Donnerstag, 15. August 2019

Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. (Lk 1,48)

Maria Aufnahme in den Himmel – Hochfest

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,39-56

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. 

Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. 

Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt 

und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. 

Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 

Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. 

Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, 

und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. 

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 

Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. 

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, 

und sein Name ist heilig. 

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht 

über alle, die ihn fürchten. 

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: 

Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. 

er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. 

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben 

und lässt die Reichen leer ausgehn. 

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an 

und denkt an sein Erbarmen. 

das er unsern Vätern verheißen hat, 

Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. 

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

 

 

Tagesimpuls:

 

Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. (Lk 1,48)

 

Maria wird von Gott geehrt mit höchster Ehre. Mehr kann Gott einem Menschen gar nicht schenken. Hier ist Gott für uns wieder ein großes Vorbild. Er ehrt uns Menschen, er ehrt jeden einzelnen. Er würde uns nie übergehen, er behandelt uns nicht wie Marionetten oder wie unpersönliche Nummern. Für ihn ist jeder einzelne wichtig. Er respektiert unsere Entscheidungen.

 

Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

 

Daraus folgt, dass der Mensch nicht unwichtig ist im Erlösungsgeschehen. Der Mensch wird gebraucht, und er wird von Gott geehrt. Daraus folgt, dass die Kirche auch wichtig ist. Alles, was wir Menschen füreinander tun, ist wichtig, z.B. die Fürbitte füreinander. Das Ja, das ich zu Gott spreche, ist nicht nur für mich persönlich wichtig, sondern für die ganze Kirche, ja für die ganze Menschheit. So schenkt Gott dem Menschen, und vor allen anderen Maria, allerhöchste Ehre, und daraus folgt, dass wir einander ehren sollen. Die Wertschätzung und Ehre, die wir einander schenken, stehen nicht im Gegensatz zur Ehre Gottes, im Gegenteil, das entspricht voll und ganz seinem Willen.

 

Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

 

So ist es voll und ganz stimmig, ganz dem Willen Gottes entsprechend, dass wir Maria ehren, sie verehren, weil Gott ihr so viel Ehre geschenkt hat. Gott hat sie unendlich groß gemacht, so groß, dass sie die Mutter von Jesus, dem Sohn Gottes, also die „Muttergottes" sein darf. Wie gesagt, größer geht nicht mehr! Das ist der Grund, warum alle Generationen Maria verehren werden. Ich sehe eine Analogie. Gott hat gesagt, wer Israel segnet, der wird von ihm gesegnet werden. Ich würde sagen, Ähnliches gilt von Maria. Wenn wir sie ehren, dann treten wir ein in den Segensfluss, in den Gnadenstrom Gottes.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns Menschen so große Ehre zuteil werden lässt, allen voran Maria. Das heißt, dass auch wir einander Ehre schenken sollen und müssen. In dem Maße, wie wir das tun, werden wir von dir gesegnet. Ich will Maria, deine Mutter besonders ehren, und damit bekenne ich mich zu dem, was du an uns Menschen und für uns Menschen tust. Hilf mir aber auch, meine Mitmenschen zu ehren und zu segnen, damit ich immer deinen Segen erlangen kann.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, lenke meine Blicke auf deine Mutter - unsere lieben Gottesmutter, damit auch ich beginne den wahren Glaubensweg zu beschreiten. Amen

    AntwortenLöschen