Dienstag, 15. September 2020

In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. (Joh 19,25)

Gedächtnis der Schmerzen Marias

 

 

EVANGELIUM

Joh 19, 25-27

 

In jener Zeit

25standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

26Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!

27Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 

 

Tagesimpuls:

 

In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.  (Joh 19,25)

 

Gestern haben wir darüber gesprochen, wie wichtig es ist, auf das Kreuz zu schauen. Heute bekommen wir ein sehr gutes Vorbild. Viele Jünger waren vor dem Kreuz weggelaufen, was zwar verständlich, aber nicht richtig ist. Maria und die anderen Frauen bleiben unter dem Kreuz. Unter dem Kreuz ist der beste und sicherste Platz, auch für uns heute. Gleich ob es die Corona-Pandemie ist, die uns Angst macht, oder die Sorge für einem wirtschaftlichen Zusammenbruch, oder die Sorge vor Umweltkatastrophen, oder auch die Sorge vor persönlichen Schicksalsschlägen – unter dem Kreuz ist der sicherste Platz. Das ist unser Platz, zusammen mit Maria und den anderen Jüngern, die das schon verstanden haben.

 

In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

 

Mit Weglaufen erreichen wir nichts. Und es gibt viele Formen des Weglaufens. Wir wollen uns in ein bequemes Leben flüchten, Fernsehen, Filme, Freizeitvergnügen, Essen gehen, Feiern, mal alles vergessen. Auch Hobbys können ein Weglaufen sein, oder Sport. Man sieht bei dieser Aufzählung, dass all diese Dinge eigentlich nicht schlecht sind. Aber sie können eine Flucht werden, so dass wir im richtigen Moment nicht am richtigen Platz sind.

 

In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.

 

Unter dem Kreuz bleiben, das heißt ja: in der Liebe bleiben. Weglaufen heißt, die Liebe verweigern. Ich kenne es so, dass es während eines Tages mehrmals wechseln kann. Es gibt die Momente, wo ich ganz in der Liebe bin. Und dann gibt es Zeiten, wo ich weglaufe, wo ich nicht unter dem Kreuz sein will. Bitten wir Maria, dass sie uns dort eine große Stütze ist, aber auch die anderen Jünger, d.h.  unsere Kirche, unsere Mitchristen, die uns so eine gewaltige Stütze sind. Heute ist auch eine gute Gelegenheit zum Danken für unsere Mitchristen, angefangen bei Maria, den Heiligen, aber auch den heutigen Mitchristen, die uns schon so viele Jahre so sehr stärken, damit wir unseren Platz unter dem Kreuz einnehmen und nicht weglaufen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns einen Platz unter deinem Kreuz gibst. Dort sind wir sicher, dort kann uns nichts passieren. Es ist der Platz, wo wir in der Liebe sind, mit unseren Mitchristen, aber auch mit dir. Bitte verzeih mir, dass ich so oft weglaufe und aus der Liebe herausfalle, mich verweigere. Ich will heute einen neuen Anfang machen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, sicherlich geben es vieke andere Bezugspunkte im Leben eines Menschen "als  den Schmerz" um Gottes Nähe zu spüren.
    Für mich aber bedeutet das heutige Evangelium,   " Schmerz duchleben, um Gott meine liebende Treue zu schenken ".
    Gottesmutter Maria, Du Schmerzensmutter, gerne möchte ich heute deine 7 Schmerzen betrachten, damit ich mehr und mehr im Gott-Vertrauen wachsen kann.  Amen

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  2. Jesus, der heutige Tag zeigt wie sehr deine Mutter an deinem Leben, dem Kreuzweg Anteil hatte. Wir begehen liturgisch den Gedenktag der sieben Schmerzen Mariens! Mir steht besonders vor Augen, die Pieta, Maria hält den Leichnam Ihres Sohnes auf dem Schoß.
    Für mich ein besonders Gnadenbild oder Statue. Am Ende des Krieges, als alles in Schutt und Asche lag, ist diese Statue alleine unversehrt stehen geblieben. Sie hat auch in der jetzigen Kirche einen Ehrenplatz. Dort wird viel gebetet und Kerzen angezündet.
    Jesus Christus, durch deine Mutter haben wir eine enge Verbindung zwischen Gott und den Menschen. Sie ist die Mittlerin. Sie hat bewusst bezeugt, dass die Liebe zu den Deinen auch über den Tod hinaus bestehen wird. Im Tod ist Leben!
    Heiliger Geist, schenke uns das Vertrauen, uns ganz auf dich einzulassen. Dann erst werden wir leben in Fülle, so wie Maria! Amen.

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