Donnerstag, 1. August 2019

Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. (Mt 13,49f)

17 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

 

EVANGELIUM

Mt 13, 47-52

 

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

47Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen.

48Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.

49So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen

50und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.

51Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.

52Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.

 

 

Tagesimpuls:

 

Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.  (Mt 13,49f)

 

Hier haben wir wieder wie vorgestern das Feuer. Und wir haben wie vorgestern die Tatsache, dass das Gute und das Böse hier auf Erden gemeinsam existiert, auch in der Kirche, in der das Himmelreich ja schon anbricht. Das Himmelreich, so würde ich es sagen, ist der Machtbereich Jesu, der Bereich in der Welt, wo Jesus mit seiner Gnade zu wirken beginnt. Und dort ist wirklich die erlösende Gnade am Werk, aber – und wir spüren es alle – das Böse existiert auch noch. Und wir müssen nicht weit schauen, wir erkennen es in uns selber.

 

Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.

 

Trotzdem soll uns das nicht entmutigen, und schon gar nicht an Jesus zweifeln lassen. Jesus wirkt, die Gnade wirkt. Die Tatsache, dass das Böse auch noch da ist, bedeutet nicht, dass das Wirken Jesu nicht echt wäre. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass eines Tages das Böse nicht mehr existieren wird. Dann wird das Reich Gottes vollendet sein, und dann wird es keine Sünde und kein Leid mehr geben. Das geschieht am Ende der Welt. Und Jesus verspricht, dass alles Böse verbrannt werden wird. Wie gestern, so würde ich auch hier offenlassen, ob damit das Fegefeuer oder die Hölle gemeint ist, oder eben beides. Von Paulus wissen wir, dass man durch das Feuer gehen und trotzdem gerettet werden kann (1 Kor 3,15). Das ist die große Hoffnung für alle Sünder, obwohl man sich nicht darauf verlassen soll. Wir sollen alles daransetzen, die Sünden mit der Gnade Gottes zu überwinden.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du einmal alles Böse verbrennen wirst. Ich halte dir das Böse in mir hin. Gieße dein kostbares Blut über alle meine Sünden und über alle Verletzungen, Bindungen und Folgen der Sünden, für die ich selbst verantwortlich bin. Reinige mich in deinem kostbaren Blut. Gib, dass das Böse ausgetilgt wird durch dein heiliges Blut. Ich danke dir aber auch für deine so große Barmherzigkeit, dass du sogar nach dem Tod noch eine Chance gibst, das Böse zu verbrennen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

PS.: In eigener Sache: Bitte wundert euch nicht, dass ich zu nächtlicher Stunde diesen Impuls sende. Ich verbringe einige Tage im Gebetshaus Augsburg. Hier ist das Motto: „Night and day we pray! – Wir beten Tag und Nacht!" Mir scheinen die nächtlichen Gebetsstunden besonders kostbar. Daher mache ich schon mal „die Nacht zum Tage".







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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