich muss feststellen dass es bei mir doch noch nicht so "christlich " läuft. So spüre ich,  mein Nächsten womöglich nicht genügend gemahnt zu haben. Vielleicht habe ich meinen Nächsten auch nicht genügend gemahnt Streit zu meiden, oder eine Abtreibung zu verhindern. Sicherlich könnte ich noch mehr über Glauben und über den Besuch der Hl.Messe sprechen, und viele daran erinnern doch bitte auch zur Hl.Messe zu gehen. Auch muss ich sicherlich noch mehr "Vertrauen haben im Gebet" ... allein, zu zweit oder mit mehreren...
    Was ist es in mir, was mich so lähmt ?
    Wenn ich nur "halbherzig" meinen Glaubensweg gehe,  so weise  DU  mich zurecht,  Herr ! 
    Auf die Fürsprache der lieben Gottesmutter Maria bitte ich Dich mein Herr und Gott, bilde mein Herz nach deinem Herzen.
    Damit mein Schutzengel ein leichtes hat, mich zukünftig im wahren Glauben zu führen, und ich  Dein Heiliges Wort ernst nehme, und lerne danach zu leben und zu handeln.  Amen

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