Montag, 5. August 2019

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. (Mt 14,14)

18 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 14,13-21

In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. 

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. 

Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. 

Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! 

Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. 

Darauf antwortete er: Bringt sie her! 

Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, 

und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übriggebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. 

Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

 

 

Tagesimpuls:

 

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.  (Mt 14,14)

 

Eigentlich braucht Jesus Ruhe. Er will allein sein, weil er traurig ist, weil man Johannes den Täufer ermordet hat. Aber als die vielen Menschen kamen, entschied sich Jesus, für die Menschen da zu sein, weil er Mitleid hatte. Er hilft den Menschen. Ich denke, dass er tief in seinem Inneren den Glauben hatte, dass er selber nicht zu kurz kommen würde, wenn er sich jetzt den Menschen zuwendet.

 

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.

 

Vielleicht kann man die Lehre daraus ziehen, dass die Liebe hilft, wenn man traurig ist. Man würde denken: „Mir geht es jetzt so schlecht, ich kann mich jetzt nicht um die anderen kümmern, ich brauche jetzt erst mal Zeit für mich." Aber wenn man sich dann trotzdem entscheidet, seine Mitmenschen zu lieben, dann ist das vielleicht die allerbeste Therapie für den Trauerprozess. Man denkt an die anderen und kreist nicht mehr um sich selbst.

 

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.

 

Nachher wiederholt sich das in gewisser Hinsicht. Statt auf ihren Mangel zu schauen, sollen die Jünger den anderen helfen und ihnen zu essen geben. Gott füllt dann die leeren Hände. Das ist ähnlich wie am Anfang. Man könnte denken: „Ich habe jetzt selber nichts, ich muss mich erst mal um mich selber kümmern." Aber Jesus fordert zur Nächstenliebe auf, und indem man den anderen trotz seinem eigenen Mangel hilft, sorgt Jesus für alles.

 

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.

 

Wir lernen: Der Blick weg von mir selbst auf die anderen ist heilsam, und er ist die Lösung aller Probleme. Ich weiß, dass das leicht gesagt ist. Immer kreisen wir um uns selbst, vor allem in unseren Gedanken. Aber wir können es jeden Tag neu versuchen: Den Blick von uns selbst auf die anderen lenken, die anderen wahrnehmen, statt um das Ich um das Du kreisen! Dann wird Gott sich um alles kümmern, was wir brauchen.

 

Gebet:

Jesus, danke, dass du uns die Richtung zeigst. Immer wieder falle ich zurück ins Kreisen um mich selbst, um meine Bedürfnisse, meine Not, meinen Mangel. Du aber zeigst, wie heilsam es ist, auch für meine eigenen Probleme, wenn ich mich um meine Mitmenschen kümmere. Hilf mir, heute den Kreislauf um mich selbst zu unterbrechen und aufzuschauen zu dir und zu meinen Mitmenschen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus rufe auch im "Heute"
    durch uns viele Menschen in DEINE Gegengenwart, und lehre uns rechtes Verhalten - im Miteinander.

    Amen

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  2. Herr, schenke uns Vertrauen in der Kraft des Hl.Geistes

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